Timo Glock: Wenn du einmal Scheiße an den Hacken hast

Von Andreas Reiners
DTM
Timo Glock im Duell mit Mike Rockenfeller

Timo Glock im Duell mit Mike Rockenfeller

Für Timo Glock lief am Wochenende in Oschersleben nichts zusammen. Sein Fazit: Manchmal gibt es solche Tage.

Es war für Timo Glock nicht nur ein Rennen zum Vergessen. Für den BMW-Piloten war gleich das ganze Rennwochenende in Oschersleben der berühmte Griff ins Klo. Der 31-Jährige hatte von allem etwas. «Egal, was wir angefasst haben. Es ging voll in die Hose. Voll. Wenn du einmal die Scheiße an den Hacken hast am Wochenende…», so Glock nach dem Rennen im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Was war passiert? Los ging es bereits im Training und im Qualifying, als Glock an seinem «Gelben Biest» Probleme mit der Servolenkung hatte. Kleiner Fehler, große Wirkung, wie sich im Nachhinein herausstellte: Ein Stecker war schlicht nicht richtig eingesteckt worden. «Es gibt eine Verbindung zwischen der Batterie und der Servolenkung. Da war ein Stecker zwar zusammengesteckt, aber nicht eingerastet.»

Glock zitterte einige Stunden lang um den Start beim zweiten Saisonrennen, ehe der Fehler gefunden wurde. Bis dahin hatte er in beiden Einheiten erst knapp sieben Runden absolviert. Doch im Rennen wurde es von Startplatz 19 aus nicht viel besser.

Dabei war Glock mit seinem M4 eigentlich das ganze Wochenende gut unterwegs. Die Balance war da, Glock fühlte sich wohl. «Ich glaube, wir hätten nicht schlecht ausgesehen und der Antonio (Felix da Costa) hat es auch gezeigt. Vom Auto her waren wir da. Nur haben wir das Glück eben nicht gehabt», so Glock. Sein Teamkollege Felix da Costa landete in dem verrückten Rennen auf dem elften Platz.

Und auch für Glock ließ sich das Rennen gut an. Nach dem Start hatte er sich im Regenchaos von Oschersleben sogar bis auf Platz elf vorgearbeitet. Doch dann kam die 14. Runde. Nach dem Re-Start duellierte sich Glock mit Audi-Pilot Edoardo Mortara, dreht sich und verlor einige Plätze.

Rockenfeller komplett ignoriert

«Dann habe ich mich wieder an Mattias Ekström herangekämpft und habe ihn außen herum überholt. Dabei habe ich mich aber nur auf Ekström konzentriert. Und dann sehe Rocky auf einmal vor mir stehen wie eine Wand. Ich habe ihn einfach komplett ignoriert, keine Ahnung, ich habe mich komplett falsch eingeschätzt. Ich habe gemerkt: ‚Shit, ich bin viel zu schnell‘ und versuche noch zu bremsen.»

Doch zu spät. Glock dreht sich von der Strecke und fällt aus. Dass beim Aussteigen dann noch die Tür seines BMW aus der Halterung sprang, war das i-Tüpfelchen. Auch wenn es keine Absicht war. «Das passt echt. Das rundet dieses Wochenende ab.»

Dabei war vor allem das Rennen ganz nach dem Geschmack von Glock. «Ich habe heute echt Spaß gehabt. Das war eine echte Herausforderung, das Auto auf der Strecke zu halten. Das macht schon Laune», so Glock, der sogar genau nachgerechnet hatte: Gerade einmal 137 Kilometer absolvierte er über das ganze Wochenende. «Ich hoffe einfach nur, dass ich alles weg habe und dass der Rest des Jahres gut läuft. Das wäre wünschenswert.»

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