Habsburg in der Lagerhalle: Helfer in der Coronakrise

Von Andreas Reiners
DTM
Ferdinand von Habsburg

Ferdinand von Habsburg

Ferdinand von Habsburg wäre jetzt eigentlich bei den DTM-Testfahrten in Hockenheim. Doch nach der Absage wegen des Coronavirus tut der Kaiserurenkel Gutes.

Ferdinand von Habsburg grinst in die Kamera. Es ist 1.50 Uhr in der Nacht zu Dienstag, als er sich in seiner Instagram-Story zu Wort meldet. Eigentlich hätte er zu dem Zeitpunkt irgendwo rund um Hockenheim im Bett gelegen, um fit zu sein für die DTM-Testfahrten.

Er hatte sich in quasi letzter Sekunde ein Cockpit beim Audi-Kundenteam WRT gesichert. Da die Tests wegen des Coronavirus jedoch abgesagt wurden, musste von Habsburg wieder zurück zum österreichischen Bundesheer, wo er seinen Grundwehrdienst ableistet.

Zeit also, Gutes zu tun: Der 22-Jährige arbeitet mit anderen Kollegen in einer Lagerhalle mit Lebensmitteln für Supermärkte in Österreich, die ähnlich wie in Deutschland wegen des Coronavirus auch mit Hamsterkäufen zu kämpfen haben.

«In dieser Krisenzeit wurden wir als Sportsoldaten des Heeresleistungssportzentrums einberufen, um in der Nachtschicht unter der Woche auszuhelfen, um alle Geschäfte am Laufen zu halten, damit genug Zeug hereinkommt für die Leute, die es wirklich brauchen», sagte von Habsburg, dessen Vater Karl auch an dem Virus erkrankt ist. Er zeigt allerdings nur leichte Symptome.

«Wir beginnen immer um zehn Uhr abends, machen durch, dann schlafen und trainieren wir. Das ist ein bisschen ein neuer Schlafrhythmus, aber es fühlt sich gut an, dabei zu sein, ein bisschen auszuhelfen. Speziell in meiner Altersgruppe sind wir relativ unbeeinflusst davon, was passiert. Deswegen bin ich stolz, dass ich helfen und etwas beitragen kann», sagte er.

Und bestätigte mit Blick auf die Kollegen: «Die Motivation ist hoch. In der nächsten Woche haben wir etwas zu tun in der Nacht.» Um 5.33 Uhr war Feierabend. «Komplett erledigt, aber stolz, einen kleinen Beitrag geleistet zu haben», schrieb von Habsburg. Auch in der zweiten Nacht meldete er sich mit einem kurzen Clip aus den Lagerhallen.

Das werde er jetzt jeden Tag machen, ehe die zusätzliche Hilfe nicht mehr benötigt werde, meinte er: «Aber es sieht so aus, als würde das noch eine Weile der Fall sein.»


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