Max Buhk und Mercedes gewinnen BES-Titel

Von Oliver Runschke
Blancpain Endurance Series
Max Buhk holt sich den BES-Titel auf dem Nürburgring stilvoll mit einem Sieg im HTP-Mercedes. Flügeltürer von Buhk, Götz und Schneider dominierte BES-Finale.

Mercedes untermauert seine Dominanz auf der Langstrecke mit einem weiteren Sieg und gewinnt nach einer langen Liste von Langstreckenrennen in diesem Jahr mit dem SLS AMG GT3 nun auch mit Maximilian Buhk den Titel in der Blancpain Endurance Series. Das Siegertrio der 24h von Spa, Buhk, Maximilian Götz und Bernd Schneider, dominierte das Sechs-Stunden lange BES-Saisonfinale im Flügeltürer von HTP nach belieben und demontierte die Gegner in der Eifel regelrecht. Während die Verfolger von Audi, McLaren und BMW auf einem Speed-Niveau lagen, war das Mercedes-Trio permanent mindestens eine halbe Sekunde schneller und konterte jede Attacke der Gegner. Der Sieg auf dem Nürburgring sicherte dem 20-jährigen Buhk nach dem Titel in der GT3-EM im vergangenen Jahr die zweite Meisterschaft in Folge. 

Das HTP-Trio legte von Beginn an eines sehr hohes Tempo vor. Als nach rund 80 Minuten das Safety-Car nach einem Abflug von Fabio Babini (AF Corse-Ferrari) das Feld einbremste, lag Schneider bereits mit 30 Sekunden Vorsprung an der Spitze. Trotz des dominieren Daimlers wurde das Rennen in der letzten Rennstunde nochmals spannend. Nach einer verhaltenen Startphase drehte der MarcVDS-BMW Z4 GT3 von Maxime Martin, Yelmer Buurman und Bas Leinders in den letzten beiden Rennstunden auf und übernahm nach dem letzten Boxenstopp sogar die Führung, als der HTP-Mercedes beim finalen Stopp 70 Sekunden in der Box nach einem Wechsel der Bremsbeläge verlor. MarcVDS verzichtete auf einen Tausch der Stopper, Martin ging knapp vor Buhk in Führung. 20 Minuten lieferten sich Buhk und Martin ein direktes Duell um den Titel. Dann zog Buhk vor der NGK-Schikane am Belgier vorbei und siegte mit deutlichen 18 Sekunden Vorsprung.

Rang drei ging an den Art-McLaren 12C von Mike Parisy, Antoine Leclerc und Andy Soucek, dahinter kamen Skyrabin/Bobbi/Pier Guidi im Esta-Ferrari 458 Italia und der SMP-Ferrari von Ladygin/Ladygin/Shaitar ins Ziel, an die der Sieg Pro-Am-Klassensieg ging.

Durch den Sieg holt Buhk, der nur in Le Castellet, Spa und am Nürburgring am Start war, nicht nur den Titel, Schneider und Götz holten durch die Triumphe bei den 24h Spa und 1000km auf dem Nürburgring den Vizetitel.

Als schnellster Verfolger des Mercedes etablierte sich zur Rennhälfte der WRT-Audi R8 LMS ultra, von den ebenfalls noch mit Titelchancen gesegneten BES-Titelverteidiger Christopher Mies und Frank Stippler, die von René Rast verstärkt wurden. Das Audi-Trio hatte aber kein Glück und schied nach einem Kontakt mit einem McLaren aus.

Die Tabellenführer vor dem Rennen auf dem Nürburgring, Ramos/Zampieri/Rigon gaben sich im Kessel-Ferrari 458 höchst erfolgreich alle Mühe ihre Titelchancen selbst zu zerstören. Erst handelte sich Zampieri eine Strafe ein, nachdem er den Hexis-McLaren von Parente umdrehte. Beim Absitzen der Strafe war der Ferrari zu schnell in der Boxengasse, was eine weitere Strafe nach sich zog. Es folgte ein Reifenschaden und mehrere Ausritt in die Kiesbetten.

Der Titel in der Pro-Am-Klasse geht an Nissan-Pilot Lucas Ordonez (RJN). Der Weg zum Titel war für den Spanier allerdings steinig. Beide RJN-Nissan erlebten ein schwieriges Rennen mit Ausritten und technischen Problemen. Doch Ordonez profitierte davon, dass alle seine direkten Verfolger in der Meisterschaft nicht ins Ziel kamen. So reichte Ordonez, der sich einen GT-R mit Peter Pyzera und Wolfgang Reip teilte, ein achter Platz zum Titel.

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