Volkswagen-Drama beim Deutschland-Finale

Von Toni Hoffmann
WRC
Neuer Deutschland-Leader: Kris Meeke

Neuer Deutschland-Leader: Kris Meeke

Die ADAC Rallye Deutschland und Volkswagen finden einfach nicht zueinander. Die Wolfsburger erlebten beim Finale ein Desaster mit dem ersten Komplettausfall des offiziellen Teams.

Drama für Volkswagen beim Heimspiel in der Rallye-Weltmeisterschaft. Nach dem Ausschieden des Weltmeisters Sébastien Ogier am Samstagmorgen landete auch dessen führender Teamkollege Jari-Matti Latvala im VW Polo auf der ersten der vier letzten Prüfungen der ADAC Rallye Deutschland im Abseits. Der WM-Zweite Latvala rutschte als klarer Spitzenreiter von der nassen Piste ins Aus. Das Wolfsburger Projekt «vorzeitige Titelentscheidungen» beim WM-Heimspiel ist wie im Vorjahr erneut gescheitert, nur noch viel schlimmer, denn im letzten Jahr erreichten beide VW Polo nach diversen Problemen auf den Plätzen sieben und 17 wenigstens das Ziel. Latvala hatte vor seinem Unfall noch 56,6 Sekunden souverän geführt.

Und wieder Citroen  

Die Führung wechselte zum Briten Kris Meeke im Citroën DS3 WRC mit einem Vorsprung von 8,.4 Sekunden auf den belgischen Vize-Weltmeister Thierry Neuville im Hyundai und 34,7 Sekunden vor dem spanischen Vorjahressieger Dani Sordo in einem weiteren Hyundai. Die Rallye Deutschland ist somit auch im 13. WM-Jahr fest in der Hand von Citroen, der seit der WM-Premiere 2002 nonstop in Trier gewonnen hatte. Meeke ist nun auf Kurs zu seinem ersten WM-Sieg.  

«Es tut mir leid für Jari-Matti. Ich hoffe, er ist okay. Es war so rutschig - beinahe wie Monte Carlo. Ich machte zu Beginn einen riesigen Fehler - und anhand der Linien auf der Straße haben das auch viele andere getan. Wir haben nun 10 Sekunden Vorsprung, aber es ist noch ein langer Weg», sagte Meeke.  

Und Neuville meinte: «Ich bekam die Nachricht [wegen Latvala] gegen Ende. Ich wäre kurz vor dem Ende fast selbst abgeflogen, daher bin ich erleichtert, durchgekommen zu sein.»  

Mit einem Abstand von 19,5 Sekunden hielt Andreas Mikkelsen im letzten verbleibenden VW Polo R WRC die blau-weiße Wolfsburger Fahne auf halbmast. «Es war auf der Prüfung sehr glatt. Man hatte keinen Grip. Wir hatten deswegen auch einen Dreher», führte Mikkelsen an.

Bei M-Sport hat sich Elfyn Evans als Gesamtfünfter wieder vor seinen Teamkollegen Mikko Hirvonen (beide Ford Fiesta RS WRC) gesetzt.  

Stand nach der 15. von 18 Prüfungen:

1. Meeke/Nagle (GB/IRL) Citroën DS3 WRC: 2:31.43,7 h.
2. Neuville/Gilsoul (B) Hyundai i20 WRC: + 8,4 sec.
3. Sordo/Marti (E) Hyundai i20 WRC: + 34,7
4. Mikkelsen/Floene (N) VW Polo R WRC: + 54,2
5. Evans/Barritt (GB) Ford Fiesta RS WRC: + 1:05,9
6. Hirvonen/Lehtinen (FIN) Ford Fiesta RS WRC: + 1:10,2
7. Østberg/Andersson (N/S) Citroën DS3 WRC: + 1:17,4
8. Prokop/Tomanek (CZ) Ford Fiesta RS WRC: + 3:54,5
9. Kuipers/Buysmans (NL/B) Ford Fiesta RS WRC: + 7.23,1
10. Maurin/Klinger (F) Ford Fiesta R5; + 9:29,1

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