Audi R18 und Porsche 919 im Testeinsatz für 2016

Von Oliver Müller
FIA WEC
Auffällig: Der Audi R18 e-tron quattro hat jetzt Flügeltüren

Auffällig: Der Audi R18 e-tron quattro hat jetzt Flügeltüren

Die LMP1-Teams von Audi und Porsche haben ihre Fahrzeuge für die Saison 2016 einer intensiven Testfahrt unterzogen. Während der Audi R18 e-tron quattro in Sebring fuhr, war der Porsche 919 Hybrid in Aragon unterwegs.

Volle Pulle geht es auf die Sportwagen-Saison 2016 zu. Und das merkt man vor allem daran, dass sich die neue Rennwagengeneration für die kommende Saison bereits inmitten ihres Testprogramms befindet. So auch die LMP1-Renner von Audi und Porsche. Beide Fahrzeuge werden nach internen Berechnungen auf dem Zeiten-Tableau wieder einen grossen Schritt nach vorne machen. Doch während der neue Audi R18 e-tron quattro eine komplette Neuentwicklung ist, stellt der Porsche 919 Hybrid Jahrgang 2016 lediglich eine Evolution des Vorgängers dar. Ziel für beide ist es, das selbe Rundenzeiten-Niveau wie 2015 zu erreichen. Denn: Die Techniker des Weltverbands FIA und des Le-Mans-Ausrichers ACO werden den LMP1-Wagen im kommenden Jahr (gerechnet auf eine Le-Mans-Runde) 10 Megajoule weniger Verbrennungsenergie zur Verfügung stellen, was gemäss Alex Hitzinger von Porsche ungefähr vier Sekunden ausmachen wird.

Traditionsgemäss testete Audi nun in Sebring/Florida. Die dortige Rüttel-Piste (auf einem ehemaligen Flughafen für den zweiten Weltkrieg errichtet) ist geradezu prädestiniert für einen Ausdauertest. 'Wenn ein Auto zwölf Stunden in Sebring hält, dann schafft auch 24 Stunden in Le Mans', heisst es in der Szene. Im Cockpit wechselten sich zunächst die drei Audi-Top-Piloten Marcel Fässler, André Lotterer und Benoit Tréluyer ab. Danach kam auch das zweite Audi-Trio um Lucas di Grassi, Loïc Duval und Oliver Jarvis zum Zuge. «Wir haben viele Erkenntnisse sammeln können», berichtete Chris Reinke, Leiter LMP von Audi Sport. «Das Fahrwerk, die Chassis-Struktur und vor allem die Antriebskomponenten haben sich in Sebring einem Härtetest unterziehen müssen. Wir haben viele Aufgaben abgearbeitet und nehmen uns nun die nächsten Ziele vor.»

Der neue Audi R18 e-tron quattro wird auch weiterhin von einem 4-Liter-V6-Turbodieselmotor angetrieben werden. Neu ist dagegen das Hybridkonzept: Das bislang verwendete Schwungrad fliegt raus und wird durch Lithium-Ionen-Batterien als Energiespeicher ersetzt – so wie bei der Konkurrenz von Porsche und Toyota. Darüber hinaus wird Audi auch in die 6-Megajoule-Unterklasse aufsteigen. (Porsche und Toyota sind bei 8 MJ). Aufgrund des Gewichts des Dieselmotors, ist ein weiterer Aufstieg von Audi in Bezug auf das technische Gesamtkonzept des Fahrzeuges nicht wirklich sinnvoll.

Während Audi gen Amerika reiste, blieb Porsche auf dem alten Kontinent für die Ausfahrt des überarbeiteten 919 Hybrid. Auf dem Kurs im spanischen Aragon wurden an drei Tagen insgesamt 5800 Kilometer abgespult. Hinter dem Steuer sassen Mark Webber, Brendon Hartley, Neel Jani, Marc Lieb sowie die beiden Le-Mans-Sieger Nick Tandy und Earl Bamber. Nach SPEEDWEEK-Informationen war auch Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg für des Test vorgesehen. Doch da er 2016 nicht für Porsche in Le Mans antreten wird, hatte sich die Testfahrt dann schliesslich erübrigt. «Der Test war ein sehr gutes Ende der Saison 2015», erklärte Teamchef Andreas Seidl, «Lediglich durch etwas Nebel hatte es kleine Verzögerungen gegeben.» Der nächste Test des 919 Hybrid ist für Februar angesetzt.

Audi und Porsche werden 2016 mit zwei jeweils Fahrzeugen in der Sportwagen-WM (FIA WEC) und bei den 24 Stunden von Le Mans antreten. Saisonauftakt ist am 17. April in Silverstone.

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