Correa kritisiert Abschlussbericht zu Spa-Crash

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Juan Manuel Correa

Juan Manuel Correa

Den fatalen Crash, der sich am 31. August 2019 im F2-Rennen auf dem Circuit de Spa-Francorchamps ereignete, untersuchten die FIA-Experten monatelang. Dennoch gibt es Kritik am kürzlich veröffentlichten Abschlussbericht.

Am Freitag präsentierte der Automobilweltverband FIA den abschliessenden Untersuchungsbericht zum fatalen Unfall, der sich am 31. August 2019 im Formel-2-Rennen von Spa-Francorchamps ereignet hatte. Kurz nach dem Start hatten sich im Hauptrennen gleich eine Reihe von Kollisionen ereignet, durch die der 22-jährige Franzose Anthoine Hubert sein Leben verlor und der US-Amerikaner Juan Manuel Correa schwer verletzt wurde.

Die Untersuchung der FIA-Verantwortlichen berücksichtigte nicht nur die Aussagen der Beteiligten, sondern auch die Inspektion der Unfallfahrzeuge und der Unfallstelle sowie die Analyse von Aufnahmen und Daten. Doch obwohl die verhängnisvollen Ereignisse im Abschlussbericht minutiös geschildert werden und die FIA-Experten zum Schluss kommen, dass kein einzelnes Ereignis als Ursache der Unfallabfolge angesehen werden kann und sich auch kein Fahrer unangemessen verhalten hat, wird bereits Kritik am Untersuchungsbericht laut.

Diese kommt von Correa, der sich von seinen schweren Bein- und Lungenverletzungen erholt, die er durch den Unfall erlitten hat. Der Amerikaner hatte bereits in der Vorwoche für Schlagzeilen gesorgt, weil er bei RTL/n-TV geklagt hatte: «Jeder ist nach dem Unfall nach Monza gefahren am nächsten Tag, ich bin im Krankenhaus geblieben und ich bin vier Tage nach dem Unfall fast gestorben. Und da war niemand von der FIA oder jemand, der sich um mich gekümmert hat.» Der Widerspruch der beteiligten Ärzte liess nicht lange auf sich warten.

Nun klagt Correa auf Instagram: «Die Sicherheitskommission der FIA haben mehr als fünf Monate gebraucht, um die Untersuchung abzuschliessen, aber der Bericht dazu wirft für mich mehr Fragen auf, als er Antworten liefert. Ich finde es auch überraschend, dass ich den gesamten Unfallreport nicht bekommen habe, um ein klareres Verständnis über die Schlüsse der FIA zu bekommen.»

«Am 31. August 2019 verlor ein Freund und Rennfahrer-Kollege sein Leben, eine Familie ein geliebtes Mitglied und ich habe mir ernsthafte Verletzungen zugezogen. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, aber vielleicht haben alle Schmerzen und Opfer einen Sinn, wenn es hilft, unseren Sport sicherer zu machen», fügt der 20-Jährige an.

Und Correa kündigt an, zusammen mit seinen Anwälten daran zu arbeiten, doch noch Zugang zum vollständigen Unfallreport zu bekommen. «Ich hoffe, dass ich dann in der Lage sein werde, Stellung dazu zu beziehen», schreibt er.

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