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Binotto nach Wolff-Kritik: «Will ihm nicht antworten»

Toto Wolff hatte in Spa in Frage gestellt, ob Ferrari die richtigen Prioritäten gesetzt hat. Teamchef Mattia Binotto reagiert verschnupft auf den Mercedes-Seitenhieb.

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Natürlich freut sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff über die Siege von Lewis Hamilton und die Tatsache, dass Mercedes mal wieder das Maß der Dinge in der Formel 1 ist.

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Aber dem Österreicher wäre es lieber, wenn der Kampf an der Spitze enger wäre. Denn im Moment sieht es so aus, als hätte Hamilton keinen wirklichen Gegner. Red Bull Racing ist zwar vorne dabei, aber für ganz vorne, und das dauerhaft, fehlt noch etwas.

Ferrari wiederum spielt überhaupt keine Rolle. "Ferrari ist eine Ikone unter den Marken, und sie sollten vorne mitfahren. Das ist nicht gut für die Formel 1, das ist nicht gut für den Wettbewerb an der Spitze, und mit tun die Tifosi sehr leid für diesen Mangel an Wettbewerbsfähigkeit", sagte Wolff.

"Unterm Strich muss man in Frage stellen, wie in jüngerer Vergangenheit Prioritäten gesetzt worden sind und woher dieser Mangel an Leistungsfähigkeit kommt. Niemand von Ferrari oder von den Fans verdient ein solches Ergebnis", so Wolff weiter.

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Auf die Frage an den Österreicher Wolff, was er mit dem Infragestellen von Prioritäten meine, antwortet er: "Vielleicht ist es falsch, hier von den Prioritäten von Ferrari zu sprechen, denn das würde alle von Ferrari mit hineinziehen. Es geht hier vielleicht eher um Entscheidungen, die von gewissen Team-Mitgliedern getroffen wurden."

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Bei Teamchef Mattia Binotto kommen solche Aussagen natürlich nicht gut an. "Ich weiß, dass es Leute in anderen Teams gibt, die gern über unsere Situation und unsere Fans sprechen", sagte er.

"Es gibt nichts, was ich ihm darauf antworten möchte. Ich weiß, was in unseren Fans vorgeht. Ich bin selbst ein Fan. Ich arbeite seit 25 Jahren in dieser Fabrik. Wir kennen unsere Prioritäten und wissen, dass es in der Formel 1 keine Geheimnisse gibt. Man muss einfach so schnell wie möglich weiterentwickeln und versuchen, die richtigen Prioritäten zu setzen."

Das, so betonte Binotto, sei die Aufgabe von Ferrari und nicht die von Beobachtern oder Experten.

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Er hoffe, dass man das schlechte Ergebnis in Spa in Entschlossenheit umwandeln könne, in Zukunft besser zu werden. "Aber ich denke gleichzeitig: Was auch immer der Grund ist, wurden wir unter Wert geschlagen. Auch im Qualifying. Wir sind überhaupt nicht zufrieden. Aber wir müssen nach vorne schauen und diesen Frust in Entschlossenheit umwandeln."

Binotto weiter: "Es ist sicher eine schwierige Zeit. Aber das Team hält zusammen und zieht an einem Strang. Das ist das Wichtigste. Ich muss die Weiterentwicklung zu Hause sicher anschieben und sicherstellen, dass die Leute nicht in Frust verfallen. Das wäre nicht hilfreich. Wir dürfen den Blick nicht senken."

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