Toni Elias: «Sieg für Nicky und die Hayden-Familie»

Von Andreas Gemeinhardt
MotoAmerica Superbike
Toni Elias (24), Roger Hayden (95) und Cameron Beaubier (1)

Toni Elias (24), Roger Hayden (95) und Cameron Beaubier (1)

Toni Elias widmete seinen Sieg im zweiten Lauf der US-Superbike-Meisterschaft in Elkhart Lake dem verstorbenen Nicky Hayden und dessen Familie. Haydens Bruder Roger Hayden wurde Zweiter vor Cameron Beaubier.

Während die US-Superbike-Meisterschaft in den vergangenen Jahren oft sehr eintönig verlief, setzte sich auch an diesem Wochenende in Elkhart Lake die Serie der äußerst spannenden und interessanten MotoAmerica-Rennen fort. Im ersten Lauf auf dem Road America Raceway triumphierte Titelverteidiger Cameron Beaubier (Yamaha) vor den Suzuki-Piloten Toni Elias und Roger Hayden, wobei die Top-3 bei der Zieldurchfahrt nur durch eine Hundertstelsekunde getrennt wurden.

Auch im zweiten Lauf spielten Elias, Hayden und Beaubier die Hauptrolle, doch zunächst wurde das Rennen kurz nach dem Start abgebrochen, als Bobby Fong (Kawasaki), Jake Lewis (Suzuki) und Mathew Scholtz (Yamaha) ausgangs Turn 5 stürzten. Die drei Fahrer blieben unverletzt, trotzdem fehlte Fong beim Neustart, da sein Motorrad bei dem Unfall zu stark beschädigt wurde.

Elias und Hayden lagen beim zweiten Versuch zunächst deutlich vorne. Beaubier musste sich nach einem schlechten Start erst einmal zum Suzuki-Duo durcharbeiten. Erneut kämpften diese Drei um den Sieg, lediglich Joshua Hayes (Yamaha) blieb noch in Schlagdistanz. Die zweite Etappe dauerte allerdings auch nur sechs Runden, dann platze der Motor von Joshua Herrins Yamaha, sie verlor am Ende der Zielgeraden und in der ersten Kurve so viel Öl, dass die Rennleitung nun endgültig abbrach.

Nach dem Abbruch wurde der Stand in der fünften Runde gewertet und da lag Elias 0,131 Sekunden vor Hayden und 0,854 Sekunden vor Beaubier. Hayes landete auf dem vierten Platz vor Scholtz, der damit auch die Führung in der separaten Superstock-1000-Wertung übernahm, da Fong ohne Punkte abreisen musste.

«Der zweite Lauf war nicht nur auf dem Papier extrem kurz», meinte Elias, der mit diesen Sieg seinen Vorsprung im Gesamtklassement auf 14 Punkte ausbaute. «Es ist natürlich für alle Beteiligten enttäuschend, wenn ein Rennen so zu Ende geht, aber letztendlich hat mein Team ausgezeichnete Arbeit geleistet und ich konnte die Maximalpunktzahl einfahren. Ich widme meine Sieg heute Nicky Hayden und seiner Familie.»

Nur zwei Wochen nach dem Tod seines Bruders Nicky Hayden landete Roger Hayden auf dem zweiten Platz des zweiten Durchgangs. «Für mich wäre es natürlich viel besser gewesen, wenn das Rennen über die gesamte Distanz gegangen wäre oder eben eine Runde eher abgebrochen worden wäre, denn da lag ich noch in Führung», erklärte Hayden. «Manchmal helfen dir die roten Flaggen, manchmal spielen sie den Konkurrenten in die Karten, aber das gehört zum Geschäft. Insgesamt ist das trotzdem ein gutes Ergebnis für mich mit wichtigen 20 Punkten für die Gesamtwertung.»

Beaubier beklagte anschließend ein paar kleinere Fahrwerks-Probleme, die er bei seinem Sieg am Samstag noch nicht hatte. «Ich war ganz schön sauer, als das Rennen abgebrochen wurde, als ich nur auf dem dritten Platz lag», sagte Beaubier. «Aber letztendlich bin ich auch ganz zufrieden mit dem Podiumsplatz. Jetzt freue ich mich auf die kommenden Läufe in Utah, dort hat meine Yamaha immer ausgezeichnet funktioniert.»

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