Die Uhr tickt!

Von Christian Freyer
FIA GT Series
Zwei Kontrahenten für 2010 - Nissan und Ford

Zwei Kontrahenten für 2010 - Nissan und Ford

Am 15. Dezember ist Nennschluss für die erste Saison der FIA GT1 Weltmeisterschaft. Ein kurzer Zwischenstand.

24 Plätze wird es in der Weltmeisterschaft für 12 Teams mit je zwei Wagen von insgesamt sechs Marken geben. Anderthalb Monate vor Nennschluß liegt in Sachen Starterfeld noch vieles im Nebel. Kaum noch jemand zweifelt zwar daran, dass die Weltmeisterschaft im April 2010 starten wird. Die große Frage ist, welche Konstellationen an den Start gehen werden.

Am deutlichsten ist die Situation noch im Ford Lager. Neben Ford GT Erbauer Matech GT Racing wird das Kundenteam Marc VDS Racing je zwei der GT1-Flundern an den Start bringen. Die Belgier haben mit Bas Leinders, Renaud Kuppens, Eric de Doncker und Maxime Martin mit hoher Wahrscheinlichkeit schon ihren Fahrerkader gefunden. Und stehen damit noch recht einsam da. Matech selbst hat noch keine Paarungen bekanntgegeben und arbeitet weiterhin an der finalen technischen Ausbaustufe des Ford GT.

Nissan, Hersteller des zweiten echten 2010er GT1-Fahrzeuges, hat noch alle vier Fahrzeuge zu vergeben. Aus der Szene ist zu hören, dass sich die Japaner noch extrem schwer bei der Auswahl der Kundenteams tun und sich über die Entscheidungskriterien selbst noch nicht im Klaren sind. So scheint es längst noch nicht gesichert, dass Gigawave den Zuschlag für zwei GT-R bekommt. Obwohl sich die Briten als Entwicklungspartner in Europa bislang achtbar geschlagen haben.

Kurz vor der Fertigstellung des ersten neuen Chassis steht Reiter Engineering. «Im November wollen wir den ersten Test mit dem Murciélago für 2010 fahren », berichtete Hans Reiter in dieser Woche. Angelehnt ist das Fahrzeug an die aktuelle Serienversion SV670. Zurzeit sind noch keine Fahrzeuge verkauft, Interesse ist aber rege da. «Im Moment spricht jeder mit jedem um für sich das optimale Paket zu finden», so Reiter. «Auf dem Markt tummeln sich derzeit mehr interessierte Teams als Plätze vorhanden sind.»

Für den Corvette sowie Aston Martin Slot soll es derzeit je acht Anfragen geben. Im Vorteil ist natürlich derjenige, welcher bereits ein Chassis besitzt. Als Favoriten im Corvette Lager gelten Peka Racing von Toine und Mike Hezemans, sowie die Luc Alphand Truppe, die allen Unkenrufen zum Trotz lebendiger denn je sein soll. Zumindest arbeitet die Mannschaft rund um den Ex-Ski-Star intensiv an einem WM-Programm mit Corvette, welches auch finanziell schon auf sehr gesunden Beinen stehen soll.

Neben Hexis und René Münnich stehen auch bei Aston Martin weitere Interessenten Schlange. U.a. soll Jetalliance Anfragen bezüglich der Miete oder Übernahme der beiden vorhandenen DBR9 bekommen haben. Zur Verfügung stehen zudem noch die Chassis vom Team Modena sowie Gigawave. Münnich hat neben der Aston Martin Option auch noch die Corvette- und Lamborghini-Karte in der Hinterhand. Mit Pratt & Miller besteht laufender Kontakt, die C6-R war schon 2006/2007 im Gespräch als Einsatzfahrzeug. Damals setzte der Unternehmer selbst einen Lamborghini Murciélago R-GT in der FIA GT ein, der auch heute noch in seinem Besitz ist. «Das Auto könnte ich umrüsten lassen und müsste noch ein zweites Fahrzeug dazu kaufen. Allerdings ist diese Option nicht die günstigste Variante », erklärte Münnich. Gespräche mit professionellen Piloten, auch aus dem deutschsprachigen Raum, laufen parallel zur Fahrzeugfrage.

Marke Nummer 6 im Spiel ist Maserati. Vitaphone Racing fährt im November weitere Tests mit teilweise umgerüsteten MC12. «Der Umrüstkit ist aber noch nicht vollständig festgelegt», schildert Bartels den Stand der Dinge. Unterboden, abgeschaltete Traktionskontrolle und kleinerer Flügel sind Dinge, die zurzeit ausgetestet werden können.

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