Feuertaufe für das GPS System geglückt

Von Sören Herweg
VLN
Die GPS-Monitore in der VLN-Rennleitung

Die GPS-Monitore in der VLN-Rennleitung

Beim 38. DMV 4-Stunden-Rennen überwachte die VLN-Rennleitung das gesamte Starterfeld per GPS

Nach einem Testlauf im vergangenen Jahr wird in dieser Saison das gesamte VLN-Starterfeld von einem neuen GPS System überwacht, hiermit wird vor allem das Einhalten einer angemessenen Geschwindigkeit in den Abschnitten mit doppelt geschwenkter gelben Flagge ermittelt. «Wir sahen uns nach den Abbrüchen einiger Rennen dazu gezwungen dieses System verpflichtend für das gesamte Starterfeld einzuführen, es fand einfach zu viel rücksichtsloses Fahren statt,» begründet Peter Bröcher, VLN-Rennleiter. «Im Rundstreckenreglement des DMSB steht zwar nur, dass bei doppelt Gelb die Teilnehmer ihre Geschwindigkeit auf ein sicheres Maß verringern müssen. Aber manchmal war es trotzdem noch so, dass einige Fahrer mit unangepassten Geschwindigkeiten weit über 100 km/h durch diese Zonen fuhren.»

Auf Basis der bekannten Applikation GPSauge entwickelte die Firma GPSoverIP nun für die Organisation der Langstreckenmeisterschaft ein eigenes System, welches in der Rennleitung von zwei bis drei Personen bedient wird. Die Steuerung erfolgt recht einfach, mit Hilfe von iPads werden die betreffenden Bereichen vermerkt. «Wir haben die Streckenposten genauestens vermessen und in unsere App eingefügt. Durch einen einfachen Click können wir die jeweiligen Abschnitte als doppelt Gelb deklarieren, dies erfolgt sobald eine Meldung in der Rennleitung eingeht. Die Fahrzeuge senden uns mit einer Frequenz von 1Hz, also einmal pro Sekunde, ihre Position und Geschwindigkeit. Überschreiten sie die Geschwindigkeit von 60 km/h so wird dieses Vergehen gespeichert und ein Protokoll für jeden Verstoß erstellt, dieses können wir dann Ausdrucken und den betroffenen Teams vorlegen,» erklärte ein Vertreter von GPSoverIP.

Um auch später den Teams ihr Vergehen ausweisen zu können wurde eine Rückspulfunktion in das System eingebaut. «Damit können wir die strittigen Situationen den Teams noch einmal vor Auge führen. Wir können sie ihnen sogar noch einmal zusenden und sie können es sich dann in Google Earth darstellen lassen. Auch für die Fans ist die App in einem gewissen Umfang erreichbar, so können sie jederzeit während des Rennens die aktuellen doppelt Gelb Zonen abrufen. Auch können die Teams zusätzliche Informationen über ihre Fahrer und das Fahrzeug für die Fans hinterlegen.» Da die reale Geschwindigkeit meistens von der Tacho-Geschwindigkeit abweicht, räumt die Rennleitung den Fahrern eine gewisse Toleranz ein. «Diese behalten wir aber für uns, denn ansonsten könnten sich die Teams ja darauf einstellen,» erläutert Peter Bröcher.

Die Teilnehmer der Langstreckenmeisterschaft begrüßten die Einführung dieses GPS-Systems, allen ist klar, dass die Sicherheit das oberste Gebot ist. Einzig bemängelten einige Teilnehmer den auftretenden Ziehharmonika-Effekt beim Einfahren in die doppelt Gelb Zonen. «Da können manche Konkurrenten einfach noch Zeit gut machen, denn es hängt immer davon ab wann die Fahrzeuge vor einem mit ihrer Verzögerung beginnen. Auch entstehen teilweise brenzliche Situationen, denn es kann auch beim Verzögern zu einem Auffahrunfall kommen,» so ein Teamverantwortlicher. Auch beim 24h-Rennen wird das System zum Einsatz kommen.

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