«Komplexe Angelegenheit»

Von Marcus Lacroix
Ausgiebige Analyse: Ungar mit Di-Resta-Ingenieur Axel Randolph

Ausgiebige Analyse: Ungar mit Di-Resta-Ingenieur Axel Randolph

HWA-Mercedes-Konstrukteur Gerhard Ungar zum enttäuschenden Abschneiden in Barcelona.

Die enttäuschende Pace im Rennen hat bei HWA natürlich eine ausgiebige Analyse in Gang gesetzt. Nach einem angesichts des Mehrgewichts starken Qualifying bauten die 2009er-C-Klassen über die Distanz – an sich immer eine Paradedisziplin der Schwaben – überraschend stark ab. Ein Dreifachsieg für Audi war die Folge.

Sind Mercedes am Rennsonntag die Temperaturen davongelaufen?

«Gute Frage», entgegnet HWA-Cheftechniker Gerhard Ungar. «Pauschal ist sie aber nicht zu beantworten. Was Paul Di Resta betrifft, waren wir im ersten Stint deutlich näher dran als im zweiten oder dritten. Wir hatten 10 Kilo drin, dazu gab es an seinem Auto einige Beschädigungen im Bereich des Frontsplitters. Vielleicht haben die Temperature eine Rolle gespielt, vielleicht lagen wir auch einfach nur beim Set-up etwas daneben, weil wir uns etwas mehr aufs Qualifying konzentriert hatten.»

Dass die 2009er-C-Klasse hochgradig sensibel reagiere und daher schwer abzustimmen sei, könne «man so nicht sagen», verweist Ungar. «Die Abstimmung in der DTM ist eine sehr komplexe Angelegenheit – egal ob beim 2008er- oder 2009er-Auto. Zumal die Zeit am Rennwochenende nicht sonderlich üppig bemessen ist.»

Der Test am Montag und Dienstag dieser Woche mit Spengler und Di Resta auf dem EuroSpeedway Lausitz hat vor allem der Verfeinerung des Set-up-Prozeders gedient. Ungar: «Zwar war ein Tag nass und die Bedingungen andere als in Barcelona, aber natürlich haben wir uns bemüht, für solche Dinge besser sortiert zu sein.»

Beim bevorstehenden Rennen in Dijon sind die 2009er-Autos von Mercedes und Audi wieder gleich schwer, der ITR-Test im April hat den Teams die eine oder andere Erkenntnis beschert. Prognosen wagt Ungar dennoch nicht: «Wir glauben, auf gleicher Ebene mit der Konkurrenz kämpfen zu können. Alles weitere ist kaum vorherzusehen.»

Die Sorge vor Reifenschäden auf der schnellsten Strecke im Kalender ist allgegenwärtig. «Die Strecke beansprucht die Reifen stark, darauf muss man sich einstellen», sagt der Pforzheimer. «Es werden aber andere Bedingungen herrschen als beim Test, die Kerbs wurden modifiziert und werden eventuell andere Kurvengeschwindigkeiten zulassen. Man wird erst am Samstag eine Bestandsaufnahme machen können.»

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