24h Daytona: Ruhe vor dem kühlen Sturm

Von Oliver Runschke
United SportsCar Championship
Das Startfeld der 52. Ausgabe der 24h von Daytona

Das Startfeld der 52. Ausgabe der 24h von Daytona

Ruhiger und kühler Mittwoch bei den 24h von Daytona. Die Action auf der Strecke beginnt erst am Donnerstag.

Mittwoch bei den 24h von Daytona: Der «Sunshine State» Florida zeigt sich von seiner sonnigen, aber kühlen Seite. Die Kaltfront «Janus», die am Dienstag nahezu den gesamten Luftverkehr an der US-Ostküste zum Erliegen brachte und mit 3.200 abgesagten Fugverbindungen so manche Anreisepläne für Daytona kräftig durcheinander wirbelte, ist auch in Florida zu spüren. Im Fahrerlager dominieren Daunenjacken und Wollmützen zu den Geschichten über ausgefallene oder verspätete Flüge sowie sonstigen Reiseabenteuern bei kühlen zehn Grad. In den kommenden Tagen soll das Thermometer weiter fallen, Donnerstag- und Freitagabend sind Temperaturen um den Gefrierpunkt hervorgesagt. Tagsüber wird es knapp über 12 Grad kühl sein. Erst am Sonntag soll es bis zu 20 Grad geben, dann ist auch mit etwas Regen zu rechnen.

Bei den kühlen Temperaturen ist das Arbeiten für die Teams kein Vergnügen, denn geschraubt wird in Daytona anders als in Europa. Eigene, geschlossen Boxen gibt es im «World Center of Racing», wie die Nascar Daytona ganz bescheiden betitelt, nicht. Die Teams sind in offenen und zugigen Garagen untergebracht, die gerade Platz genug für Auto und Werkzeugschrank bieten und arbeiten Schulter and Schulter mit der Konkurrenz. Trenn- oder Stellwände gibt es.

Im Fahrerlager herrscht Ruhe vor dem Sturm, das übliche Gewusel aus technischer Abnahme, Fahrerwechseltraining und Fototerminen. Wer nicht unbedingt muss, treibt sich nicht an der Strecke rum. Auf der Strecke sind nur die beiden Rahmenserien unterwegs, die Conti-Challenge und die Ferrari Challenge. Audi-Pilot René Rast sucht verzweifelt nach einem Fahreranzug, nachdem ihm sein Team ihm keinen bestellt hat. Christian Engelhard freut sich noch diebisch über seinen Sieg bei den 24h von Dubai und Carrera Cup-Champion Kévin Estre darüber, dass er trotz McLaren-Werksvertrag in der USC einen Porsche in der GTD-Klasse fahren darf. BMW-Fahrer aus GTLM- und GTD-Klasse jammern im Chor darüber, dass sie mit dem Z4 in Daytona chancenlos sind und auch die IMSA bei den Einstufung wenig einsehen hat, diverse Porsche-Piloten fürchten mit dem GT America in der stark besetzten GTD-Klasse von den Audi R8 abgewatscht zu werden. Pierre Kaffer startet in einem Formula Le Mans und hofft auf ein Klassenpodium, während sich Porsche-Werksfahrer Richard Lietz fragt, wer bei seinem Arbeitgeber auf die Idee kam, um 06:00 Uhr morgens die erste Teambesprechung anzusetzen.

Hektisch wird es dafür am Donnerstag, dem ersten offiziellen Veranstaltungstag mit knappem Zeitplan. Einem 60-minütigen Training am Vormittag folgen weitere 30 Minuten am Mittag, dann steht am Nachmittag schon das Qualifying an. Über 15 Minuten wird dann in der vier Klassen (Prototype, Prototype Challenge, GTLM und GTD) die Startaufstellung herausgefahren. Nur insgesamt 90 Minuten Training vor dem Qualifying bedeutet: Viele der bis zu fünf Fahrer pro Auto werden frühestens im 90-minütigen Nachttraining am Abend erstmals im Auto sitzen um ihre Nachtpflichtrunden zu absolvieren. Bevor es am Samstag um 14:10 Uhr dann mit dem Start der 52. 24-Stunden von Daytona Ernst wird, steht am Freitagvormittag noch ein Abschlusstraining auf dem Programm.

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