US-Motocross 450

Muddy Creek: Eli Tomac (Kawasaki) holt auf

Von - 25.06.2017 12:16

Mit einem 2-1-Ergebnis holte Eli Tomac (Kawasaki) in Tennessee den Tagessieg vor dem punktgleichen Jason Anderson (Husqvarna) und vor Tabellenführer Blake Baggett (KTM), der die Spitze knapp verteidigen konnte.

5. Lauf zur Lucas Oil Pro Motocross Championship in Blountville, Tennessee: Auf dem 'Muddy Creek Raceway' war plötzlich Justin Barcia (Suzuki) wieder da.

Comeback von Justin Barcia
Nachdem sich Barcia letzte Woche in Highpoint noch eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte, gewann er in Tennessee in Moto-1 den 'holeshot' vor Jason Anderson (Husqvarna), Justin Bogle (Suzuki) und Weston Peick (Suzuki).

Barcia zeigte sich mit seinem wilden Fahrstil so angriffslustig wie früher. Anderson, auch kein Kind von Traurigkeit, zog aber noch in der ersten Runde an Barcia vorbei, doch 'Bam Bam' konterte, bevor sich Anderson endgültig durchsetzte und seine Führung bis zum Ende nicht mehr aus der Hand gab.

Cole Seely (Honda) stürzte heftig und musste den Renntag in Tennessee mit einer Gehirnerschütterung beenden.

Tomac holt auf
Eli Tomac (Kawasaki) hatte keinen guten Start in den ersten Lauf und brauchte bis zur Rennmitte, um die Spitzengruppe hinter Leader Anderson zu erreichen. Die Lücke von 15 Sekunden zum Husqvarna-Werksfahrer Anderson konnte Tomac am Ende aber nicht mehr schließen.

Baggett mit Freestyle-Stunt
Auch Tabellenführer Blake Baggett startete nicht gut in den ersten Lauf, zeigte danach aber wieder sehenswerte Überholmanöver, bei denen er seine Spezialität, die Außenlinien, bevorzugte und dabei erneut ein höllisches Tempo an den Tag legte. Beinahe flog er nach einem Absprung ab, bei dem es ihm den linken Fuß von der Raste riss. Mit einem Freestyle-Stunt konnte Baggett die Schrecksekunde elegant abfangen.

Aufholjagd von Baggett
Den 'holeshot' zum zweiten Lauf gewann Justin Bogle (Suzuki) vor Rückkehrer Trey Canard (KTM), Eli Tomac (Kawasaki), Jason Anderson (Husqvarna) und Weston Peick (Suzuki). Aber Blake Baggett, Cooper Webb und Broc Tickle gingen noch in der ersten Runde zu Boden und mussten erneut eine Aufholjagd starten.

Tomac stürmt zum Tagessieg
Tomac seinerseits fackelte nicht lange, übernahm noch in der ersten Runde die Führung und gewann am Ende unangefochten mit fast 34 Sekunden Vorsprung den zweiten Lauf. Das reichte wegen seines besseren zweiten Laufes zum Tagessieg in Tennessee. Anderson musste sich punktgleich mit Gesamtrang 2 zufriedengeben.

Blake Baggett verteidigt Tabellenführung
Blake Baggett startete nach seinem frühen Crash eine unglaubliche Aufholjagd durch das Feld. In Runde 14 hatte er schließlich Bogle und Peick auf P4 und P3 erreicht. Buchstäblich in einem Zug überholte er beide Konkurrenten. Platz 3 hinter Tomac und Anderson reichte aber, um die Tabellenführung zu verteidigen. Tomac liegt nach seinem Sieg in Tennessee mit nur noch 4 Punkten Rückstand auf Platz 2 hinter Baggett.

Pech für Marvin Musquin
Marvin Musquin haderte in Tennessee weiterhin mit seinem verletzten Knie. Er hatte sich vor dem Rennen in Highpoint den Meniskus gerissen. Dennoch biss der Franzose die Zähne zusammen und schaffte es in Moto-1 auf Platz 7. Im zweiten Lauf wurde seine Vorderradbremse durch Steinschlag beschädigt, was ihn zum Aufgeben zwang. Musquin fiel in der Tabelle von Platz 2 auf Rang 4 zurück.

Ergebnis von Muddy Creek, 450cc:
1. Eli Tomac (USA), Kawasaki, (2-1)
2. Jason Anderson (USA), Husqvarna, (1-2)
3. Blake Baggett (USA), KTM, (3-3)
4. Weston Peick (USA), Suzuki (4-4)
5. Dean Wilson (GBR), Husqvarna, (8-7)
6. Justin Barcia (USA), Suzuki, (5-10)
7. Justin Bogle (USA), Suzuki, (12-5)
8. Martin Davalos (USA), Husqvarna (11-6)
9. Cooper Webb (USA), Yamaha, (9-9)
10. Broc Tickle (USA), Suzuki, (6-12)
11. Fredrik Noren (SWE), Honda, (13-8)
12. Trey Canard (USA), KTM, (10-11)
13. Alix Dakota (USA), KTM, (14-14)
14. Marvin Musquin (FRA), KTM, (7-34)

Meisterschaftsstand nach 5 von 12 Läufen:
1. Blake Baggett, 195
2. Eli Tomac, 191, (-4)
3. Jason Anderson, 176, (-19)
4. Marvin Musquin, 161, (-34)
5. Broc Tickle, 139, (-56)
6. Justin Bogle, 137, (-58)
7. Dean Wilson, 137, (-58)
8. Weston Peick, 112, (-83)
9. Cooper Webb, 112, (-83)
10. Josh Grant, 106, (-89)


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