Sebastian Vettel: «Frauen und Kinder werden getötet!»

Von Vanessa Georgoulas
Sebastian Vettel: «Wir können helfen, indem wir Geld sammeln»

Sebastian Vettel: «Wir können helfen, indem wir Geld sammeln»

Formel-1-Routinier Sebastian Vettel spricht mit Blick auf die Situation in der Ukraine Klartext. «Jedes Mal, wenn du denkst, dass es nicht schlimmer werden kann, kommt es noch schlimmer», sagt der vierfache Weltmeister.

Sebastian Vettel ist wieder im Fahrerlager unterwegs, nachdem er die ersten beiden Rennen des Jahres wegen seiner Covid-Erkrankung verpasst hatte. Der Heppenheimer nutzte bei der Pressekonferenz in Melbourne die Chance, um sich zu den Entwicklungen im Ukraine-Krieg zu äussern.

Auf die Frage, was die Formel 1 tun kann, um die Leute in der Ukraine zu unterstützen, erklärte er: «Man kann immer etwas tun. Es ist einfach nur fürchterlich, was da passiert. Es gibt Tage, in denen man nicht mitbekommt, was los ist, weil gerade etwas anderes ansteht, so ist man etwa einen Tag beschäftigt, wenn man hierher anreist. Und dann schaut man sich die News an und es ist ein Schock.»

Und der 34-jährige Deutsche betonte: «Und jedes Mal, wenn du denkst, dass es nicht schlimmer werden kann, kommt es noch schlimmer. Unschuldige Menschen werden getötet, Frauen und Kinder werden getötet. Es ist schrecklich.»

«Das Positive ist, dass es viele Leute gibt, die sehr hilfsbereit sind, da sind viele Freiwillige in den Nachbarländern und anderen europäischen Ländern. Leute, die bereit sind, zu helfen und einen Platz für die Betroffenen zur Verfügung zu stellen. Vielfach geht es um grundlegende Dinge, wie Essen, Decken, Windeln», fügt Vettel an.

Und der vierfache Champion fordert: «Um diese Dinge bereitstellen zu können, braucht es Geld. Deshalb denke ich, dass wir etwas auf die Beine stellen sollen, um Geld zu sammeln. Die Formel 1 macht viel Geld und wir können den Leuten nicht helfen, indem wir schneller oder langsamer um die Strecke fahren. Aber wir können helfen, indem wir Geld sammeln. Ich denke, das sollten wir auch tun, denn es ist gut, wenn wir unsere Unterstützung zum Ausdruck bringen. Solidarität bedeutet nicht nur, dass man sagt, man fühlt mit den Leuten, sondern auch, dass man entsprechend handelt.»

«Es ist grossartig zu sehen, dass so viele Leute bereit sind, Hilfe zu leisten und zu Dinge zu organisieren. Wenn ich die Geschichten aus erster Hand höre, von den Leuten, die versuchen, die Ukraine zu verlassen – ich bin immer noch schockiert, ich kann mir nicht vorstellen, wie das passieren konnte. Abgesehen davon, dass der Rest der Welt alles unternehmen sollte, um das zu beenden, sollten wir auch alles in unserer Macht stehende tun, um den Leuten zu helfen, die diese benötigen. Deshalb denke ich, dass wir Geld dafür auftreiben sollten», ergänzt der GP-Star.

Die Formel 1 beschränkt sich nicht nur auf Solidaritätsbekundungen. Abgesehen von der Absage des Russland-GP und der Auflösung des entsprechenden Vertrags zur GP-Ausrichtung in Sotschi hat sich die Königsklasse dem Aufruf des UN-Kinderhilfswerks UNICEF angeschlossen, Geld für die in Not geratene Bevölkerung der Ukraine zu spenden.

Ergebnisse Formel 1, Dschidda

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB18
02. Charles Leclerc (MC), Ferrari F1-75, +0,549 sec
03. Carlos Sainz (E), Ferrari F1-75, +8,097
04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB18, +10,800
05. George Russell (GB), Mercedes W13, +32,732
06. Esteban Ocon (F), Alpine A522-Renault, +56,017
07. Lando Norris (GB), McLaren MCL36-Mercedes, +56,124
08. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT03, +1:02,946 min
09. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-22-Ferrari, +1:04,308
10. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W13, +1:13,948
11. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo C42-Ferrari, +1:22,215
12. Nico Hülkenberg (D), Aston Martin AMR22-Mercedes, +1:31,742
13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR22-Mercedes, +1 Runde
Out:
— Alex Albon (T), Williams FW44-Mercedes, Crash
— Fernando Alonso (E), Alpine A522-Renault
— Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo C42-Ferrari
— Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL36-Mercedes
— Nicholas Latifi (CDN), Williams FW44-Mercedes, Crash
— Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT03, kein Start, Antriebsstrang
Nicht am Start:
— Mick Schumacher (D), Haas VF-22-Ferrari, Crash im Qualifying

WM-Stand Fahrer

01. Leclerc 45 Punkte
02. Sainz 33
03. Verstappen 25
04. Russell 22
05. Hamilton 16
06. Ocon 14
07. Pérez 12
08. Magnussen 12
09. Bottas 8
10. Norris 6
11. Tsunoda 4
12. Gasly 4
13. Alonso 2
14. Zhou 1
15. Schumacher 0
16. Stroll 0
17. Hülkenberg 0
18. Albon 0
19. Ricciardo 0
20. Latifi 0

WM-Stand Konstrukteure

01. Ferrari 78
02. Mercedes 38
03. Red Bull Racing 37
04. Alpine 16
05. Haas 12
06. Alfa Romeo 9
07. AlphaTauri 8
08. McLaren 6
09. Aston Martin 0
10. Williams 0

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