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Portrait der neuen Champions des ADAC GT Masters
Michael Ammermüller und Christian Engelhart konnten in einem spannenden Finale den Meistertitel im ADAC GT Masters gewinnen. Im Portrait werden die beiden Porsche-Piloten nochmals näher vorgestellt.
ADAC GT Masters
Im Artikel erwähnt


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Michael Ammermüller und Christian Engelhart haben es geschafft: Mit Platz vier im Sonntagsrennen holten die Porsche-Piloten ihren ersten Titel im ADAC GT Masters. Bemerkenswert: Ihnen gelang der Erfolg in der Premierensaison ihres Rennstalls SSR Performance in der Liga der Supersportwagen. "Von diesem Moment habe ich in meiner inzwischen langen ADAC GT Masters-Karriere immer geträumt", freute sich Engelhart. "Ich habe darauf hingearbeitet, heute ist es endlich so weit." Auch Michael Ammermüller zog natürlich eine positive Bilanz: "Mit Christian habe ich einen klasse Teampartner an meiner Seite, wir haben über die ganze Saison hinweg wenige Fehler gemacht und können wirklich stolz auf uns sein!"
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Als Ammermüller und Engelhart vor dieser Saison zu SSR Performance wechselten, war es eine Reise ins Unbekannte, hatte doch der Rennstall aus München bis auf einen ADAC GT Masters-Gaststart 2019 in Hockenheim noch nie ein Rennen bestritten. "Im vergangenen Winter hatte ich mir natürlich die Frage gestellt, was ich machen soll", so Engelhart. "Wir haben Gespräche geführt und ich habe das Projekt und die Menschen dahinter kennengelernt. Das hat mich sehr überzeugt. Zudem war Porsche für mich schon immer eine Marke mit einer hohen Anziehungskraft. Die Entscheidung für den 'neuen' Weg war, wie wir jetzt wissen, goldrichtig." Dass der langjährige Lamborghini-Werkspilot und Partner Ammermüller mit ihrem Wechsel zu SSR Performance richtig lagen, zeigte sich schon beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring. Gleich im ersten Rennen gelang ihnen der erste Podestplatz. Beim folgenden Wochenende auf dem Nürburgring folgten die erste Pole-Position und der erste Sieg, beim dritten Event in Hockenheim Triumph Nummer zwei und erstmals - für ein Rennen - die Tabellenführung. Mit konstanten Platzierungen in den folgenden Läufen hielten sich die beiden Bayern in der Spitzengruppe der Meisterschaft, ehe sie beim Saisonfinale groß auftrumpften: Mit sieben Punkten Rückstand angereist, übernahmen sie nach Pole-Position und Sieg am Samstag wieder die Tabellenführung, die sie mit Platz vier im Finalrennen erfolgreich verteidigten und sich ihren ersten Titel im ADAC GT Masters sicherten. Und dies sportlich verdient: Ihre drei Saisonsiege sind Bestwert, kein anderes Team hat 2020 in der Liga der Supersportwagen mehr als einmal gewonnen. Einen Nuller leisteten sie sich dagegen nur einmal. Für beide Fahrer hat es bis zum Titelgewinn im ADAC GT Masters einige Jahre gedauert. Der ehemalige Formel-1-Testfahrer Ammermüller debütierte bereits 2010 in der "Liga der Supersportwagen". Danach folgten 2011 und 2017 nur zwei weitere komplette Saisons, in denen er jedoch mit jeweils einem Sieg sein Können unter Beweis stellte. Der Pilot aus Rotthalmünster in Niederbayern machte sich stattdessen vor allem in Porsche-Markenpokalen einen Namen.
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Er wurde zweimal Zweiter im Porsche Carrera Cup Deutschland und gewann von 2017 bis 2019 drei Titel im internationalen Porsche Supercup. "In den Porsche-Serien saß ich immer alleine im Auto und war sozusagen selbst für mein Glück verantwortlich", so Ammermüller. "Mit Christian im Team funktioniert es nun richtig, wir sind ein eingespieltes Duo, harmonieren gut - ich könnte mir keinen passenderen Teamkollegen vorstellen." Vor seiner Zeit im GT-Sport stand Ammermüller sogar kurz vor der Formel 1, doch der Bruch eines Kahnbeins verhinderte den Aufstieg in die Königsklasse. Statt ihm wurde 2007 ein gewisser Sebastian Vettel vom Team Toro Rosso unter Vertrag genommen.
Christian Engelhart kam über Kartrennen, die Formel ADAC BMW und Tourenwagen-Rennen in Österreich zum GT-Sport. Auch er startete erfolgreich im Porsche Carrera Cup. 2011 feierte er auf dem Red Bull Ring ein siegreiches Debüt im ADAC GT Masters, 2012 holte er die meisten Saisonsiege und wurde Gesamtdritter. Im vergangenen Jahr verpasste er als Gesamtzweiter den Titel nur knapp. Mit insgesamt 15 Rennsiegen ist der Starnberger der zweiterfolgreichste Fahrer in der Geschichte der Liga der Supersportwagen. Nur ein Titel fehlte noch - bis jetzt.
"Michael und Christian ergänzen sich sehr gut", so Stefan Schlund. "Es fängt schon damit an, dass sie gleich groß und schwer sind und somit von der ganzen Struktur ähnlich sind, was vieles für das Team einfacher macht." SSR-Teamchef Wolfgang Hatz ergänzt: "Eine der großen Stärken von Christian ist, dass er sehr analytisch ist. Er arbeitet sehr viel mit Daten und versucht herauszufinden, was war gut, was nicht, und was könnte man besser machen. Michael auf der anderen Seite ist der intuitivere Fahrer. Er ist auch sehr nervenstark. Beide arbeiten sehr gut zusammen. Sie wissen, dass man im ADAC GT Masters nur miteinander Erfolge sammelt. Jeder nimmt das Beste vom anderen, um das optimale Ergebnis zu holen. Sie bilden ein starkes Team."
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