Corvette zeigt neue C7.R in voller Pracht

Von Tom Vorderfelt
United SportsCar Championship
Die neue Corvette C7.R

Die neue Corvette C7.R

Corvette Racing testet die neue C7.R schon seit dem Sommer. Auf der Autoshow in Detroit durfte sich die C7.R am Montag nun erstmals ohne Tarnkleid zeigen.

Corvette Racing hat auf der Detroit Autoshow am Montag die neue Corvette C7.R offiziell präsentiert. Die neue Corvette für die GTE-Klasse wurde parallel mit dem Serienmodell Z06.R vorgestellt, dem neuen Topmodell der Corvette-Baureihe, das Anfang 2015 in den USA auf den Markt kommt. Corvette Racing setzte die neue C7.R in der neuen United SportsCar Championship (USC) und bei den 24h von Le Mans ein.

«In Langstreckenrennen war die Corvette fast 15 Jahre lang der Massstab», sagt Jim Campbell, Vice President Performance Vehicles and Motorsports. «Ein großer Teil des Teamerfolgs kann sicherlich der symbiotischen Beziehung zwischen Corvette Racing und den Serienfahrzeugen zugeschrieben werden. Dank des innovativen Konzepts der neuen Stingray werden Z06 und C7.R auf der Straße wie auf der Rennstrecke jetzt noch wettbewerbsfähiger sein.»

Corvette Racing wird 2014 zwei C7.R einsetzen, die Rennpremiere für die C7.R ist bei 24-Stunden-Rennen von Daytona (25.-26. Januar). Corvette Racing tritt in der GTLM-Klasse gegen Werksteams von BMW und Porsche sowie einen werksunterstützten Ferrari an. Die beiden C7.R werden von Oliver Gavin/Tommy Milner und Jan Magnussen/Antonio Garcia gesteuert, in Daytona ergänzen Robin Liddell und Ryan Briscoe das Fahreraufgebot.

Zahlreiche C7.R-Merkmale in Fahrzeugarchitektur und Aerodynamik basieren auf den entsprechenden Komponenten und Technologien der Serien-Z06. Dazu gehört auch ein neues Aluminiumchassis. Wie bisher besitzen Renn- und Strassenversion den gleichen Aluminiumrahmen. Die Herstellung erfolgt allerdings erstmals «inhouse» im Montagewerk Bowling Green (US-Bundestaat Kentucky). Im Vergleich zur C6.R ist das neue Chassis um 40% steifer. «Schon in der ersten Runde bemerkt man die höhere Chassissteifigkeit der C7.R», sagt Chevrolet-Rennleiter Mark Kent. «Die Fahrer haben sofort registriert, dass sich das Handling auf wechselnden Fahrbahnoberflächen und harten Belägen noch einmal verbessert hat. Das ist deshalb so wichtig, weil sie eben nicht auf glattem Straßenpflaster unterwegs sind, sondern in den Kurvenscheitelpunkten permanent die Curbs überfahren.»

Die C7.R ist auch mit Benzindirekteinspritzung ausgerüstet. «Für das Rennteam hat die Direkteinspritzung zwei Vorteile», erläutert Kent. «Zum Ersten kann der Fahrer über das Gaspedal die Drosselklappe noch feiner dosieren, weil selbst kleinste Änderungen ein präzises Motor-Feedback liefern. Zum Zweiten bedeutet sie eine Verbrauchsreduzierung von rund drei Prozent, die bei einem 24-Stunden-Einsatz einen Tankstopp weniger bedeuten kann. Wenn man bedenkt, wie oft Rennen an der Box entschieden werden, kann sich daraus ein signifikanter Vorteil ergeben.»

«Wir haben auch die Aerodynamik für Z06 und C7.R mit dem Rennteam parallel entwickelt», erläutert Corvette-Chefingenieur Tadge Juechter, «und dabei sogar die gleiche Modell-Testsoftware verwendet. Dadurch konnten die gleichen Daten und Windkanalmessungen verwendet werden. Das Ergebnis ist eine Corvette Z06 mit den höchsten jemals gemessenen Abtriebswerten eines GM-Serienmodells. Damit sind wir ganz nah an der aerodynamischen Performance eines Rennwagens.»

Der Antriebsstrang der neuen C7.R ist identisch mit dem der bisher eingesetzten C6.R. Unter der Haube arbeitet weiterhin ein Smallblock 5,5-Liter V8-Motor. Überarbeitet wurde bei der neuen Rennversion die Aerodynamik. Verfügte die Corvette C6.R noch über NACA-Luftkanäle auf der Karosserieoberseite und im hinteren Flankenbereich,, wurden sie bei der C7.R in die hinteren Seitenwände oberhalb der Bremsenkühlkanäle verlegt. Der Effekt: zusätzliche Kühlung für Transaxlegetriebe und Differenzial. Der vergrößerte vordere Kühllufteinlass sorgt darüber hinaus für einen weicheren und homogeneren Luftstrom über den Heckflügel, der dadurch die Handlingqualität und die Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten weiter verbessert.

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