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Braun zu BMW-Junioren: Mit Original nur wenig zu tun
Rainer Braun begrüßt die Wiedergeburt des BMW Junior-Teams. Er betont aber: Mit dem Original aus den 70er Jahren habe das nur wenig zu tun.
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Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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BMW holt sein legendäres Junior Team zurück, nach mehr als 40 Jahren feiert das Ausbildungsprogramm der Münchner ein Comeback. 1977 sorgten Eddie Cheever, Manfred Winkelhock und Marc Surer als Pioniere der Nachwuchsförderung in der Motorsport-Welt für Furore.
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2020 geht eine neue Generation an den Start: Dan Harper, Max Hesse und Neil Verhagen bekommen eine auf zwei Saisons angelegte Ausbildung. Unter anderem absolviert das BMW Junior Team die komplette Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie VLN sowie das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Für Kommentatoren-Legende Rainer Braun, der als "Stimme der DTM" die Serie zwölf Jahre lang begleitet hatte, ist das kein Vergleich zu den Anfangszeiten des Junior Teams. Auch wenn einer der Mentoren der Mann ist, der 1977 das erste BMW Junior Team gegründet hat: Jochen Neerpasch.
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"Bei aller Begeisterung über die Wiedergeburt des legendären BMW Junior-Teams - mit dem Original von 1977 hat das nur wenig zu tun. Wenn die neuen Junioren 43 Jahre später bei der VLN und den 24 Stunden ein umfangreiches Lern-Programm auf dem Nürburgring absolvieren, kann man das nicht mit den denkwürdigen Auftritten der Herren Surer, Cheever und Winkelhock in der Rennsportmeisterschaft von 1977 oder von Marc Hessel und Eric van der Poele in der DTM 1987 vergleichen", schrieb Braun auf Facebook.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Damals sei die Zielsetzung von Neerpasch gewesen, dass sich die drei Junioren im Spitzensport als Werksfahrer gegen andere Werksteams bei gnadenlosen Sprintrennen behaupten sollten, so Braun. "So junge Burschen in die Arena zu werfen, hatte bis dahin noch kein Sportchef gewagt. Das Experiment gelang, die Zuschauer waren begeistert und die etablierten Top-Piloten hatten ihre liebe Not mit den wilden Kerlen in ihren BMW 320."
In der Tat hätte das neue BMW Junior Team in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft mit etwas weniger jugendlichem Übermut bereits alles gewinnen können. Winkelhock wird Punktbester in der kleinen Klasse und Dritter im Gesamtklassement, Cheever und Surer teilen sich punktgleich Rang 5. Alle drei Fahrer machten danach rasch ihren Weg bis in die Formel 1: Cheever bereits 1978, Surer 1979 und Winkelhock folgte 1982. Braun: "Ähnlich lief das zehn Jahre später in der DTM ab - hier blieben die beiden Junioren Hessel und van de Poele im M3 bis zum Finale heiße Titelanwärter und am Ende ging der Titel sogar an den Belgier." Eric van de Poele setzte sich in der Gesamtwertung knapp gegen Manuel Reuter durch, Marc Hessel wurde knapp dahinter Dritter.
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Brauns Fazit: "Die Aufgabenstellungen von 1977 und 1987 sind nicht mit denen des Jahres 2020 vergleichbar - die neuen Junioren haben es bei den Langstrecken-Wettbewerben innerhalb ihrer Klassen wesentlich einfacher als ihre Kollegen vor 43 und 33 Jahren. " Für ihn gebe es nur eine Gemeinsamkeit der BMW-Junior-Teams von damals und heute: Mentor Jochen Neerpasch. "Der ist inzwischen 80 Jahre alt und betreut die Buben jetzt erneut. Was für eine tolle Aufgabe. Schön, dass BMW Motorsport seinen verdienstvollen Ex-Sportchef nochmal aktiviert hat - da werden sofort wieder große Erinnerungen wach an die wildesten Tourenwagen-Schlachten aller Zeiten. Die werden aber so nie wieder kommen - dafür sorgen allein schon die Sportkommissare..." Das ist dann wieder ein ganz anderes Thema.
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