Neue Herausforderungen für Philipp Kreisel

Von Toni Hoffmann
Philipp Kesser und Daniel Foissner

Philipp Kesser und Daniel Foissner

Die diesjährige ADAC 3-Städte-Rallye sorgt für ein echtes Gipfeltreffen. Die Fahrer der Österreichischen Staatsmeisterschaft (ORM) messen sich mit der Elite der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM).

Mittendrin statt nur dabei: Philipp Kreisel und Beifahrer Daniel Foissner im Skoda Fabia Rally2 Evo. Ziel der beiden Rallye-Novizen: ein Platz unter den besten Zehn.

Der Weg zum Rallyesport wurde Philipp Kreisel quasi in die Wiege gelegt. Wer in Freistadt im Mühlviertel aufwächst, erlebt die alljährliche Begeisterung für die dort stattfindende Jänner-Rallye von frühester Kindheit hautnah mit. Der Kreis schloss sich, als Daniel Foissner im Jahr 2018 zum mittlerweile von Philipp Kreisel gegründeten und erfolgreichen Unternehmen Kreisel Electric wechselte und dort das Thema Motorsport forcierte.

Es folgten die Aufträge für die Lieferung des elektrischen Antriebsstrangs in der FIA Rallycross-Weltmeisterschaft (WorldRX) und wenig später - zusammen mit der Firma Compact Dynamics - des Hybrid-Kits in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Die Idee zum Aufbau eines vollelektrischen Rally2-Fahrzeugs war anschließend ein logischer Schritt, «aber ich wollte verstehen, was wir entwickeln», erinnert sich Philipp Kreisel zurück.

Um den Rallyesport zu verstehen, setzte er sich selbst hinter das Steuer und feierte bei der Herbst Rallye Dobersberg 2019 seine Premiere. Diese endete mit einem Achtungszeichen: Philipp Kreisel und Beifahrer Daniel Foissner landeten im Skoda Fabia R5 auf dem sechsten Gesamtrang. «Wir hatten sehr viel Spaß und ich konnte hier wirklich viele Erfahrungen gewinnen», sagt Philipp Kreisel.

Klares Ziel vor Augen

Viele Gelegenheiten, um die gewonnen Erkenntnisse im Rallyesport zu vertiefen, ergaben sich für das Duo jedoch nicht. Coronabedingte Absagen im letzten Jahr, neue berufliche Projekte, die Zeit beanspruchten, verhinderten weitere Auftritte. Wenn Philipp Kreisel und Daniel Foissner am kommenden Freitagnachmittag über die Startrampe der ADAC 3-Städte-Rallye rollen, dann wird es erst ihr fünfter Einsatz sein. Dennoch sind die Ziele hochgesteckt. «Wir möchten in die Top-10 fahren», so Philipp Kreisel. «Aber das wird bei diesem Starterfeld eine große Herausforderung.»

Über 100 Fahrer haben ihre Nennung für die ADAC 3-Städte-Rallye (https://3-staedte-rallye.de) abgegeben, an der Spitze stehen beachtliche 17 Fahrzeuge der Topkategorie ‚Rally2‘. «Das Kräftemessen mit den DRM-Piloten ist eine super Sache. So etwas darf sich in Zukunft gerne öfter wiederholen», sagt Philipp Kreisel, der erneut im Skoda Fabia Rally2 evo von Baumschlager Rallye & Racing (BRR) antreten wird.

Insgesamt 172 Wertungskilometer, verteilt auf 13 Sonderprüfungen sind zu absolvieren. Gefahren wird am Freitag und Samstag (15. und 16. Oktober) in der Region Mühlviertel bis hin zum Bayrischen Wald. «Die Strecken sind wie immer Neuland für mich. Aber ich habe schon gehört, dass sie sehr anspruchsvoll sein sollen. Ein Teil der Rallye wird im Dunkeln gefahren, was für zusätzliche Spannung sorgt und für mich eine erneute Herausforderung sein wird. Ich kann jedoch auf das Wissen von Raimund Baumschlager und BRR zählen», so Philipp Kreisel.

Erster Einsatz im elektrischen RE-X1

Doch nicht nur die ADAC 3-Städte-Rallye steht im Fokus. Bereits eine Woche später feiert Philipp Kreisel bei der Herbstrallye seine Premiere im vollelektrischen Skoda Kreisel RE-X1. Mit diesem innovativen Fahrzeug sorgte Kreisel Electric zusammen mit seinem Partner BRR bereits weltweit für Schlagzeilen und das Projekt soll künftig noch weiter ausgebaut werden. «Der Elektroantrieb hat auch im Rallyesport ein gewaltiges Potenzial und wir wollen für Begeisterung bei den Fans sorgen. Dafür tun wir alles. Die größte Herausforderung ist im Moment die Reichweite, aber wir arbeiten an einer neuen Akku-Generation, die über eine doppelte Kapazität bei gleichem Bauraum und Gewicht verfügt», verrät Philipp Kreisel.

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