Latvala will 2020 auch ohne Vertrag fahren

Von Toni Hoffmann
Was ist mit Jari-Matti Latvala 2020?

Was ist mit Jari-Matti Latvala 2020?

Noch hat sich Toyota-Teamchef Tommi Mäkinen nicht zum Kader 2020 geäußert, die vakante Stelle des zu Hyundai abgewanderten Weltmeisters Ott Tänak muss besetzt werden, auch die Zukunft von Jari-Matti Latvala ist offen.

Noch steht hinter der sportlichen Zukunft von Jari-Matti Latvala, dessen Vertrag mit Toyota zum Saisonende ausläuft, ein Fragezeichen. Seine Leistungen in den beiden letzten Jahren allerdings sind keineswegs eine gute Empfehlung für eine Vertragsverlängerung, zumal Mäkinen mit Kalle Rovanperä liebäugelt.

Zudem kann auch die Entscheidung von Citroën für oder gegen eine mögliche Verlängerung des WM-Engagements 2020 mitzuspielen. Bei einer möglichen Beendigung des Engagements, es wäre dann die dritte, wäre auch der sechsfache Champion Sébastien Ogier frei und würde dann bestimmt auf der Wunschliste von Mäkinen ganz oben stehen.

Latvala scheint zu ahnen, dass seine Tage bei Toyota vielleicht gezählt sind. Gegenüber der finnischen Zeitung MTV erklärte er, dass er, falls ohne Werkscockpit, auf jedem Fall mindestens eine Rallye bestreiten werde, wie zum Beispiel Schweden oder Finnland.

«Die Situation ist im Augenblick die, dass es zwar positive Anzeichen, aber keine Lösung gibt», erklärte Latvala. «Ich bin von Anfang an im Team und möchte dort auch bleiben. Mein wichtigstes Ziel ist, mit Toyota weiterzumachen. Ich habe immer noch genügend Motivation und Begeisterung, 2020 zu fahren. Wenn dies bei Toyota nicht möglich ist, müssen andere Optionen in Betracht gezogen werden. Sollte ich nicht die ganze Saison fahren können, so möchte mindestens bei ein, zwei Rallyes starten.»

Dieses Jahr ist für Latvala die schlechteste Saison in der Rallye-Weltmeisterschaft als offizieller Werkspilot. Das weiß Latvala. Zum ersten Mal in seiner Karriere blieb er 2019 ohne Sieg. Allerdings gibt ihm der Wechsel von Tänak zu Hyundai ein wenig Hoffnung auf eine Weiterverpflichtung bei Toyota, weil er hofft, dass seine Erfahrung mit dem Rekordstart bei 208 WM-Rallyes auch zählt.

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