WRC

Reifen werden auf unbekannten Wegen stark gefordert

Von - 12.09.2018 13:45

Die Rallye-Weltmeisterschaft betritt Neuland: Erstmals seit acht Jahren gastiert der Vollgaszirkus am kommenden Wochenende wieder in der Türkei, die Neuauflage ist für alle unbekanntes Terrain.

Anders als bei früheren Ausgaben dieses WM-Laufs ist nun die Region rund um die Küstenstadt Marmaris im Südwesten des Landes Schauplatz der Rallye. Sowohl für die Teams als auch für die Reifen hält die Veranstaltung zahlreiche Herausforderungen bereit. Auf den mit teils extrem rauem Schotter gespickten Wertungsprüfungen (WP) kann der Michelin LTX Force seine Stärken gekonnt ausspielen. Neben der härteren H4-Laufflächenmischung stellt die französische Premiummarke ihren Partnerteams den neuen LTX Force M6 zur Verfügung, der seine Wettbewerbspremiere bei der Rallye Finnland mit Bravour meisterte. In der WRC2 vertrauen zahlreiche Favoriten auf den Michelin Lattitude Cross S80 und H90.

Neues Terrain, neue Strecken, neuer Aufschrieb: Der türkische WM-Lauf ist für Teams und Fahrer eine Rallye der vielen Unbekannten. Auch bei der Abstimmung ihrer rund 380 PS starken Turbo-Allradler können die Lenkradakrobaten nicht auf Erkenntnisse aus den Vorjahren zurückgreifen, sondern müssen sich das passende Fahrzeug-Setup erst erarbeiten – beste Voraussetzungen also für ein spannendes Spektakel, denn hier starten alle bei Null. Wie bereits in Finnland nutzen die WRC-Partnerteams von Michelin an der Türkischen Ägäis den neuen Michelin LTX Force M6. Mit ihm hat die Marke aus Clermont-Ferrand ihr Portfolio an Schotterpneus zusätzlich zur härteren H4- und der weicheren S6-Variante um eine dritte Laufflächenmischung erweitert. Alle verfügen über das gleiche asymmetrische Profil und sind laufrichtungsgebunden. Aus diesem Angebot wählt Michelin gemäß Reglement vor jeder Schotter-Rallye jeweils zwei Typen aus. Für den zehnten von 13 WM-Läufen kommen daher der LTX Force M6 sowie die H4-Variante zum Einsatz.

Arnaud Rémy: «Trügerische Postkarten-Idylle»

«Die WM-Rallye Türkei ist für alle Teams vollkommen neu. Es gibt viele unbekannte Variablen wie etwa die Beschaffenheit der Strecken. Dementsprechend groß sind die Herausforderungen, die dieser Lauf bereithält», erklärt Arnaud Rémy, der Leiter des Rallye-WM-Programms von Michelin Motorsport. «Einer unserer Reifeningenieure machte sich während der Sommermonate vor Ort ein Bild von den Bedingungen. Wir gehen davon aus, dass diese Rallye sowohl für die Autos als auch für die Reifen sehr hart wird. Das gilt insbesondere für die jeweils zweite Schleife über die Prüfungen. Die malerische Postkarten-Idylle sollte nicht darüber hinwegtäuschen: Wer hier von der Ideallinie abkommt, könnte sehr schnell in ernsthafte Probleme geraten.»

Der anspruchsvolle Mix aus rauen Schotterpisten und felsigen Gebirgsstraßen setzt die Pneus bei der Rallye Türkei unter Dauerstress. Selbst bei diesen extremen Bedingungen vereinen die Michelin LTX Force-Schotterreifen große Leistungsfähigkeit und hervorragende Traktion mit hoher Zuverlässigkeit.

Der härtere Michelin LTX Force H4 überzeugt mit seiner großen Aufstandsfläche sowie der äußerst robusten Konstruktion. Er kombiniert besten Grip mit großer Langlebigkeit und ermöglicht hohe Kurvengeschwindigkeiten. Der H4-Pneu eignet sich insbesondere für harte Untergründe und Temperaturen über 15 Grad Celsius. Der Michelin LTX Force M6 basiert auf der gleichen, besonders widerstandsfähigen Karkasse. Er entfaltet sein volles Potenzial auf weichem Untergrund und feuchten Pisten, sein ideales Arbeitsfenster liegt bei Temperaturen unterhalb von 15 Grad Celsius.

Maximal 36 Reifen pro Auto

Beim türkischen WM-Lauf dürfen die World Rally Car-Piloten gemäß Reglement maximal 36 Reifen einsetzen – inklusive vier Pneus für den sogenannten Shakedown, den die Teams für finale Abstimmungstests unmittelbar vor der Veranstaltung nutzen. Während der gesamten Rallye können sie aus einem Kontingent von 24 M6- und 32 H4-Pneus wählen. In der WRC2-Klasse profitieren die Partnerteams der Marke vom bewährten Michelin Lattitude Cross H90 respektive dem weicheren S80. Inklusive der 580 Reifen für die gut 280 PS starken Turbo-Allradler der zweiten Liga bringt Michelin 1.380 Pneus an die türkische Riviera.

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