Der letzte Tanz der GT1

Von Oliver Runschke
ALMS
Abschiedsvorstellung für GT1-Corvette

Abschiedsvorstellung für GT1-Corvette

Am Samstag endet in Long Beach die Ära der GT1-Boliden in der ALMS.

Corvette Racing bittet zum letzten Tanz mit der GT1-C6.R nach Kaliforniern. 100 Minuten dauert die Abschiedsvorstellung der beiden letzten GT1-Ballermänner im ALMS Starterfeld am Samstag in Long Beach. Bei Corvette Racing stehen auf der Abschiedstournee mit der GT1-C6 in diesem Jahr drei Einsätze auf dem Plan: Sebring, Long Beach und Le Mans. Danach ist Werksseitig schluss mit der GT1-Klasse. Sebring wählte Corvette als Le Mans-Vorbereitung, der letzte Einsatz auf amerikanischem Territorium in Long Beach ist ein Zugeständnis an das Marketing: Südkalifornien ist innerhalb der USA einer der wichtigsten Märkte für Corvette.

«Wenn die Zielflagge in Long Beach fällt, schliesst sich ein Kapitel, das es so nie wieder in der Geschichte der Corvette geben wird,» glaubt Corvette Racing-Chef Doug Fehan. «Im gleichem Zug ergeben sich aber mit der weltweit einheitlichen GT-Klasse ab dem kommenden Jahr neue Möglichkeiten. Das ist für das Team eine grosse Herausforderung und in unserem neuem GT2-Programm wird sich alles das wiederfinden, das die Corvette zu einer Referenz in der GT1-Klasse gemacht hat!»

Insgesamt zehn Jahre dauerte die Corvette-GT1-Ära in der ALMS. Gleich 1999, im ALMS-Gründungsjahr, stieg Corvette Racing mit der C5-R ein und kämpften in den Anfangstagen noch gegen die mächtige Dodge Viper GTS-R. Zehn Jahre später ist die ALMS-Bilanz von Corvette Racing rekordverdächtig. In 101 ALMS Rennen gelangen mit der C-5.R und der seit 2005 eingesetzten C6.R insgesamt 69 Klassensiege. Der Löwenanteil mit 38 Siegen ging auf das Konto der bis heute eingesetzten C6.R. Die Fahrer und die Markenwertung der letzten acht Jahre ging nach Detroit, insgesamt durften sich die Corvette-Piloten über 13 Meistertitel freuen. «Über die Jahre hatten wir grossartige Rennen gegen Viper, Ferrari, Saleen, Maserati und Aston Martin,» erinnert sich Corvette-Stammfahrer Johnny O´Connell. «Mit dem neuem GT2-Program stossen wir nun aber in eine noch härter umkämpfte Klasse vor.»

In den letzten beiden Jahren waren die Werks-Corvette in der GT1-Klasse meistens unter sich. In der ALMS wurden die gelben von Pratt & Miller in Hudson bei Detroit aufgebauten Corvette zuletzt 2006 von Aston Martin hergefordert. Die Duelle zwischen der C6.R und dem DBR9 gehörten zweifellos zu den Highlights in den letzten zehn Jahren ALMS.

Dem Zuspruch der Fans tat die mangelnde Konkurrenz in der GT1-Klasse keinen Abbruch, die Corvette-Fankultur hatte längst eine Eigendynamik entwickelt. Die Schlangen vor den Corvette-Trucks waren bei den Autogrammstunden mindestens doppelt so lang als bei den anderen Teams, die Parkplätze der Corvette-Clubs an der Strecke voller als bei jedem anderen Hersteller.

Zwei Rennen müssen Corvette Fans nun auf Ihr Werkssteam verzichten. Seid Ende März läuft die GT2-Corvette im Testbetrieb, beim Rennen in Mid Ohio kehrt Corvette Racing dann mit der GT2-C6 in die ALMS zurück.

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