Le-Mans-Sieger Tandy gewinnt in Kanada

Von Oliver Runschke
United SportsCar Championship

Nick Tandy und Patrick Pilet sorgen in Mosport für zweiten Porsche-Sieg in Folge vor Lucas Luhr/John Edwards im BMW. Taylor-Brüder mit Gesamtsieg im Corvette DP.

In der United SportsCar Championship fährt Porsche weiter auf Erfolgskurs: Zwei Wochen nach dem Doppelsieg in Watkins Glen holte der vom US-Werksteam Porsche North America eingesetzte 911 RSR im kanadischen Mosport zweiten Saisonsieg in der Klasse GTLM. Auf dem anspruchsvollen 3,957 Kilometer langen Kurs in der Nähe von Toronto feierten Le-Mans-Gewinner Nick Tandy und Patrick Pilet mit der Startnummer 911 einen souveränen Start-Ziel-Sieg in dem 2:40 Stunden dauernden Rennen.

Nach den Wetterkapriolen in Watkins Glen ging das sechste bei hochsommerlichen Temperaturen und leichter Bewölkung über die Bühne. Tandy startete von der Schon auf den ersten Runden setzte er sich von seinen Verfolgern ab, verlor seinen Vorsprung jedoch nach einer guten halben Stunde durch die erste Gelbphase. Sein Teamkollege Pilet ging nach dem ersten Boxenstopp als Spitzenreiter zurück auf die Strecke und verteidigte die Führung gegen alle Angriffe der starken Konkurrenz von BMW, Chevrolet und Ferrari, bevor er den 911 RSR 35 Minuten vor dem Ziel wieder an Nick Tandy übergab. Der Brite den zweiten Saisonsieg für Porsche sicher nach Hause fahren. Luca Luhr und John Edwards fuhren im BMW Z4 GT3 vor der Corvette der neuen GTLM-Tabellenführer Antonio Garcia/Jan Magnussen als Zweite ins Ziel.
Le-Mans-Sieger Earl Bamber und Jörg Bergmeister kamen im zweiten Werks-Elfer als Siebte ins Ziel.

Nick Tandy: «Das war ein perfektes Wochenende für uns. Wir sind von der Pole gestartet und haben das ganze Rennen über geführt – viel besser geht es nicht. Ich bin wirklich sehr erleichtert, dass wir endlich mal wieder gewonnen haben, denn das war in der United SportsCar Championship unser erster Sieg seit Daytona 2014. Ich hoffe, dass es auch in den nächsten Rennen so gut für uns läuft und wir in der Meisterschaft weiter Boden gut machen können.“

Marco Ujhasi, Porsche Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport: «Das war ein unglaubliches Rennen. Unsere Strategie ist voll aufgegangen. Wir haben Anfang der Woche hier getestet und konnten vom freien Training über das Qualifying bis hin zum Rennen alles umsetzen, was wir uns da erarbeitet haben. Das Rennen hat gezeigt, wie wichtig es ist, hier auf der Pole zu stehen, denn das Überholen ist extrem schwierig. Die Pole war die halbe Miete, dazu kamen heute eine fehlerfreie Leistung unserer Fahrer und des ganzen Teams. So gewinnt man Rennen.»

Der Gesamtsieg ging in einem spannenden Zieleinlauf an die Brüder Jordan und Ricky Taylor im Corvette DP vor ihren Markenkollegen Dane Cameron/Eric Curran. Ozz Negri/John Pew wurden im Ligier-Honda Dritte, kämpften aber mit stumpfen Waffen und mussten zwei Stunden lang ohne Servolenkung auskommen.
Die Tabellenführer Richard Westbrook/Michael Valiante bauten mit Rang vier in einem weiteren Corvette DP ihren Vorsprung leicht aus.

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