HRC stellt Werksteam: Honda hat genug von Niederlagen

Von Ivo Schützbach
Endurance-WM

Drei Niederlagen in Folge gegen Erzrivale Yamaha schmerzen Honda. Deshalb wird es 2018 für das «Suzuka Eight Hours» erstmals seit zehn Jahren wieder ein offizielles Werksteam geben.

2017 sahen wir Werksteams der Honda Racing Corporation (HRC) in MotoGP, der Motocross- und Supercross-WM sowie bei der Rallye Dakar. Für 2018 kommt ein weiteres Team HRC in der Japanischen Superbike-Meisterschaft und für das Acht-Stunden-Rennen in Suzuka dazu. Unter dem Begriff HRC gab es ein solches Team seit zehn Jahren nicht mehr.

HRC brachte sich bereits 2017 massiv in der Japanischen Meisterschaft und in Suzuka ein. Takumi Takahashi wurde mit der neuen Honda CBR1000RR Fireblade SP2 Japanischer Meister.

In Suzuka erlitt Honda gegen Yamaha trotz des neuen Motorrads erneut eine schmerzhafte Niederlage, für die Teams F.C.C. TSR (Aegerter, de Puniet, Hook) und MuSASHI RT HARC-PRO (Takahashi, Miller, Nakagami) blieben nur die Ränge 3 und 4. Auch ohne technische Probleme hätte Honda gegen das Yamaha-Werksteam mit Nakasuga, Alex Lowes und van der Mark keine Chance gehabt.

Ob HRC das diesjährige werksunterstützte Team F.C.C. unter der Flagge von HRC starten lassen wird, oder ob ein neues Team aus dem Boden gestampft wird, ließen sich die japanischen Manager bislang nicht entlocken. Sicher ist: MuSASHI macht eigenständig weiter.

Honda hat sich in der Superbike-WM 2017 mit der neuen Fireblade bis auf die Knochen blamiert, die dritte Niederlage in Folge in Suzuka schmerzt Honda Japan aber noch mehr.

«Suzuka zu gewinnen, ist für die japanischen Hersteller wie MotoGP-Weltmeister zu werden», weiß Patrick Jacobsen, der für Honda 2015 Vizeweltmeister in der Supersport-Klasse wurde und nächste Saison im Satelliten-Team Triple-M Honda seine erste Saison Superbike-WM fährt.

«In Suzuka messen sich alle Hersteller mit Superbikes, das ist das größte Rennen in Japan, es geht um Stolz. Alle Werksteams versuchen unglaublich hart, dieses Rennen zu gewinnen. 2016 war ich Teamkollege von Dominique Aegerter und Kazuma Watanabe. Das Rennen lief nicht so gut, wir hatten gleich zu Beginn ein Problem, Aegerter stürzte in der vierten oder fünften Runde. Am Ende wurden wir 14. oder so.»

Der New Yorker wäre 2018 gerne Teil des Teams: «Ich bin mir sicher, dass mich Honda fragen wird. Ich liebe es, nach Japan zu reisen und Teil dieses unglaublichen Rennens zu sein. Gerne würde ich dort wieder fahren, das wäre fantastisch. Das ist eines der wichtigsten Rennen für Honda, für mich ist es ein Vergnügen, dieses zu bestreiten.»

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