Lewis Hamilton: Neidisch auf Max Verstappen?

Von Andreas Reiners
Lewis Hamilton und Max Verstappen

Lewis Hamilton und Max Verstappen

Lewis Hamilton untermauerte seinen Status in China nicht nur mit seinem 54. Sieg in der Formel 1. Zum Fahrer des Tages wurde aber mal wieder ein anderer Pilot gewählt.

Lewis Hamilton besserte beim China-GP mal wieder seine eigene Bilanz auf. Er holte seinen 54. Sieg in der Formel 1 und seine 63. Pole. Damit fehlen ihm nur noch zwei auf sein Idol Ayrton Senna. Mit Alain Prost zog er durch sein 106. Podium gleich. In allen Wertungen liegt übrigens Rekordweltmeister Michael Schumacher ganz vorne.

Zudem schaffte er zum dritten Mal einen «Grand Slam», also ein perfektes Wochenende: Pole-Position, Start/Ziel-Sieg, schnellste Rennrunde.

Was Hamilton in China aber nicht gewann, war die Gunst der Fans. Denn zum Fahrer des Tages wurde Max Verstappen gewählt. Mal wieder muss man sagen. Diese Wahl durch die Anhänger der Formel 1 war 2016 eingeführt worden. Im vergangenen Jahr hatte sich Verstappen immerhin acht Mal den Sieg gesichert, Hamilton bislang nur einmal.

«Er hat frischen Wind in die Formel 1 gebracht und in einigen Rennen das Maximum herausgeholt. Diesmal auch wieder. Deshalb wurde er auch zum Fahrer des Tages gewählt. Es ist schwierig, das zu erreichen, wenn du das Rennen anführst. Da kannst du halt nicht so viel überholen», meinte Hamilton.

Er wurde 2016 in Belgien zum Fahrer des Tages gewählt, ebenfalls nach einer beeindruckenden Aufholjagd. In China hatte Verstappen unter widrigen Bedingungen einmal mehr ein begeisterndes Rennen abgeliefert, mit alleine neun überholten Autos in der ersten Runde.

Unglücklich ist Hamilton aber nicht, dass stets andere gewählt werden. «Willst du das gegen deinen Sieg eintauschen?», fragte Verstappen den Briten später. So weit wollte der dreimalige Weltmeister dann nicht gehen. «Nein, alles in Ordnung. Aber ich hoffe, dass ihr euch verbessern könnt. Denn ein drittes Element würde den Titelkampf noch spannender machen.»

Hamilton hat Verstappen offenbar sowieso ins Herz geschlossen. Bereits auf dem Podium hatte er sich mit dem Niederländer verbal gepiesackt. «Sebastian hat einen tollen Job gemacht. Und dieser junge Kerl hier…», fing der Brite an. Verstappen konterte: «"Dieser Kerl“, immer sagst du zu mir: "Dieser Kerl.“»

«Ach, tue ich das? Okay, dieser Mann, dieser Mann», meinte Hamilton und legte seinen Arm um die Schulter seines Konkurrenten, mit dem er zum ersten Mal gemeinsam auf dem Podium stand. «Ich mag ihn hier oben mit mir, das lässt mich jünger aussehen. Es ist immer gut, eine jüngere Person um sich zu haben», scherzte Hamilton.

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