Maserati-Doppelspitze am Freitag

Von Oliver Runschke
FIA GT1
Bobbi im neuem Streckenteil

Bobbi im neuem Streckenteil

Mit zwei Maserati-Bestzeiten von Enrique Bernoldi und Matteo Bobbi startete die GT1-WM am Freitag erstmals in Europa.

Enrique Bernoldi (Vitaphone-Maserati MC12) und Matteo Bobbi (Trippe H-Maserati MC12) sicherten sich bei der Europapremiere der GT1-WM am Freitag in Silverstone die Bestzeiten im freien Training und im Pre-Qualifying. 

Noch wenig aussagekräftig waren die Zeiten im freien Training am Freitagmorgen. Rund um den neu angelegten Arena-Teil, dem die legendäre «Bridge» Passage zum Opfer fiel, und durch den die bisher schöne Abbey-Kurve stark kastriert wurde, tobte noch der Grand-Prix der Baumaschinen. Die Strecke präsentierte noch stark verschmutzt, viele neu asphaltierte Teile boten kaum Grip. Und dort wo es welchen hätte geben können, war die Piste noch feucht.

Die neue Streckenführung fand überwiegend milde Zustimmung «allerdings ist es schon erstaunlich, wie wellig eine neue Rennstrecke schon am ersten Tag sein kann», war Stefan Mücke´s nüchterner Kommentar zu den Bodenwellen im neuen Pistenabschnitt.

So zeigten sich dann im 80-minütigem Pre-Qualifying, nichts anderes als ein zweites freies Training, dann erstmals das Ergebnis der in dieser Woche vorgenommenen Anpassungen in der «Balance of Performance». Die schon in Abu Dhabi guten Maserati sicherten sich die Bestzeit, überraschend die beiden Tripple H-Autos angeführt von Matteo Bobbi. Drittschnellster war der für Silverstone mit mehr Leistung versehene Reiter-Lamborghini Murcielago von Haase/Kox, und auch die um 50kg erleichterten Aston Martin waren auf den Plätzen fünf (Young Driver, Enge/Turner) und sechs (Hexis, Makowiecki/Accary) gut dabei. «Für die Spitze wird es immer noch nicht reichen, aber wenigstens sind wir mit der neuen Einstufung jetzt mal bei der Musik» stellte Tomas Enge fest.

Bei Ford lag Licht und Schatten am Freitag noch weit auseinander. Der mit Abu Dhabi-Platzierungsgewicht belegte Matech-Ford von Grosjean/Mutsch war nur 20., der MarcVDS-Ford von Bas Leinders/Maxime Martin aber immerhin Vierter. Ein minimaler Aufwärtstrend war bei den Nissan spürbar. Ob sich das allerdings bis ins Rennen fortsetzt, dürfte noch höchst fraglich sein.

Nicht viel Freude bereitete die neue Einstufung dem Corvette-Lager, alle Z06.R fanden sich nur im hinteren Teil des Feldes wieder. «Wir mussten Gewicht einladen, unsere Gegner durften ausladen. Da tut sich jetzt mal gerade Differenzen von 90kg auf, ohne Platzierungsgewicht», rechnete ein fluchender Marc Hennerici vor. «In Abu Dhabi ist unser Schwesterauto zwar von ganz hinten in der Startaufstellung bis auf Podium gefahren, aber die hatten nach den vielen Motorschäden im Training noch vier Sätze nagelneue Reifen.»

Was die Zeiten aus den freien Trainings wert sind, zeigt sich morgen im Qualifying. Das die GT1-Teams für beide Trainings am Freitag nur einen Reifensatz zur Verfügung haben, verzerrte das Bild stark.

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