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ARD zu Sat.1: So stark sind die TV-Quoten gesunken

In 15 Jahren hat sich die DTM verändert, ebenso die Medienlandschaft wie auch der Zuschauer selbst. Wir zeichnen die Entwicklung der TV-Quoten in der DTM in diesem Zeitraum nach.

DTM

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Es ist immer relativ einfach, einen Trend anhand von Zahlen zu belegen. Schließlich sind die Zahlen das Griffigste, das man zur Verfügung hat. Macht man das in der DTM, ist die Sache klar: Es geht nur noch abwärts.

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Denn seit 2011 sinken die Quoten im Fernsehen Jahr für Jahr. 2005 waren es noch fast zwei Millionen, vor acht Jahren schauten immerhin noch 1,43 Millionen Menschen zu. Im Schnitt wohlgemerkt.

2017 im letzten Jahr in der ARD waren es nur noch 0,89 Millionen Fans. Rund eine halbe Million Anhänger hatte die Serie also innerhalb weniger Jahre verloren.

Seit die DTM in Sat.1 läuft, ging es erwartungsgemäß noch ein Stück runter, 2018 und 2019 übertrug der Privatsender, bei dem die Quote auf rund 600.000 Fans fiel und sich dort stabilisierte beziehungsweise im zweiten Jahr sogar wieder leicht anstieg. Unter dem Strich steht ein Verlust von rund 1,3 Millionen Zuschauern seit 2005.

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Soweit der erste Blick. Aber natürlich gibt es auch immer den zweiten. Dass sich das Zuschauer-Verhalten verändert hat, weg vom klassischen Fernsehen hin zu YouTube, Streaming-Diensten und Co. Dass der Motorsport generell mit einem Zuschauerrückgang zu kämpfen hat. Auch die Medienlandschaft hat sich verändert, teilweise drastisch. Klar ist demnach: Es gibt viele Faktoren, die zu einer Quote beitragen.

Zum Vergleich: RTL kam 2019 bei den Formel-1-Übertragungen auf einen Schnitt von rund vier Millionen. 2005 waren es noch knapp sieben Millionen. Zu den besten Zeiten von Michael Schumacher saßen sogar bis zu 12 Millionen Fans vor den Flimmerkisten.

"Der Kunde heißt Fan", so der interne Grundsatz in der Tourenwagenserie. Und der Fan will unterhalten werden, eine gute Show sehen. "Den interessiert nicht, aus welchem Material die Pleuel gebaut sind, welche Verbrennungsprozesse im Motor ablaufen, wie die Aerodynamik im Detail funktioniert. Er kann es von Auto zu Auto auch gar nicht unterscheiden", sagt DTM-Chef Gerhard Berger. Der Fan will guten und ehrlichen Motorsport sehen, die berühmten Rad-an-Rad-Duell, spannende Rennen, coole Typen, geile Autos. Und keine Spielchen oder eine Verkomplizierung oder Politisierung der Serie.

Die DTM muss deshalb stetig an sich arbeiten, das "Produkt" weiterentwickeln, um die Zuschauer zu binden und neue zu gewinnen.

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Doch auch Sat.1 kann mehr machen. Der Vertrag mit dem Privatsender wurde im November um zwei weitere Jahre verlängert.

"Wir könnten schneller sein, könnten noch mehr Stimmen haben, mehr senden, mehr Themen machen, Ich würde gerne die verschiedenen Typen noch mehr herausstellen. Damit man die Jungs noch besser kennenlernt", sagte Sat.1-Moderatorin Andrea Kaiser SPEEDWEEK.com, vonseiten der DTM wäre "ein bisschen mehr Show gut, mal einen richtigen Superstar bringen wie Pink. Mehr Synergien vernetzen, mehr auf Social Media machen. Ein bisschen jünger denken."

Unter dem Strich sei es "eine Serie geworden, die richtig Spaß macht. Nach dem ersten Rennen habe ich eine Nachricht von Familie Vettel bekommen, dass es richtig Spaß macht zuzuschauen. Man merkt, dass jemand das Sagen hat, der Racing haben möchte. Ich hätte gern nur noch mehr Rennen in Deutschland. Aber sie geht in eine gute Richtung", sagte Kaiser.

So haben sich die Quoten entwickelt:

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2005: 1,94 Millionen

2006: 1,66 Millionen

2007: 1,44 Millionen

2008: 1,35 Millionen

2009: 1,39 Millionen

2010: 1,23 Millionen

2011: 1,43 Millionen

2012: 1,35 Millionen

2013: 1,20 Millionen

2014: 1,09 Millionen

2015: 1,01 Millionen (erstmals wieder zwei Rennen pro Wochenende)

2016: 0,94 Millionen

2017: 0,89 Millionen

Wechsel zu Sat.1

2018: 0,595 Millionen

2019: 0,616 Millionen

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