Renault-Paukenschlag: Palmer geht, Sainz kommt sofort

Von Andreas Reiners
Formel 1
Jolyon Palmer

Jolyon Palmer

Überraschende Mitteilung nach dem Qualifying: Jolyon Palmer wird Renault nach dem Japan-GP sofort verlassen. Ein Nachfolger steht bereits fest.

Als am Samstagabend Ortszeit in Suzuka die Teams und Fahrer die Köpfe zusammensteckten, um die Rennstrategie zu besprechen oder beim Essen über die Zeitenjagd philosophierten, sorgten Renault und Toro Rosso noch für einen Paukenschlag: Denn nach dem Japan-GP wird es einen vorgezogenen Wechsel geben.

So hört der glücklose Renault-Pilot Jolyon Palmer nach dem Rennen bei den Franzosen auf, für ihn wechselt bereits jetzt Carlos Sainz von Toro Rosso zu Renault und wird neuer Teamkollege von Nico Hülkenberg. Der Spanier Sainz hätte eigentlich erst zur neuen Saison zu Renault wechseln sollen.

«Für mich ist es eine extrem herausfordernde Saison und ich habe in den vergangenen drei Jahren viel durchgemacht. Aber es war eine unglaubliche Reise mit dem Team. Ich kann stolz auf die Performance in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison blicken, meinen ersten Punkt in Malaysia und meinen Karrierehöhepunkt eines sechsten Platzes in Singapur in diesem Jahr», sagte Palmer.

Er will nach dem Japan-GP die Optionen für seine Zukunft abwägen. Von Cyril Abiteboul, Geschäftsführer von Renault Sport, gab es zum Abschied die üblichen warmen Worte.

Toro Rosso lässt Sainz nach dem Palmer-Abgang sofort ziehen. Das Schwesterteam von Red Bull Racing wird mit Pierre Gasly die restliche Saison bestreiten, der Franzose hatte sich in Malaysia und auch bislang in Japan bewährt. Sein Teamkollege ist dann Daniil Kvyat, der wegen Gasly zuletzt auf die Ersatzbank beordert wurde.

Teamchef Franz Tost und Sainz lobten sich in der Pressemitteikung des Teams gegenseitig, Tost verabschiedete Sainz ebenfalls mit vielen warmen Worten.

Sainz nutzte die Gelegenheit, sich bei sehr vielen Wegbegleitern im Rennstall zu bedanken. Dass er wie auch Palmer noch einmal alles für seinen Noch-Arbeitgeber geben will, versteht sich von selbst. «In den letzten vier Rennen für Renault zu fahren, gibt mir die Möglichkeit, das Team und das Auto früher als gedacht kennenzulernen», sagte Sainz.

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