WM-Titelasprirant Evans: «Ich will in Monza siegen»

Von Toni Hoffmann
WRC
Elfyn Evans hofft auf ersten WM-Titel

Elfyn Evans hofft auf ersten WM-Titel

Der Brite Elfyn Evans steht nach der Absage der belgischen Premiere in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Ypern beim Finale am ersten Dezember-Wochenende im norditalienischen Monza vor seinem ersten WM-Titel.

Bei der WM-Premiere am norditalienischen Grand Prix-Kurs im Königlichen Park von Monza werden, falls nicht durch weitere Corona-Restriktionen abgesagt, die letzten 30 Punkte vergeben. Der Waliser Elfyn Evans tritt beim letzten von sieben Läufen als Tabellenführer mit 111 Punkten und einen Vorsprung von 14 Zählern auf seinen Toyota-Teamkollegen Sébastien Ogier und schon mit 24 Punkten vor Thierry Neuville (Hyundai) an.

Dann wäre Evans der dritte Weltmeister aus Großbritannien nach den verstorbenen Colin McRae (1995) und Richard Burns (2001). McRae war Schotte, Burns Engländer und Evans wäre als Waliser der dritte Champion aus dem Vereinigten Königreich mit den vier autarken Regionen (England, Schottland, Nordirland und Wales).

Evans könnte also in Monza mehr oder weniger in den Sicherheitsmodus schalten, das will er aber nicht und erklärte: «Wir werden nach Monza fahren, um die Rallye zu gewinnen, deswegen starte ich dort. Von meiner Seite aus ist die Meisterschaft angesichts der aktuellen Punktesituation immer noch ein sehr offenes Spiel.»

Er sagte weiter: «In gewisser Hinsicht ist der Titel natürlich näher, aber in Wirklichkeit sind die Dinge noch offen und in der verbleibenden Runde kann noch alles passieren, und das setzt voraus, dass Monza als eine vollwertige WM-Rallye gewertet wird und volle Punkte vergeben werden. Das erwarten wir. Man kann die Absage von Ypern von zwei Seiten betrachten. Wenn ich noch zwei Runden vor mir gehabt hätte, wäre noch eine Rallye übrig gewesen, um den verlorenen Boden auszugleichen. Sollte nun in Italien etwas schief gehen, ist der Job wahrscheinlich beendet, es wird keine Möglichkeit geben, Punkte aufzuholen.»

Evans fügte hinzu, dass er sich für die Organisatoren von Ypern fühlte und die Arbeit verstand, die erforderlich war, um eine WRC-Runde so schnell zu organisieren.

«Es ist so eine Schande», meinte er. «Ich weiß, dass die belgischen Organisatoren große Anstrengungen unternommen haben, damit ihre Veranstaltung in den WRC-Kalender aufgenommen wird, und wir freuten uns sehr auf die besonderen Herausforderungen bei dieser Rallye auf den Landstraßen um Ypern. Wir werden jetzt so viel wie möglich auf Monza konzentrieren.»

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