Dakar Auto

Alonso erlebt die Härte der Rallye Dakar

Von - 07.01.2020 10:27

Schon gleich auf der zweiten Prüfung der 42. Rallye Dakar bekam der zweifache Formel 1-Weltmeister Fernando Alonso im Toyota Hilux die bittere Härte des Marathon-Klassikers zu spüren.

Der Langstrecken-Champion Fernando Alonso nahm den starken Rückschlag am zweiten Tag seiner Dakar-Premiere wohl eher nolens volens sportlich. Er begann sein Dakar-Debüt am Sonntag mit einem guten Einstand und erreichte im Toyota Hilux zusammen mit seinem erfahrenen Beifahrer Marc Coma den elften Platz. Hierdurch motiviert startete der zweifache Le Mans-Sieger gut in die zweite Etappe und markierte bei Kilometer 100 die vierbeste Tageszeit.

Bekanntlich aber liegen bei der Rallye Dakar Glück und Pech sehr dicht beieinander. Diese bittere Erfahrung musste der Dakar-Neuling bei Kilometer 160 machen. Er traf im dichten Stauben einen Felsen und riss dabei das linke Vorderrad samt Aufhängung ab. Alonso hatte nun die Wahl. Entweder lange auf den Service-Truck zu warten oder versuchen, so gut es geht, alles mit den an Bord befindlichen Werkzeug und Mitteln zu reparieren.

Alonso und Coma entschieden sich für die Reparatur und holten sich Anweisungen per Funk. Nach 2:30 Stunden hatten sie die Notreparatur durchgeführt und konnten mit gebremstem Tempo weiterfahren. Sie fielen auf den 63. Gesamtrang zurück.

«Die Sicht war so gut wie null», berichtete Alonso von seinem Pech. «Wir mussten im dichten Staub der Autos vor uns fahren. Wir fuhren fast blind, bis wir etwas mit dem Vorderrad trafen.»

Trotz dieses großen Rückschlags gab sich Alonso als Sportler. «Ich bin froh, dass wir das Ziel erreichen und die Rallye fortsetzen konnten. Es ist mein Ziel, meine erste Rallye Dakar zu beenden. In Sachen Rhythmus ist es noch nicht so toll, weil wir heute viel Zeit verloren haben. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Tagen wieder einiges herausfahren können. Wir sind von den geplanten 5.000 Wertungskilometern nur etwa 700 Kilometer gefahren. Es ist noch ein langer Weg.»

Alonso führte weiter aus: «Ich hoffe, dass wir schneller sind, wenn wir bessere Sicht haben. Mein Beifahrer Marc kennt sich mit der Navigation sehr gut aus. Abgesehen von dem Pech aber läuft das Auto gut. Ich muss Erfahrung sammeln, und davon hatte ich bisher nicht wenig.»

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