Eisspeedway-WM: Dmitry Khomitsevich Halbzeit-Leader

Von Thomas Schiffner
Im Finale: Kononov, Khomitsevitch und Ivanov (v.l.)

Im Finale: Kononov, Khomitsevitch und Ivanov (v.l.)

Das einzige Eisspeedway-WM-Finale des Jahres 2021 in Togliatti eröffnete am Samstag die erste Halbzeit mit den erwartet überlegenen Russen und einem packenden Vierkampf um den Titel. Zorn und Simon verblüfften.

In den 20 Heats bei besten Bedingungen schlug jeder der vier Favoriten Daniil Ivanov, Igor Kononov, Dmitry Khomitsevich und Dinar Valeev jeden anderen und so standen vor dem Finale Khomitsevich und Kononov mit 14 sowie Valeev und Mega-Lada-Star Ivanov mit je 13 Zählern da. Dieses Jahr gibt es nur noch einen Finallauf der vier Besten und danach eine WM-Punkteverteilung 20-18-16-14-12-11-usw., ohne Rücksicht auf die erzielten Laufpunkte.

Im rein russischen Endlauf gewann Khomitsevich den Start, sofort griff Kononov an, während Ivanov vom letzten Platz nicht wegkam. Das Duell der beiden Ersten war mörderisch, doch Ex-Weltmeister Khomitsevich behielt knapp die Oberhand.

Kann Kononov am Sonntag (Start 14 Uhr Ortszeit, 11 Uhr MEZ) zurückschlagen und vor Khomitsevich gewinnen, wären beide punktgleich und es käme zu einem Stechen um den Titel.

Was die fast renn- und trainingslosen Deutschsprachigen in Togliatti zeigten, war zumindest erstaunlich: Franky Zorn wurde mit 9 Punkten Sechster und damit bester Nicht-Russe, er ließ Shishegov und den jungen Anisimov hinter sich. Der Salzburger gewann gleich seinen ersten Start gegen Kononov, musste dann aber zurückstecken. «Das Eis war ganz anders als am Freitag und ich habe keinen Druck gefunden, ich war etwas instabil. Platz 5 wäre drin gewesen.»

Der beste Lauf des Tages war Nummer 17, Zorn gegen Harald Simon. Das ewige Prestigeduell endete knapp für Simon, der vom letzten Platz wie ein Torpedo an allen vorbeigeschossen war. Der selbstbewusste Waldviertler zu seinem super Lauf: «Alle meine Läufe waren gut.» Außer Heat 14: In der zweiten Runde sprang dem Österreicher der zweite Gang raus, eine Runde später rollte das Bike aus. «Wir haben den Fehler noch nicht gefunden», sagte Haralds Onkel Beppo Böhm, der die zweite Maschine fertigmachen musste.

Die größte Überraschung des Renntags war Markus Jell. Ohne ein Rennen und ohne einen Meter Training kam der Landshuter auf 5 Punkte und Platz 10, damit ist er viertbester Nicht-Russe. Aber das war nicht die Überraschung: Jell begann den Tag mit einem Nuller, weil er im ersten Start die Kupplung verbrannte. Im zweiten Lauf kam er beim Versuch Franky Zorn innen zu überholen über die blaue Linie – Disqualifikation. In Durchgang 3 griff Jell in der ersten Kurve Ivanov (!) an, fiel dann aber noch hinter Valeev zurück. So holte er seine Punkte aus nur drei Läufen, wobei im letzten Durchgang Ala-Riihimäki vor ihm disqualifiziert wurde. «Das hat alles erstaunlich gut funktioniert. Da sieht man, dass das Fitnesstraining über den Winter Wirkung zeigt», strahlte der Niederbayer.

Nicht zufrieden ist Luca Bauer mit seinem 15. Platz und zwei Punkten, trotz Betreuung durch Vater Günther und Rekord-Weltmeister Nikolai Krasnikov: «Eine Katastrophe, der erste Lauf war okay, aber die nächsten vier waren unterirdisch. Es war wie bei den letzten Rennen, als wäre ich noch nie Eisspeedway gefahren. Gegenüber dem was ich im Training fahre, war es einfach schlecht.»

Ergebnis Eisspeedway-WM-Finale Togliatti, Tag 1:

1. Dmitry Khomitsevich (RUS), 14+3 Laufpunkte / 20 WM-Punkte
2. Igor Kononov (RUS), 14+2 / 18
3. Dinar Valeev (RUS), 13+1 / 16
4. Daniil Ivanov (RUS), 13+0 / 14
5. Nikita Toloknov (RUS), 10 / 12
6. Franz Zorn (A), 9 / 11
7. Andrej Shishegov (RUS), 8 / 10
8. Harald Simon (A), 8 / 9
9. Aki Ala-Riihimäki (FIN), 6 / 8
10. Markus Jell (D), 5 / 7
11. Lukas Hutla (CZ), 5 / 6
12. Andrej Anisimov (RUS), 5 / 5
13. Andrej Divis (CZ), 3 / 4
14. Pavel Nekrassov (KZ), 3 / 3
15. Luca Bauer (D), 2 / 2
16. Jasper Iwema (NL), 1 / 1

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