Ogier: «E-Fahrzeuge werden ein Thema sein»

Von Toni Hoffmann
WRC
Sébastien Ogier äußert sich zur Zukunft des Rallyesports

Sébastien Ogier äußert sich zur Zukunft des Rallyesports

Der sechsfache Rallye-Champion Sébastien Ogier glaubt, dass der Einsatz von Elektro-Fahrzeugen im Rallyesport ein Thema sein wird, die Hybrid-Technik werde auch im Rallyesport zur Anwendung kommen.

Der sechsfache Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier hat sich in der französischen Tagespresse zu der Zukunft des Rallyesports geäußert. Ogier glaubt, dass sich der Rallyesport der allgemeinen Entwicklung der Automobile und im Motorsport nicht verschließen dürfe. Das schließe auch den Einsatz von Elektro-Fahrzeugen, auch wenn diese bei den Fans mehr verpönt als gewünscht sind, ein. Zumindest sollte über die Hybrid-Technik stärker nachgedacht werden.

«Die Rallye-Weltmeisterschaft wird sich über kurz oder lang mit der elektrischen Energie beschäftigen müssen», erklärte Ogier. «Wir müssen uns bewegen und schnell auch die Wende machen, die andere Disziplinen schon gemacht haben. Das wird keine leichte Aufgabe sein, aber das ist die beste Möglichkeit, neue Hersteller zu gewinnen und auch gleichzeitig auf die Bedürfnisse unserer heutigen Gesellschaft zu antworten.»

Der 44-fache Gesamtsieger sprach auch noch andere Themen an. Er glaubt, dass eine Änderung des Austragungsformats auf nur zwei Wettbewerbstage inzwischen unabdingbar sei. «Wir hatten in diesem Jahr zu Recht eine tolle Saison, die letzten Rallyes waren in der Tat spannend, dennoch muss sich unser Sport weiterentwickeln», führte der neue Citroën-Pilot an. «Das Austragungsformat muss gestrafft werden. Drei Tage sind zu lang, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erfolgreich zu finden. Zwei intensive Tage mit mindest 300 Bestzeitkilometern dürften mehr Aufmerksamkeit finden.»

Auch das immer wieder heiß diskutierte Thema der Startreihenfolge spricht der Champion 2018 an. «Nach dem aktuellen Reglement haben Gastfahrer einen Vorteil. Das haben wir bei der Rallye Spanien mit Sébastien Loeb gesehen, der am ersten Tag mit den Schotterprüfungen eine ausgezeichnete Position hatte. Die Tatsache, dass Gastfahrer aus der Startposition einen Nutzen ziehen können, ist bestimmt nicht förderlich. Das verzerrt den Wettbewerb. Doch dieses Thema ist ziemlich kompliziert und wahrscheinlich schwer zu lösen.»

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