ADAC Formel 4

Prema Powerteam: Das Team hinter Mick Schumacher

Von - 19.08.2016 11:30

Mick Schumacher kämpft in dieser Saison mit dem Prema Powerteam um den Titel in der Formel 4. SPEEDWEEK.com stellt die italienische Erfolgsmannschaft näher vor.

Angelo Rosin wuselt durch das Teamzelt. Hier ein paar kurze Anweisungen, dort ein prüfender Blick auf das aufgebockte Auto. Zwischendurch verschwindet er immer wieder im Teamtruck.

Parallel verteilt Grazia Troncon Kappen und Autogrammkarten an die Fans, die das Prema Power Team belagern. Klar: Sie sind wegen Mick Schumacher da. Denn der Sohn des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters fährt in dieser Saison der Formel 4 für die italienische Traditionsmannschaft.

Eine Mannschaft, die 1983 von Teamchef Rosin gegründet wurde und von Troncon gemanagt wird. Finanzielle Unterstützung erhält der Rennstall unter anderem von Mode-Tycoon und Selfmade-Milliardär Lawrence Stroll. In dieser Saison bestreitet das Prema-Team erstmals auch eine komplette Saison in der deutschen Nachwuchsserie.

Für Schumacher also die beste Schule auf dem Weg nach oben. Theoretisch sogar bis in die Formel 1, denn neben der Formel 3 starten die Italiener nun auch in der GP2.

Doch bis in die Königsklasse ist es für Schumacher noch ein weiter Weg. Auch wenn der wohl überlegt und geplant ist und immer mehr Konturen annimmt. In seinem zweiten Jahr fährt der 17-Jährige sowohl in der deutschen als auch in der italienischen Formel 4 um den Titel mit.

Auch wenn seine Entwicklung in allen Bereichen und die Ausbildung für eine professionelle Karriere als Rennfahrer im Vordergrund steht, geht es bei Prema unter dem Strich auch um Siege und Titel – vielleicht noch mehr als bei anderen Teams.

«Er macht einen wirklich guten Job. Er hat sich in den vergangenen Monaten stetig entwickelt und Schritte nach vorne gemacht. Er verbessert sich in allen Bereichen, aber natürlich gibt es immer etwas zu verbessern», sagte Troncon im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Das Team hinter Schumacher: Der 17-Jährige hat mit Luca Brambilla ebenso wie seine Teamkollegen einen eigenen Chefmechaniker. Sein Renningenieur ist Carlo Cristofori, hinzu kommen Dateningenieur Benoit Ma und ein weiterer Mechaniker. Erfahrene Leute, die einen wichtigen Beitrag für die nächsten Schritte der Piloten leisten. Doch natürlich arbeiten alle im Team eng zusammen.

Bei der Arbeit mit seinem Team ist Schumacher «sehr gewissenhaft», erklärt Troncon: «Er will alles wissen, die grundlegenden Dinge sind in ihm, er will immer wieder Neues entdecken, um sich dort zu verbessern, wo er vielleicht noch Probleme hat.»

Schumacher ist dabei stets in der Lage, dem Team richtiges und wichtiges Feedback zu geben. Auch wenn in einer Serie wie der Formel 4 Entwicklungen am Auto eingeschränkt sind, was die Klasse eben auch so umkämpft und schwierig macht. «Er ist auf dem Weg, seine technischen Fertigkeiten zu entwickeln, um die größeren Serien in Angriff nehmen zu können», so Troncon.

Der nächste logische Schritt für Schumacher ist die Formel 3. Dabei trifft wie schon in der Vergangenheit das Schumacher-Lager in erster Linie die Entscheidung, wie es für Mick weitergehen wird.

Man hört aber heraus, dass der Rennstall nicht abgeneigt wäre, mit Schumacher weiterzumachen, auch wenn Troncon es so explizit nicht sagen will. Sie fürchtet, es könnte unnötige Schlagzeilen und Spekulationen nach sich ziehen. «Das ist eine Option, wir sind ein Top-Team in der Formel 3. Es ist aber noch nichts entschieden», sagte Troncon.

Gespräche haben laut Troncon noch nicht stattgefunden, Sondierungen für die neue Saison wird es wohl ab September geben. Es läuft alles behutsamer ab als in der Königsklasse, der Nachwuchs soll sich in erster Linie auf das Fahren und Lernen konzentrieren.

Doch klar ist: Es ist nicht von Nachteil, wenn ein Fahrer das Team von der Pike auf kennt. Die Formel 3 ist zudem das Kerngeschäft der Italiener, dort stellten sie in den vergangenen vier Jahren den Champion, und dort kann Schumacher das tun, was er tun muss, um die nächsten Schritte zu machen: Auto fahren, so viel wie möglich. Und das auf hohem Niveau.

Und ohne Frage können die Italiener Nachwuchsausbildung, die haben sie sich schließlich auf die Fahne geschrieben. «Niemals aufhören zu arbeiten, sich niemals so fühlen, als sei man schon angekommen», beschreibt Troncon das Prema-Geheimnis. Und irgendwo ist es wohl auch das Motto von Mick Schumacher.

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© SPEEDWEEK.COM
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