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Flörsch und Hawkey: Wer tritt in Lohrs Fußstapfen?

Von Andreas Reiners
Sophia Flörsch

Sophia Flörsch

Sophia Flörsch und Esmee Hawkey sind die Frauen Nummer zwölf und 13 in der Geschichte der DTM. Sie wurden vor dem Auftakt in Monza gefragt: Wer tritt in die Fußstapfen von Ellen Lohr?

Sophia Flörsch zeigte schnell auf. «Ich», lachte sie, als sie auf die Frage antwortete, welche der beiden Frauen in der neuen DTM in die Fußstapfen von Ellen Lohr tritt. Sprich: Wer von beiden als zweite Frau ein DTM-Rennen gewinnt?

Lohr gelang das 1992 in Hockenheim, ansonsten schaffte das keine Frau, obwohl neben Lohr Lella Lombardi (1984, Alfa Romeo), Henny Hemmes (1984-1985, Chevrolet) Beate Nodes (1985-1988, Ford), Traudl Klink (1986, Ford), Annette Meuvissen (1988-1991, BMW), Vanina Ickx (2006-2007, Audi), Katherine Legge (2008-2010, Audi), Mercedes Stermitz (1988, BMW), Susie Wolff (2006-2012, Mercedes-Benz) und Rahel Frey (2011-2012, Audi) an den Start gingen.

Flörsch und Esmee Hawkey sind nun die Frauen Nummer zwölf und 13 in der DTM.

«Wir haben eine lange Saison vor uns, wir beide werden unser Bestes geben. Und klar: Alle im Grid haben das gleiche Ziel. Wir werden sehen, wer es möglicherweise schafft», sagte Flörsch zum Auftakt des ersten Rennwochenendes in Monza.

Für sie ist die DTM ebenso Neuland wie ein GT3-Auto, mit dem in der Traditionsserie in dieser Saison erstmals gefahren wird. Sie findet sich ein in die für sie neue Materie. «Es wird von Runde zu Runde besser. Mein Problem ist, dass ich zwischen zwei Programmen hin- und herspringe und zwischen einem Auto mit viel Aero und einem mit wenig. Das ist ziemlich hart», sagte Flörsch, die neben der DTM in der Langstrecken-WM (WEC) in einem LMP2-Auto sitzt.

Bei den ersten beiden Trainingssessions hatte Flörsch noch einen deutlichen Rückstand zur Spitze, am Mittag waren es 1,65 Sekunden, am Nachmittag 1,51 Sekunden.

«Im Training fährt jeder sein eigenes Programm, wir auch. Man weiß nie, wie viel die anderen zeigen. Im Qualifying zählt es, dann legen alle die Karten auf den Tisch», sagte die 20-Jährige, die mit dem Nachmittag nicht so zufrieden war.

«Das erste Training war relativ gut, das zweite war nicht so gut. Mal sehen, wie die Quali wird, das ist das Entscheidende. Und solange das Rennen gut läuft, ist alles gut», so Flörsch.

Hawkey kam relativ kurzfristig in die DTM, vor allem über ihren Sponsor Rokit. Sie hatte deshalb kaum Vorbereitungszeit. Und bleibt deshalb zurückhaltend, auch wenn sie im Training einen ordentlichen Eindruck hinterließ, am Nachmittag vor Flörsch 13. wurde. «Es ist ein großer Sprung in die DTM, ein Sprung ins kalte Wasser. Das Ziel ist, die ganze Saison über zu lernen», sagte sie.

Angesprochen auf ihre Erwartungen für Monza meinte sie: «Ich halte meine Erwartungen so niedrig wie möglich. Ich bin hier, um mein Bestes zu geben und zu lernen. Wir wollen uns immer weiter verbessern.»


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