Audi holt sich knappen Doppelsieg auf dem Nürburgring

Von Oliver Müller
Nürburgring Langstrecken-Serie
Audi R8 LMS vorne: Start frei für das 6h Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie

Audi R8 LMS vorne: Start frei für das 6h Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie

Christopher Mies, Kelvin van der Linde und Mattia Drudi gewinnen im Audi R8 LMS den Saisonhöhepunkt der Nürburgring Langstrecken-Serie. Weiterer Audi und ein Ferrari 488 GT3 ebenfalls auf dem Podium.

Das ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen ist das Highlight der Nürburgring Langstrecken-Serie (früher VLN) – beispielsweise alleine schon deswegen, da es zwei Stunden länger geht, als die übrigen Meisterschaftsläufe. In diesem Jahr diente das Rennen auch als Vorbereitung auf die legendären 24h am Nürburgring, die wegen Corona bekanntlich auf das Wochenende des 26./27. September verschoben wurden. Auch um sich auf den Eifel-Klassiker vorbereiten zu können, wurden stattliche 33 GT3-Fahrzeuge in der Gesamtsieg-Klasse SP9 gemeldet.

Am Ende der 6-Stunden-Distanz gab es einen Audi-Doppelsieg. Der Triumph ging an Christopher Mies, Kelvin van der Linde und Mattia Drudi im R8 LMS, der unter der Bewerbung Audi Sport Team eingesetzt wurde - jedoch von Land-Motorsport technisch betreut wurde. Dieses Fahrzeug hatte das Rennen bereits von der Pole-Position aus gestartet. Zweiter wurden die Markenkollegen Markus Winkelhock, Christopher Haase, Mirko Bortolotti und Robin Frijns (ebenfalls Audi Sport Team – jedoch vorbereitet von Car Collection). Das Podium komplettierten Björn Grossmann und Luca Ludwig im Ferrari 488 GT3 von schweizerischen Rennstall Octane 126.

Erst in der letzten Runde fiel die Entscheidung. Insgesamt 14 Führungsrunden gingen auf das Konto des Octane 126-Ferrari, aber in der Schlussphase musste die Schweizer-Equipe Zittern und Bangen. «Von der dritten Runde meines Stints an war Spritsparen angesagt. Wir haben eine mutige Strategie gewählt. Am Ende wurde das Rennen dann buchstäblich länger und länger. Rund eine Minute vor Ablauf der Zeit bin ich nach acht Runden über Start-Ziel. Danach musste ich echt rollen lassen», so der 31-jährige Ludwig. «In der letzten Runde konnte ich nicht mehr pushen und musste beide Audi ziehen lassen. Am Ende ist mir Platz drei aber lieber als ohne Sprit am Rand parken zu müssen.»

Die beiden Audi-Teams waren von dem kampflosen Ferrari überrascht. «An dem Luca vorbei zu kommen, war aber irgendwie zu einfach», sagte Mies, «Trotzdem freue ich mich über den Sieg. Die letzten Runden haben sehr viel Spaß gemacht, mit Mirko im Paarflug über die Nordschleife zu jagen.» Drudi ergänzte: «Ich bestreite meine erste Nordschleifen-Saison – da ist ein Sieg natürlich fantastisch.»

Auch die Zweitplatzierten waren mit dem Ergebnis zufrieden. Das Quartett kann zudem die schnellste Rennrunde (7:57,777 Minuten) für sich verbuchen. «Wir haben am Schluss sicherlich nicht die Brechstange ausgepackt, denn unser Ziel war, beide Autos sicher ins Ziel zu bringen», so Winkelhock. «Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Wir haben die richtige Pace für das 24h-Rennen – da wollen wir am Ende ganz oben stehen.»

Auf Gesamtrang vier fuhr das Mercedes-AMG Team GetSpeed mit den Raffaele Marciello, Maximilian Götz, Maximilian Buhk und Fabian Schiller. Dahinter kam der BMW M6 GT3 von ROWE RACING mit Philipp Eng, Alexander Sims, Nick Catsburg und Nick Yelloly auf Rang fünf. Das schnellste Pro-Am-Fahrzeug pilotierten Klaus Abbelen, Lance David Arnold und Alex Müller für Frikadelli Racing (Porsche 911 GT3 R). Hier das vorläufige Ergebnis zum Nachlesen

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