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Stühlerücken in der DTM: Wer fliegt, wer rückt nach?

Bruno Spengler hat den Anfang gemacht, der Kanadier verlässt nach 15 Jahren die DTM. Wie sieht die Situation auf dem Fahrermarkt jetzt aus, wer fliegt noch, wer rückt nach?

DTM

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Die DTM ist nicht dafür bekannt, dass es in der Winterpause verrückt wird oder hoch hergeht. Die Hersteller sind in der Regel auf Konstanz bedacht, personelle Schnellschüsse gibt es keine und wenn auch nur punktuelle Veränderungen.

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Beispiele: Seit der Saison 2017, also seit der Reduzierung von acht auf sechs Autos, hat Audi nur einen Fahrer ausgetauscht. Robin Frijns ersetzte zur Saison 2018 den zurückgetretenen Mattias Ekström. Oder anders gesagt: Seit drei Jahren setzen die Ingolstädter im Grunde auf das gleiche Personal.

Bei BMW war da schon mehr Fluktuation, wenn auch nicht viel mehr. Nach 2017 tauschten die Münchner zwei Fahrer aus, Philipp Eng und Joel Eriksson ersetzten Maxime Martin und Tom Blomqvist. 2019 rückte Sheldon van der Linde für Augusto Farfus in den Kader. Unter dem Strich sind das vier Wechsel in drei Jahren bei zwei Herstellern.

Konstanz oder Konkurrenzkampf: Argumente gibt es für beide Seiten. Audi hat mit dem Festhalten an einen großen Kern an Fahrern gezeigt, dass diese Strategie sehr viel Erfolg haben kann. 2017 und 2019 gab es das Triple aus Fahrer-, Hersteller- und Teamwertung.

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Doch wie sieht es für 2020 aus?

Eine Überraschung präsentierte BMW am Dienstag, als man Urgestein Bruno Spengler nach 15 Jahren vor die DTM-Tür setzte, der Ex-Meister hat zumindest für die Tourenwagenserie ausgedient.

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt hatte mehrmals betont, dass nach der schwachen Saison 2019 eine genaue und intensive Analyse erfolgt. Zum einen soll der M4 DTM besser werden. Zum anderen könnte man aber auch auf neue Gesichter setzen. Ein neues gibt es also schon mal. Weitere Verabschiedungen sind nicht ausgeschlossen.

Ist jetzt Platz für Robert Kubica? Er hat bei den Testfahrten in Jerez einen guten Eindruck hinterlassen und betont, dass er in die DTM möchte. Sein Vertrag bei Williams läuft aber noch bis Jahresende.

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Nach dem Verlust seines Platzes im Red-Bull-Kader ebenfalls bei BMW im Gespräch: Lucas Auer. Der Neffe von DTM-Chef Gerhard Berger hat mehrere Optionen, wie es für ihn nach der Saison in der Super Formula weitergehen könnte. Er könnte auch in Japan bleiben und dort in der Super GT antreten. Verkündet der Österreicher heute etwas? Immerhin hat er in Wien kurzfristig zu einem Pressegespräch geladen. Offiziell, um die Saison Revue passieren zu lassen.

Und Aston Martin? R-Motorsport-Teamchef Florian Kamelger hat sich stets lobend über sein Quartett geäußert, das man durch die Schwäche von Aston Martin sowieso nicht nur stur nach Punkten oder der Platzierung beurteilen darf.

Was seine Fahrer betrifft, hat sich Kamelger das Pokerface der Konkurrenz bereits perfekt angeeignet. Denn wenn über etwas in der DTM in der Regel gar nicht gesprochen wird, dann sind es Verträge.

"Wir haben Verträge mit den Fahrern und darüber werde ich in der Öffentlichkeit nicht sprechen", sagte der Teamchef auf die Frage, ob er 2020 auf das Quartett um die Routiniers Paul di Resta und Daniel Juncadella sowie die Rookies Jake Dennis und Ferdinand von Habsburg setzt. Hört man Kamelger zu, spricht nichts dagegen. Doch offiziell sucht man noch Motorenpartner und Einsatzteam. Unklar, ob dies Einfluss auf die Fahrerwahl haben könnte.

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Keine Überraschung gibt es wohl aus Ingolstadt: Audi will auch in der kommenden Saison auf das bewährte Personal setzen. Also Meister René Rast, Vize Nico Müller, Ex-Champion Mike Rockenfeller und die Routiniers Frijns, Loic Duval und Jamie Green. Die gelebte Kontinuität hat sich 2019 ja ausgezahlt.

Am schnellsten in Sachen Fahrer war übrigens das Audi-Kundenteam: WRT hat seine Fahrerpaarung bereits letzte Woche bekanntgegeben. Die Belgier tauschen aus und fahren 2020 mit Ed Jones und Fabio Scherer. Es muss also nicht immer Kontinuität sein.

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