Sebastian Vettel über Motorschaden: «Ganz plötzlich»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Sebastian Vettel schaute nach seinem Motorschaden gleich selbst nach

Sebastian Vettel schaute nach seinem Motorschaden gleich selbst nach

Für Ferrari-Star Sebastian Vettel endete der Trainingsfreitag in Silverstone mit einem Motorschaden. Der Deutsche erklärte hinterher dennoch: «Insgesamt bin ich etwas glücklicher als in der vergangenen Woche.»

Mit einem eigenartigen Geräusch verabschiedete sich zum Schluss des zweiten freien Trainings in Silverstone der Ferrari-Motor von Sebastian Vettel. Der rote Renner des Deutschen hinterliess daraufhin eine Ölspur auf dem Weg zum Streckenrand, wo der vierfache Weltmeister den Renner abstellte und gleich selbst einen Blick auf den Unterboden warf.

Später berichtete der 53-fache GP-Sieger: «Zum Motorschaden kann ich nur sagen, dass er sich nicht angekündigt hat, es passierte ganz plötzlich. Wir müssen schauen, was los ist, aber das wird einige Zeit in Anspruch nehmen, denn die Antriebseinheit muss zur Analyse erst nach Maranello ins Werk zurückgebracht werden.»

Abgesehen davon lief es für Vettel etwas besser als in der Vorwoche. Im ersten Training belegte er mit 1,332 sec Rückstand auf die Spitzenzeit von Valtteri Bottas den siebten Rang. Am Nachmittag fehlten ihm 1,592 sec auf die Tagesbestzeit von Lewis Hamilton, das reichte nur für Position 14. Dennoch erklärte er: «Wir haben heute einige Sachen ausprobiert und insgesamt bin ich etwas glücklicher als in der vergangenen Woche.» Er mahnte aber im gleichen Atemzug:«Wir sind derzeit nicht sehr konkurrenzfähig und wir müssen die Daten studieren, um herauszufinden, wo wir uns noch verbessern können.»

«Auf dem weichen Reifen ist das Auto auf der ersten Runde gut, doch danach wird es etwas schwieriger», schilderte der WM-Fünfte des Vorjahres. Und er verriet: «Wir versuchen, die härteren Mischungen fürs Rennen zu sparen. Mal schauen, wo wir im Quali landen, das wird dann mit entscheiden, welche Strategie wir im Rennen wählen werden. Es gibt einige Schlüsselbereiche, in denen wir das Auto verbessern müssen, das sind wahrscheinlich kleine Dinge, aber ich hoffe dass wir dadurch etwas konkurrenzfähiger werden.»

Vettels Teamkollege Charles Leclerc gestand seinerseits: «Heute lief es nicht schlecht, auch wenn es etwas schwieriger war als am vergangenen Freitag. Wir arbeiten hart, um die Reifen zu verstehen, denn der Medium und der Soft unterscheiden sich ziemlich stark, wenn es um den Grip geht.» Und er wunderte sich: «Wir sind auf den mittelharten Gummis etwas zu langsam, was ungewöhnlich ist.»

«Die Fahrzeug-Balance fühlt sich ziemlich gut an, es ist nur die generelle Performance auf der Medium-Mischung, die nicht so gut ist, wie wir es uns erhofft haben», machte sich der Monegasse daraufhin Mut. «Es gibt noch einige Dinge, an denen wir vor dem Qualifying arbeiten müssen, denn Ziel ist es, im Q2 mit dem Medium den Sprung ins letzte Quali-Segment zu schaffen. Wir denken, viele werden das versuchen.»

Zum Schluss prophezeite der 22-Jährige, der im ersten Training den fünften und im zweiten den siebten Platz belegt hatte: «Es wird auf jeden Fall interessant zu sehen sein, auf welcher Mischung jeder starten wird. Ich denke, es wird ein sehr unvorhersehbarer Grand Prix, in dem viele verschiedene Strategien zum Zug kommen werden.»

2. Training, Silverstone 2

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:25,606 min
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +0,176 sec
3. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +0,815
4. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +0,831
5. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +0,895
6. Nico Hülkenberg (D), Racing Point, +1,140
7. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1,206
8. Lando Norris (GB), McLaren, +1,261
9. Carlos Sainz (E), McLaren, +1,312
10. Esteban Ocon (F), Renault, +1,322
11. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +1,354
12. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1,396
13. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1,522
14. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1,592
15. Romain Grosjean (F), Haas, +1,688
16. George Russell (GB), Williams, +1,714
17. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1,929
18. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1,976
19. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +2,077
20. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +2,349

Formel-1-WM nach 4 Läufen

Fahrer
1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 88 Punkte
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 58
3. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 52
4. Lando Norris (GB), McLaren, 36
5. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 33
6. Alex Albon (T), Red Bull Racing, 26
7. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, 22
8. Lance Stroll (CAN), Racing Point, 20
9. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, 20
10. Carlos Sainz (E), McLaren, 15
11. Esteban Ocon (F), Renault, 12
12. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, 12
13. Sebastian Vettel (D), Ferrari, 10
14. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, 2
15. Daniil Kvyat (RU), AlphaTauri, 1
16. Kevin Magnussen (DK), Haas, 1
17. Nicholas Latifi (CAN), Williams, 0
18. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, 0
19. George Russell (GB), Williams, 0
20. Romain Grosjean (F), Haas, 0

Marken
1. Mercedes 146 Punkte
2. Red Bull Racing 78
3. McLaren 51
4. Ferrari 43
5. Renault 32
6. Racing Point 27 (42)*
7. AlphaTauri 13
8. Alfa Romeo 2
9. Haas 1
10. Williams 0
* 15 Punkte Abzug wegen Einsatzes illegal kopierter Bremsbelüfung

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