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Kenia: Leader Neuville trotzt Sturm und Regen
Im Gegensatz zur ersten Etappe verlief der zweite Abschnitt des sechsten Laufes zu Weltmeisterschaft bei der Rallye Safari ohne ganz großen Dramen, Thierry Neuville baut seine erste Afrika-Führung weiter aus.
WRC
Im Artikel erwähnt







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Anders als am Freitag mit einigen Ausfällen, großer Dramatik und mit einem turbulenten Schlussakt verlief der Samstag mit seinen sechs Entscheidungen nicht so dramatisch, vom Pech von Ott Tänak auf der letzten Tagesentscheidung, dem starken Sturm und dem plötzlich einsetzenden Regen am Ende abgesehen. Tänak musste in der Mitte der Prüfung anhalten, um die Windschutzscheibe seines Hyundai i20 WRC zu säubern, weil das Gebläse ausgefallen war. "Das Gebläse hat auf meiner Seite nicht funktioniert. Ich konnte nichts sehen. Auf der Beifahrerseite hat es gearbeitet. Es war unglaublich", erklärte Tänak, der deswegen mehr als zwei Minuten und den dritten Platz an Sébastien Ogier im Toyota Yaris WRC verlor und auf Rang vier (+ 2:21,2) abfiel, der dritte Rückschlag für den Esten in den letzten drei Läufen.
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Angesichts der sicheren Führung von Thierry Neuville im Hyundai i20 WRC war kein Wechsel an der Spitze zu erwarten. Der WM-Dritte Neuville baute zu Tagesbeginn mit seinen vierten Bestmarke seine Führung aus, überließ danach die Bestzeiten seinen Verfolgern und verwaltete seine Spitzenposition. Nach 13 von 18 teils extrem harten Prüfungen, später Sturm und Regen ging der fünffache Vizechampion Neuville mit einem komfortablen Vorsprung von 57,4 Sekunden auf den Japaner Takamoto Katsuta (Toyota Yaris WRC) und von 1:15,5 Minuten auf Ogier in die letzte Übernachtungspause. Dennoch war Neuville trotz seiner sicheren Führung nicht zufrieden, weil am Ende Sturm aufkam und Regen einsetzte: "Ich ging hier einiges Risiko ein, weil ich wusste, das Ogier zwölf Minuten vor uns auf der Strecke war. Für ihn muss die Strecke viel trockener gewesen sein als bei uns. Ich pushte aber, um nicht zu viel Zeit zu verlieren. Ich bin froh, durchgekommen zu sein." Der Sturm und der Regen setzten auch Katsuta zu: "Das war am Ende sehr gruselig! Am Anfang war es in Ordnung, aber plötzlich kam ein Sturm auf und im Regen konnte ich nichts sehen. Okay, ich bin jetzt hier."
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Der 52fache Gesamtsieger Ogier setzte auf den sechs Tagesentscheidungen drei Mal die Bestmarke, allerdings nur das Pech von Tänak hievte ihn auf das imaginäre Tagespodium. "Es war verdammt hart. Ich konnte nichts sehen. Ich hatte zudem das Gefühl, als führe ich auf Eis."
Die M-Sport-Piloten Gus Greensmith und Adrien Fourmaux rangierten in den beiden Ford Fiesta WRC auf den Platzen fünf und sechs, vor dem am Freitag auf der letzten Prüfung ausgeschiedenen Kalle Rovanperä im Toyota Yaris WRC.
Nach dem Re-Start waren die Freitag-Opfer Rovanperä, Elfyn Evans (Toyota Yaris WRC), Dani Sordo (Hyundai i20 WRC) und Lorenzo Bertelli (Ford Fiesta WRC) wieder im ostafrikanischen Schotterrennen dabei, während Oliver Solberg wegen des beschädigten Sicherheitskäfig seines Hyundai i20 WRC verzichten musste. Tapfer schlägt sich der mit 91 Jahren älteste WM-Teilnehmer Sobielaw Zasada, der dreifache Europameister aus Polen, im Ford Fiesta Rally4 bei seinem neunten Start in Kenia nach 24 Jahren Pause. 1997 beendete er zusammen mit seiner Frau Ewa im Mitsubishi Lancer auf Rang 12 seine bis dahin letzte Rallye Safari. Bei seinem Comeback zählt für den rüstigen Rallye-Rentner nur die Zielankunft. Bisher kam er durch und wurde auf 26. Rang notiert. Nur noch liegen fünf Prüfungen vor ihm.
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Zwischenstand nach 13 von 18 Prüfungen Pos. Team/Nat/Fahrzeug Zeit/Differenz
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1 Neuville/Wydaeghe (B), Hyundai 2:45:04,6 2
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Katsuta/Barritt (JP/GB), Toyota + 57,4 3 Ogier/Ingrassia (F), Toyota
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+ 1:15,5 4 Tänak/Järveoja (EE), Hyundai + 2:21,2
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5 Greensmith/Patterson (GB/IRL), Ford + 2:39,4 6
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Fourmaux/Jamoul (F/B), Ford + 2:52,4 7 Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota
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+ 11:04,3 8 O. Rai/Sturbrock (EAK/GB), VW GTi + 25:59,1
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9 Patel/Khan (EAK), Ford Fiesta + 31:31,8 10
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Tundo/Jessop (EAK), VW GTi + 33:26,0
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