Ferrari-Junior Mick Schumacher: So geht’s weiter

Von Mathias Brunner
Formel 1
Mick Schumacher

Mick Schumacher

​Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat bestätigt: Formel-2-Leader Mick Schumacher wird noch in diesem Jahr in einem Freitagtraining fahren, am wahrscheinlichsten bei Alfa Romeo. Mick selber bleibt ganz entspannt.

Alles läuft für Mick Schumacher: Am turbulenten Rennwochenende von Mugello hat der 21jährige Deutsche die Tabellenführung in der Formel 2 übernommen. Und Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat bestätigt, was Alfa Romeo-Teamchef Fred Vasseur zuvor schon angedeutet hatte – Mick wird noch in der Saison 2020 an einem Freitagtraining teilnehmen, mit grosser Wahrscheinlichkeit für Alfa Romeo.

Der Formel-3-Champion von 2018 hat ein ungewöhnliches Wochenende hinter sich: Nicht nur hat er mit einem fünften und einem vierten Platz in den beiden Formel-2-Rennen die Spitze im Zwischenklassement übernommen, er durfte auch mit dem fabelhaften Ferrari F2004 ausrücken, mit welchem sein Vater Michael Schumacher vor sechzehn Jahren seinen siebten WM-Titel errungen hat.

Zur Ausfahrt mit dem Ferrari F2004 sagt Mick: «Ich habe versucht, jeden Moment zu geniessen. Klar ist es mir nicht entgangen, wie viele Leute von der Boxengasse aus zugeschaut haben. Das zeigt, dass dieser Motorsportzirkus eine grosse Familie ist, und für solch spezielle Events kommen alle zusammen und wertschätzen ein solches Event. Der Motoren-Sound eines V10 ist etwas ganz Spezielles, da kommen starke Emotionen hoch.»

Von der baldigen Formel-1-Premiere mit der erstmaligen Teilnahme an einem GP-Wochenende lässt sich Mick Schumacher nicht so schnell aus der Ruhe bringen, wie er in einer Videokonferenz mit seinem Kollegen Felix Görner von RTL sagt: «Ich muss einfach mein Ding weitermachen. Klar erzeugt es Aufmerksamkeit, wenn man Formel-2-Meister wird. Aber es ist dadurch nicht gegeben, dass es ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt für mich einen Platz in der Formel 1 geben wird. Ich will mich einfach weiter auf meine Aufgaben konzentrieren.»

Vielleicht können sich die deutschen GP-Fans 2021 sogar über drei deutsche Formel-1-Piloten freuen: Sebastian Vettel steht als Fahrer von Aston Martin fest, Nico Hülkenberg verhandelt mit Haas und Alfa Romeo, Mick Schumacher wird von Ferrari bei Alfa Romeo platziert, sollte er weiterhin so tolle Leistungen zeigen.

Mick freut sich jedenfalls, dass Vettel der Formel 1 erhalten bleibt: «Sebastian ist ein entspannter Typ, mit dem man gut reden kann von dem ich schon den einen oder anderen Tipp erhalten habe.»

Und sitzt Mick nun wirklich am 9. Oktober auf dem Nürburgring in einem GP-Renner? Schumacher, leicht verlegen: «Ich weiss noch nicht, was ich dann mache. Aber klar ist der Ring ein Stückchen Heimat, wo auch ich die eine oder andere Runde gedreht habe, in der Formel 4 und in der Formel 3, leider nur auf der abgekürzten Strecke. Die Eifel und der Nürburgring haben immer Überraschungen bereit, das fängt beim Wetter an, wo wir von Sonnenschein bis Schnee alles erleben können. Und die Strecke macht auch Spass.»

Toskana-GP 2020, Mugello

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:31:55,955h
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +4,942 sec
3. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +7,910
4. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +10,476
5. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +15,638
6. Lando Norris (GB), McLaren, +18,931
7. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +21,751
9. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +27,785
8. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +29,247
10. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +29,595
11. George Russell (GB), Williams, +31,894
12. Romain Grosjean (F), Haas, +40,707
Out
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Reifenschaden/Unfall   
Esteban Ocon (F), Renault, Bremsen
Nicholas Latifi (CDN), Williams, Crash
Kevin Magnussen (DK), Haas, Crash
Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, Crash
Carlos Sainz (E), McLaren, Crash
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, Crash
Pierre Gasly (F), AlphaTauri, Crash

WM-Stand Fahrer nach 9 von 17 Rennen

1. Hamilton 190 Punkte
2. Bottas 135
3. Verstappen 110
4. Norris 65
5. Albon 63
6. Stroll 57
7. Ricciardo 53
8. Leclerc 49
9. Pérez 44
10. Gasly 43
11. Sainz 41
12. Ocon 30
13. Vettel 17
14. Kvyat 10
15. Nico Hülkenberg (D) 6
16. Räikkönen 2
17. Giovinazzi 2
18. Magnussen 1
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken

1. Mercedes 325
2. Red Bull Racing 173
3. McLaren 106
4. Racing Point 92
5. Renault 83
6. Ferrari 66
7. AlphaTauri 53
8. Alfa Romeo 4
9. Haas 1
10. Williams 0

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