Sebastian Vettel: Ferrari von Schumacher zu teuer

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel schaut sich an, wie Mick Schumacher den Ferrari F2004 seines Vaters Michael Schumacher ausführt

Sebastian Vettel schaut sich an, wie Mick Schumacher den Ferrari F2004 seines Vaters Michael Schumacher ausführt

​Vor kurzem ist bekannt geworden, dass sich Sebastian Vettel einen Williams kaufte, der 1992 von Nigel Mansell gefahren worden war. Auch ein Ferrari F2004 hätte Vettel interessiert: «Aber der war mir zu teuer.»

Sebastian Vettel liebt die Formel-1-Historie. Wann immer frühere Rennwagen im Rahmen eines GP-Wochenendes bewegt werden, ist der Heppenheimer nicht weit. Anfang September hat sich der vierfache Weltmeister sogar einen Williams FW14B gekauft, den Nigel Mansell 1992 zum Titel bewegte.

Und natürlich schaute sich Vettel auch aus der Nähe an, wie Mick Schumacher in Mugello in den Ferrari F2004 seines Vaters Michael Schumacher kletterte, um mit prachtvollem V10-Sound um den Kurs zu heulen. Mit diesem Ferrari eroberte Schumi seinen siebten und letzten WM-Titel, er gewann 2004 von 18 Saisonrennen 13 Grands Prix.

«Das ist mein Lieblingsauto», sagte Vettel danach seinem früheren Red Bull Racing-Stallgefährten Mark Webber. «Wenn du dir unsere heutigen Renner anschaust, dann sind die viel grösser. Gewiss, die modernen Formel-1-Autos bauen erheblich mehr Abtrieb auf, aber vor fünfzehn Jahren waren die Autos 160 oder 170 Kilogramm leichter, das ist ein Riesenunterschied.»

Der Australier wollte dann wissen, ob Seb versucht habe, ein solches Auto zu kaufen. Vettel: «Es gab einen, also nicht diesen hier, der zum Verkauf stand, aber der war mir viel zu teuer. Ein unglaubliches Auto, nicht wahr?»

Mark Webber fuhr damals für Jaguar und erinnert sich: «Wenn ich dieses Auto erblicke, dann denke ich an pure Leistungsfähigkeit, mit Michael auf der Höhe seines Könnens. Es waren aussergewöhnliche Zeiten.»

Auch Charles Leclerc war in der Nähe, als Mick Schumacher auf die Mugello-Bahn ging: «Was für ein schönes Auto! Aber am meisten haut mich der Sound um, das klingt so wunderbar gemessen an unseren heutigen Rennern. Ich hatte mal das Vergnügen, einen 2003er Ferrari fahren zu dürfen, aber den F2004 nie. Ich hoffe, das klappt eines Tages.»

Toskana-GP 2020, Mugello

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:31:55,955h
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +4,942 sec
3. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +7,910
4. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +10,476
5. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +15,638
6. Lando Norris (GB), McLaren, +18,931
7. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +21,751
9. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +27,785
8. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +29,247
10. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +29,595
11. George Russell (GB), Williams, +31,894
12. Romain Grosjean (F), Haas, +40,707
Out
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Reifenschaden/Unfall   
Esteban Ocon (F), Renault, Bremsen
Nicholas Latifi (CDN), Williams, Crash
Kevin Magnussen (DK), Haas, Crash
Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, Crash
Carlos Sainz (E), McLaren, Crash
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, Crash
Pierre Gasly (F), AlphaTauri, Crash

WM-Stand Fahrer nach 9 von 17 Rennen

1. Hamilton 190 Punkte
2. Bottas 135
3. Verstappen 110
4. Norris 65
5. Albon 63
6. Stroll 57
7. Ricciardo 53
8. Leclerc 49
9. Pérez 44
10. Gasly 43
11. Sainz 41
12. Ocon 30
13. Vettel 17
14. Kvyat 10
15. Nico Hülkenberg (D) 6
16. Räikkönen 2
17. Giovinazzi 2
18. Magnussen 1
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken

1. Mercedes 325
2. Red Bull Racing 173
3. McLaren 106
4. Racing Point 92
5. Renault 83
6. Ferrari 66
7. AlphaTauri 53
8. Alfa Romeo 4
9. Haas 1
10. Williams 0

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