Arctic: Ott Tänak – Halbzeitmeister am Polarkreis

Von Toni Hoffmann
WRC
Der bislang punktlose Ott Tänak hat die erste Halbzeit des zweiten Laufes zur Rallye-Weltmeisterschaft am finnischen Polarkreis vor dem Lokalfavoriten Kalle Rovanperä gewonnen.

Ott Tänak ist auf dem besten Weg, die Schmach beim Saisonauftakt in Monte Carlo, wo er wegen seines Reifenpechs auf die letzte Etappe verzichten musste, vergessen zu lassen, Der Este dominiert im Hyundai i20 WRC die WM-Premiere der Rallye Arctic Finnland. Zur Rallyemitte lag er nach fünf von zehn schneebedeckten Prüfungen 23,6 Sekunden vor dem Lokalfavoriten Kalle Rovanperä im Toyota Yaris WRC. Der erst 20 Jahre alte Rovanperä hatte 2020 bei seinem Debüt in einem World Rally Car diese klassische Winterrallye im hohen Norden Finnlands gewonnen. 5,3 Sekunden hinter ihm musste sich der Ire Craig Breen, am Freitag noch Zweiter, bei seinem Saisoneinstand im Hyundai i20 WRC auf der dritten Position einordnen.

«Wir haben für heute einige Änderungen gemacht. Nun fühlt sich das Auto besser an», erklärte Tänak, Champion von 2019. «Es ist hier nicht einfach, Vertrauen ins Auto zu finden. Die letzte Prüfung war die beste.»

Rovanperä sagte: «Wir greifen an. An manchen Stellen war es ziemlich schmierig. Wir steigern uns.»

5,8 Sekunden hinter Breen reihte sich sein Teampartner, der WM-Dritte Thierry Neuville auf dem vierten Platz, und demonstrierte so die starke Performance der in Alzenau agierenden Motorsporttruppe von Hyundai mit drei i20 WRC unter den besten vier.

Der erst 19 Jahre alte Oliver Solberg schießt sich immer besser bei seiner WRC-Premiere auf den Hyundai i20 WRC ein. Er stieg auf den sechsten Platz (+ 51,3) auf, aber nur noch 1,1 Sekunden vor dem Japaner Takamoto Katsuta im Toyota Yaris WRC. «Ich habe an vielen Stellen wirklich hart gepusht, es gab auch Stellen, an denen ich zu vorsichtig war. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden», führte der Hyundai-Teenie Solberg an.

1,8 Sekunden zu Katsuta war der Abstand des auf Rang acht liegenden Tabellenführers Sébastien Ogier. «Es ist besser als gestern, aber was wir gestern verloren, können wir heute kaum gut machen», meinte Ogier.                                      

 

Stand nach der 5. von 10 Prüfungen

 

Pos.

Team/Nat/Fahrzeug

Zeit/Differenz

1

Tänak/Järveoja (EE), Hyundai

1:07:28,0

2

Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota

+ 23,6

3

Breen/Nagle (IRL), Hyundai

+ 28,9

4

Neuville/Wydaeghe (B), Hyundai

+ 34,7

5

Evans/Martin (GB), Toyota

+ 37,3

6

O. Solberg/Marshall (S/GB), Hyundai

+ 51,3

7

Katsuta/Barritt (JP/GB), Toyota

+ 52,4

8

Ogier/Ingrassia (F), Toyota

+ 54,2

9

Suninen/Markkula (FIN), Ford

+ 1:10,9

10

Greensmith/Edmondson (GB), Ford

+ 1:52,1

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