Enduro Masters: Pöschl ringt Enöckl nieder

Von Harald Wetzelsberger
Enduro
Herbert Lindtner

Herbert Lindtner

Enduristen sind härter im Nehmen. Beim zweiten Lauf zur Enduro Masters-Rennserie im bayerischen Reisersberg war genau diese Nehmerqualität gefragt.

Die vier Stunden Renndauer auf der Kräfte raubenden Strecke hatten es ordentlich in sich. In der Klasse Profi Einzel behielt der Tiroler Rudi Pöschl (Husaberg) gegenüber Erzberg-Finisher Lars Enöckl (NÖ/KTM) und dem Oberösterreicher Niki Stelzmüller (Husaberg) die Oberhand. Die Profi Teamwertung ging an das deutsch-österreichische Duo Thomas «Fuxxi» Günther und Erich Brandauer (beide Husaberg), obwohl Brandauer einen argen Crash zu verzeichnen hatte und dabei seinen Helm zerstörte.
 
Schnell und selektiv  
Rundenzeiten zwischen 12 und 13 Minuten bügelten die Schnellsten beim Enduro Masters-Rennen am Sonntag in die schnelle und gleichzeitig selektive Strecke. Dabei litten auch die Besten: Von Blasen übersäte Handflächen waren Normalzustand im 232 Fahrerinnen und Fahrer starken Starterfeld.
 
Brandauer fliegt durch Röhre ins Bachbett 
Am schwersten erwischte es Erich Brandauer. Der 42-jährige Ausnahmekönner aus Niederösterreich übersah bei einer Tunneldurchfahrt einen Knick in der engen Röhre. Brandauers Husaberg schoss unbemannt durch die Röhre ins Bachbett, der Niederösterreicher hinterher. Der ehemalige Trial-Staatsmeister zerstört dabei seinen Helm, fährt aber trotz Ganzkörperprellung und Kopfschmerzen weiter. Am Ende darf er sich gemeinsam mit Teampartner Thomas Günther, auf dessen Konto die absolut schnellsten Zeiten und der Prolog-Sieg gingen, über Platz 1 im Teambewerb freuen. Platz 2 in der Klasse Profi Team holten sich die beiden Niederösterreicher Manuel Kössner und Thomas Schalko (beide KTM). Auf Rang 3 landeten Andreas Leimhofer (KTM) und Bernd Jagersberger (Husqvarna). Ein Abschneider und eine Strafrunde kostete den beiden Niederösterreichern eine bessere Platzierung.
 
Lindtner sechs Wochen nach OP schon auf Platz 4!  
Die mit Abstand ärgsten Blasen konnte Herbert Lindtner vorweisen. Der Reitwagen/Suzuki-Pilot fuhr überhaupt ein extrem starkes Rennen. Nur sechs Wochen nachdem ihm Elle und Speiche im rechten Arm verplattet und verschraubt worden waren, biss sich der 36-jährige Niederösterreicher durch die gesamte Renndistanz und landete in der Klasse Profi Einzel sensationell auf Platz 4. Der Sieg ging an den Tiroler Rudi Pöschl. Konstant schnell spulte der Husaberg-Pilot seine Runden herunter und ließ sich auch von Krämpfen in den Oberschenkeln nicht beirren. Platz 2 ging an den Niederösterreicher Lars Enöckl (KTM), der wie Pöschl mangels Prologzeit das Feld von hinten aufrollen musste. Dritter wurde der Oberösterreicher Niki Stelzmüller (Husaberg).
 
Wiesner gewinnt bei den Damen 
Bei den Damen war Vorjahressiegerin Christine Wiesner (Husaberg) ungefährdet. Die Oberösterreicherin siegt mit vier Runden Vorsprung vor Sabrina Grillitsch (Stmk./KTM). Für Grillitsch, die mit Hermann Maier den Südpol bezwungen hatte, war es erst ihr drittes Endurorennen. Krankheitsbedingt nur Platz 3 gab es für die Niederösterreicherin Vroni Dallhammer (KTM). Die ACC-Siegerin 2011 kämpfte sich trotz hohem Fieber eine lange, anstrengende Runde durch.
 

Ergebnisse Enduro Masters 4444 in Reisersberg
 
Profi Einzel
1. Rudi Pöschl (Husaberg) 19 Runden
2. Lars Enöckl (KTM) 19 Runden
3. Niki Stelzmüller (Husaberg) 19 Runden
 
Profi Team
1. Erich Brandauer/Thomas Günther (beide Husaberg) 19 Runden
2. Manuel Kössner/Thomas Schalko (beide KTM) 19 Runden
3. Bernd Jagersberger (Husqvarna)/Andreas Leimhofer (KTM) 18 Runden
 
Damen
1. Christine Wiesner (Husaberg) 15 Runden
2. Sabrina Grillitsch (KTM) 11 Runden
2. Vroni Dalhammer (KTM) 1 Runde
 
Hobby Einzel
1. Florian Reichinger (KTM) 18 Runden
2. Markus Geier (KTM) 17 Runden
3. Henrik Kortoletzky (KTM) 17 Runden
 
Hobby Team
1. Otto Reitberger/Heinz Hadrich (beide KTM) 19 Runden
2. Josef Forstner (Husaberg)/Helmut Bienenstorfer (KTM) 18 Runden
3. Daniel Lindorfer/Alex Eder (beide KTM) 18 Runden
 
Oldboys
1. Hannes Brandtner (Husaberg) 17 Runden
2. Gerhard Kriegner (KTM) 15 Runden
3. Thomas Loidl (KTM) 14 Runden

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