Supermoto-EM: Führungswechsel und deutsches Highlight

Von Markus Niegtsch
Supermoto-EM
Start zur Supermoto-EM in Cremona

Start zur Supermoto-EM in Cremona

Asseri Kingelin (Aprilia) übernahm die Führung in der Supermoto-EM. Der Deutsche Gaststarter Philipp Prestel setzte in Cremona ein Highlight, Andreas Buschberger türmte aus dem Krankenhaus.

Dass an diesem Wochenende die Führung in der Europameisterschaft wechseln würde, war abzusehen. Der Meisterschaftsführende TM-Werksfahrer Devon Vermeulen hatte sich beim Motocross-Training eine Verletzung am Arm zugezogen und konnte in Cremona nicht an den Start gehen. Seine Widersacher freuten sich und zogen gleich reihenweise am Niederländer vorbei.

Der Finne Asseri Kingelin konnte sich in beiden Rennen am Start in Führung setzen und mit zwei lupenreinen Start-Ziel-Siegen die Führung in der Meisterschaft vor Bartolini und Klem übernehmen: «Das war anfangs ein schwieriges Wochenende für mich, aber es ist immer besser geworden. Im Warm-up habe ich mich dann gut gefühlt. Als ich im ersten Rennen in der ersten Kurve vorne war, dachte ich mir, dass ich das Rennen gewinnen kann. Im zweiten Rennen habe ich dann erneut mein Bestes gegeben und es hat für den Doppelsieg und die Führung in der Meisterschaft gereicht.»

Philipp Prestel in den Top-5

Aus deutscher Sicht setzte Philipp Prestel (KTM) ein Highlight. Schon im Training zeigte er, dass sich das gemeinsame Üben mit Doppelweltmeister Bernd Hiemer gelohnt hat – Prestel hat den Abstand zur Spitze auf 0,8 Sekunden verkürzt. Beim ersten EM-Lauf in Rivesaltes zu Saisonbeginn war es noch deutlich mehr.

Prestel zeigte bei den Starts zu beiden Läufen keine Scheu vor großen Namen und mischte munter im Geschehen mit. Er fuhr abgeklärt und ging kein unnötiges Risiko ein. Um das Topergebnis sicherzustellen und keinen Sturz zu riskieren, ließ er sich auf keinen Zweikampf mit dem von hinten anstürmenden Bartolini ein. Stattdessen bot er auf Rang 4 liegend Milan Sitnianski, immerhin Doppelsieger beim letzten Event in Sosnova, die Stirn und hielt diesen cool auf Distanz.

«Das habe ich nicht erwartet, dass ich so weit vorne liege. Im ersten Lauf hatte ich einen richtig guten Start und war nach den ersten Kurven schon auf Platz 5. Dann gab es vorne noch einen Sturz und plötzlich lag ich auf Platz 4», freute sich der sympathische Allgäuer. «Im zweiten Lauf hatte ich auch einen guten Start, aber nach einem Chaos eingangs Offroad und einem Unfall von Bussei ein paar Kurven weiter im Anlieger, wurde ich einige Plätze zurückgereicht. Ich konnte dann wieder einige Plätze gutmachen und mich auf Platz 8 vorarbeiten. Zur Mitte des Rennens konnte ich auch gut auf den vor mir auf Platz 7 liegenden Milan Sitnianski aufschließen. Am Ende des Rennens ist dann die Kraft immer weniger geworden und ich konnte leider nicht mehr angreifen. Aber ich bin mit dem fünften Gesamtrang mehr als zufrieden! Das hätte ich nicht zu träumen gewagt.»

Für den Österreicher Andreas Buschberger, der normalerweise auf Prestels Niveau fährt, verlief das Wochenende nicht so positiv wie für den Deutschen: «Im ersten Lauf hatte ich zu Beginn ein paar Probleme, die ich dann aber lösen konnte. Ich konnte zu Gaspardone aufschließen, als mir plötzlich das Vorderrad weggerutscht ist. Ich habe gar nicht genau mitbekommen, was alles passiert ist. Eventuell hat mich auch Bussei noch getroffen, aber ich kann es nicht genau sagen. Ich hatte an der linken Hüfte hinten Schmerzen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort bin ich drei Stunden gelegen und es ist nichts passiert. Also bin ich wieder gegangen.»

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