Markus Reiterberger hält an seiner Vorbereitung fest

Von Ivo Schützbach
Markus Reiterberger (li.) mit seinem Mechaniker Wolfgang Kampe

Markus Reiterberger (li.) mit seinem Mechaniker Wolfgang Kampe

Asien ist von der Corona-Pandemie bislang schwächer betroffen als Europa, dennoch ist die länderübergreifende Meisterschaft ARRC vorerst auf Eis gelegt. «Ich plane weiter wie gehabt», sagt BMW-Pilot Markus Reiterberger.

Der Auftakt der Asia Road Racing Championship (ARRC) ging Anfang März in Sepang wie geplant über die Bühne, anschließend musste sich die ganze Welt der neuen Corona-Realität stellen.

Die ARRC 2020 soll in sieben Events in Malaysia, Australien, Japan, China und Thailand ausgetragen werden. Obwohl diese Länder von der Covid-19-Seuche bislang verhältnismäßig gering betroffen sind, haben auch die dortigen Regierungen umfassende Maßnahmen ergriffen, um die Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus’ zu unterbinden.

Der zweite Event im Bend Motorsport Park unweit von Adelaide wurde von Anfang Mai auf einen noch nicht fixierten späteren Termin verschoben, Ende Juni will die ARRC in Suzuka in Japan weitermachen. Ob die Fahrer und Teammitglieder bis dahin wieder in ein Flugzeug steigen können, ist offen. Unklar ist auch, ob auf der Hausstrecke von Honda vor Publikum gefahren werden darf und ob es Quarantänebestimmungen geben wird. Da sich die Situation momentan täglich ändert, ist unmöglich vorherzusagen, wie es bis in zwei Monaten aussehen wird.

Honda hat beim Saisonstart in Malaysia als einziges Werksteam gefehlt, weil die Japaner die Coronagefahr bereits Anfang März als hoch einschätzten.

Der Gesamtzweite Markus Reiterberger aus dem Team Onexox BMW TKKR, einer von wenigen Europäern in der Asia-Meisterschaft, hat bislang keine Informationen, wie es in der ARRC weitergeht. «Ich bereite mich vor wie immer», sagte der Bayer gegenüber SPEEDWEEK.com. «Nur die Strecken in China und Adelaide kenne ich nicht, mit dem Lernen tue ich mir aber relativ leicht. Früher fuhr ich immer auf der Playstation, das mache ich nicht mehr. Jetzt schaue ich mir Onboard-Videos auf YouTube an. Ich lade mir die Videos immer runter und schaue sie mir dann im Flugzeug an. Meistens weiß ich schon anhand der Drehzahl und der Gänge, wo es langgeht. Nach dem zweiten Training habe ich die Strecke verinnerlicht.»

Der 26-Jährige weiter: «Ich habe im Winter eine Stoffwechselkur gemacht und kann nach wie vor mit normalem Essen mein Gewicht halten. Ich achte auf meine Ernährung und mache soweit es möglich ist ein bisschen Sport. Bei uns ist momentan alles zu. Das Fitness-Studio, wo ich gerne hingehe. Enduro und Motocross geht auch nicht, die Speedwaybahnen sind auch alle zu. Außer Radl fahren und Laufen bleibt mir nichts. Ich bin ja im Outback, ich denke mir wenig, wenn ich Radl fahre oder durch den Wald jogge, ich treffe nie einen. Es ist halt blöd, dass niemand in ein Fitness-Studio kann. Das Krafttraining fehlt deshalb etwas. Das mache ich unter der Saison aber normal eh nicht so viel, da geht es nur ums Level halten. Das beste Training ist immer noch Motorradfahren. Ich muss das fehlende Motorradfahren jetzt halt mit anderen Möglichkeiten ausgleichen.»

Kalender ARRC 2020:

26.–28. Juni Suzuka/Japan

24.–26. Juli Zhuhai/China

21.–23. August Buriram/Thailand

25.–27. September Sepang/Malaysia

27.–29. November Buriram/Thailand

Ohne Termin: Bend/Australien

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