8h Bahrain: Toyota holt sich souveränen Doppelsieg

Von Oliver Müller
FIA WEC
Laufsieger bei den 8h von Bahrain und Weltmeister-Auto: Der Toyota TS050 Hybrid von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López

Laufsieger bei den 8h von Bahrain und Weltmeister-Auto: Der Toyota TS050 Hybrid von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López

Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López gewinnen das Finale der Sportwagen-WM (FIA WEC) in Bahrain und werden dadurch auch Weltmeister. Porsche schafft starken Doppelsieg in der GTE-Klasse.

Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López sind die Sieger des Saisonfinales der Sportwagen-WM (FIA WEC). Beim Rennen in Bahrain lag das erfolgreiche Toyota-Trio am Ende über einer Minute vor den Teamkollegen Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley im zweiten Toyota TS050 Hybrid.

Das WEC-Rennen auf der 5,412 Kilometer langen Strecke in Bahrain war nicht unbedingt der ultimative Spannungskracher. Das hatte zwei Gründe: Zunächst gab es keine weiteren Wettbewerber in der Königsklasse, da keines der LMP1-Privatteams die Reise nach Bahrain angetreten hatte. Dazu kam, dass die beiden Toyota (aufgrund des Meisterschaftstandes von vor Bahrain) nicht mit gleichen Waffen kämpften. Der TS050 Hybrid von Buemi, Nakajima und Hartley wurde von den Regelhüter um 0,54 Sekunden pro Runde künstlich verlangsamt. So hatte dieses Trio im Rennen letztendlich keine Chance.

Somit ist die Renngeschichte auch schnell erzählt. Das Auto der späteren Rennsieger hatte das Rennen schon von der Pole-Position aus begonnen und sich schnell an der Spitze abgesetzt. Zu Rennmitte gab es schon über eine Minute Vorsprung. Diesen hatte eine Safety-Car-Phase dann zwar wieder eingedampft, doch auch in der zweiten Rennhälfte hatte sich das Auto von Conway, Kobayashi und López wieder Luft verschafft und letztendlich den Sieg eingefahren. Somit sicherte sich das Trio auch den Titel in der Fahrer-Weltmeisterschaft. Nach vier Saisonsiegen und zuletzt immer wieder Pech bei den 24h von Le Mans ist dieser Triumph absolut verdient.

In der LMP2-Klasse gab es über weite Teile des Rennens einen tollen Fight zwischen den beiden Oreca 07 von Ho-Pin Tung, Gabriel Aubry und Will Stevens (Jackie Chan DC Racing) sowie Roberto Gonzalez, Antonio Felix da Costa und Anthony Davidson (Jota), den letztendlich das Jackie Chan DC Racing-Trio für sich entschied. Den Titel hatten sich Philip Hanson und Filipe Albuquerque (United Autosports) geholt, die auch schon die European Le Mans Series 2020 gewannen.

Die GTE Pro wurde in Bahrain von Porsche dominiert. So gab es auch hier einen Doppelsieg. Der 911 RSR von Michael Christensen und Kévin Estre gewann vor dem Schwesterwagen von Richard Lietz und Gianmaria Bruni. Platz fünf reichte Marco Sørensen und Nicki Thiim im Aston Martin Vantage zum GT-Weltmeistertitel.

Auch in der der GTE Am gewann Porsche. Hier lag das Fahrzeug von Egidio Perfetti, Larry ten Voorde und Jörg Bergmeister (Team Project 1) am Ende vorne. Den Titel sicherten sich hier François Perrodo, Emmanuel Collard und Nicklas Nielsen im Ferrari 488 GTE Evo von AF Corse. Die FIA WEC geht nun in die Winterpause. Saisonauftakt 2021 ist (nach aktuellem Stand) Mitte März in Sebring.

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