Viel Ungewissheit: Wie geht’s im Supermoto weiter?

Von Thomas Deitenbach
Supermoto-DM
Jan Deitenbach mit der Nummer 1

Jan Deitenbach mit der Nummer 1

Auch die Supermoto-DM wartet weiter auf ein Zeichen, wann, wo und wie die Saison 2020 gestartet werden kann. Zwei Events sind bereits komplett gestrichen worden, zwei auf unbestimmte Zeit verschoben.

Im Februar auf der Motorrad-Messe in Leipzig war die Welt noch in Ordnung. Die Supermoto-DM präsentierte sich vor großem Publikum mit einigen Show-Rennen. Champion Jan Deitenbach hatte bereits seine neue Bergos-Husqvarna dabei und zeigte stolz die Nummer 1. «Wir haben ein neues Motorrad aufgebaut und ich habe im Winter ein extrem umfangreiches Fitness-Programm durchgezogen. Denn die Kontrahenten, allen voran die Mannschaft von Michelin-MH-Husqvarna, haben auch mächtig aufgerüstet», so der Iserlohner. Im März konnte man an den beiden letzten Tagen vor dem Corona-Lockdown einen ersten Test fahren und sogar genug Videomaterial drehen, um eine YouTube-Präsentation des neuen Bikes zu schneiden.

Vizemeister Simon Vilhelmsen (Dänemark) arbeitet eher im Stillen. Aber auch er hat neues Material und vor allem eine neue Trainingsstrecke. Wie er im Facebook-Interview auf SuperMoto IDM erklärte, wurde eine neue Motorsportanlage in Dänemark eröffnet. Motocross, Kartbahn und Supermoto sind auf der imposanten Anlage möglich, die gerade mal eine halbe Stunde von Vilhelmsens Wohnort entfernt liegt. «Da kann ich jetzt zweimal in der Woche fahren, so gute Bedingungen hatte ich noch nie», erklärte er mit einem Lächeln.

Sein MH-Teamkollege Steffen Albrecht hat zwar auch ein neues Bike, rückte damit aber am vergangenen Wochenende erstmals aus. «Ich habe in meiner Firma zum Glück so viel Arbeit, dass ich mir dafür noch keine Zeit nehmen konnte. War ja auch noch nicht nötig», erzählte der ehemalige Motocross-Masters-Pilot.

Neu im Team von MH-Racing sind die beiden Banholzer-Brüder Peter und Max. Bisher war man auf Yamaha unterwegs, jetzt stehen zwei neue Husqvarna in der Garage in Bayern. «Wir sind mal ganz kurz in einer Messehalle gefahren und im Februar ein Wochenende in Italien», so Peter, der Ältere der beiden. «Vor allem im Offroad bin ich damit noch nicht so klargekommen, ich brauche noch viele Runden. Aber hier bei uns gibt es nichts, und nach Italien dürfen wir noch nicht», so Max.

Ex-Meister Marc-Reiner Schmidt hat die DM aktuell nicht auf dem Zettel. Er wurde Nachfolger des zurückgetretenen Markus Class beim Phoenix-Team und soll auf der Lazzarini-Honda um den WM-Titel kämpfen. Aber auch die internationale Serie, die nach dem Single-Event von 2019 dieses Jahr auf sechs Veranstaltungen ausgelegt war, muss wegen Corona Federn lassen. Im Terminkalender stehen von Ende August bis Oktober noch drei WM-Rennen. Dazu will Schmidt seinen Titel in Italien verteidigen.

Kalender Supermoto-DM 2020, Stand 19. Mai:

4./5. Juli Cheb/CZ
5./6. September Schaafheim/D
19./20. September Oschersleben/D

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