BES Paul Ricard: Haase und Mies siegen im Audi

Von Oliver Runschke
Erster Saisonsieg für Audi in der BES

Erster Saisonsieg für Audi in der BES

WRT-Trio Christopher Haase, Christopher Mies und Stéphane Ortelli gewinnt im Audi R8 LMS ultra dritten Lauf der Blancpain Endurance Series.

Taktik beherrschte den dritten Lauf der Blancpain Endurance Series auf dem HTTT Paul Ricard. Mit einer cleveren Strategie fuhren Christopher Haase, Christopher Mies und Stéphane Ortelli im Audi R8 LMS ultra in Südfrankreich zum ersten Saisonsieg.

In der ersten Rennstunde dominierten noch die Ferrari 458 von Black Bull Swiss mit Mirko Venturi und Kessel Racing mit Davide Rigon die Spitze. Venturi verabschiedete sich jedoch schnell nach Getriebeschaden, Rigon führte bis zum ersten Boxenstopp, der Spritverbrauch des Ferrari-V8 verhinderte dann allerdings eine flexible Boxenstoppstrategie in einer frühen Safety-Car-Phase.

In der ersten und einzigen Safety-Car-Phase nach rund 30 Rennminuten, ausgelöst durch eineKollision zwischen Jerome Demay im Sainteloc-Audi R8 LMS ultra und Mark Blundell im United Autosport-McLaren MP4-12C GT3, entschied sich der führende Kessel-Ferrari aus Verbrauchsgründen gegen einen vorgezogenen Boxenstopp. Der WRT-Audi von Mies/Haase/Ortelli und der MarcVDS-BMW Z4 GT3 der Tabellenführer Martin/Leinders/Palttala, die von den Positionen 15 und 13 ins Rennen gestartet waren, stoppten während der Gelbphase und fanden sich in der zweiten Rennstunde so hinter dem überraschend starken Ferrari von Dan Brown (AF Corse) wieder auf den Positionen zwei und drei wieder.

Kurz nach dem letzten Fahrerwechsel und einem verpatzten Stopp musste der AF Corse-Ferrari aber unplanmässig an die Box, Ortelli übernahm die Führung, sah sich aber unter Druck von Maxime Martin. Der Belgier reduzierte in den letzten 65 Rennminuten einen 12 Sekunden Rückstand auf den Le Mans-Sieger von 1998 zeitweise bis auf 4,3 Sekunden, musste sich aber schliesslich mit Platz zwei zufrieden geben.

«Der Boxenstopp in der Safety-Car-Phase war der Schlüssel zum Erfolg», sagte Christopher Haase nach seinem ersten Sieg in der Blancpain Endurance Series. «Unsere Stopps waren heute perfekt getimt. Wir hatten nicht das schnellste Auto, aber eine perfekte Strategie. Im Training am Samstag lief es noch gar nicht, das Team hat dann eine Nachtschicht einlegt und die Abstimmung umgekrempelt, das hat sich heute im Rennen ausgezahlt.»

Der in der ersten Rennstunde führende Ferrari von Rigon/Gattuso/Zampieri wurde schliesslich Dritter vor dem schnellsten Pro-Am-Vertreter, dem AF Corse-Ferrari 458 von Bertolini/Hommerson/Machiels.

Marc Hennerici wurde im Prospeed-Porsche 911 GT3 R zusammen mit Xavier Maassen und Marc Goossens Fünfter, nachdem auch die Prospeed-Mannschaft den ersten Boxenstopp nicht während der Safety-Car-Phase absolvierte.

Pech hatte Frank Kechele, dessen Vita4One-BMW Z4 GT3 mit Greg Franchi am Steuer schon nach fünf Runden mit geplatztem Wasserschlauch ausschied.

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