Zweites Training zum Traditions-GP von Monaco: Max Verstappen ist der schnellste Mann, Fernando Alonso verblüfft mit der viertschnellsten Zeit, Carlos Sainz macht seinen Ferrari kaputt.
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Der dreifache Grand-Prix-Sieger Johnny Herbert hat mir über das GP-Wochenende von Monaco einmal gesagt: "Es dreht sich alles um Vertrauen. Erstens musst du einen Wagen haben, dessen Handling dir Vertrauen einflösst. Und zweitens musst du dich in den freien Trainings schrittweise steigern, um es dann in der Quali richtig fliegen zu lassen."
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Das mit dem Fliegenlassen kann aber auch in die Hose gehen. Herbert weiter: "An die Leitschienen anlehnen, ist okay. Ich habe immer gesagt – ein Flirt mit der Pistenbegrenzung, auch mit leichter Berührung ist noch drin, aber ein richtiger Kuss wird sofort bestraft. Und dann ist dein Vertrauen beschädigt. Nur wenige Fahrer stecken einen Crash in Monaco weg und fahren unmittelbar danach wieder richtig schnell." Ungewöhnlicher Gast in den Boxen: Weltmeister Sebastian Vettel. Der Heppenheimer war nur für einen Tag ins Fürstentum gefahren, um sich mit einigen Leuten zu treffen, darunter mit Formel-1-CEO Stefano Domenicali. Es ging dabei auch um das Thema Nachhaltigkeit in der Königsklasse.
Das zweite Training begann bei 26 Grad (Luft) und 45 Grad (Asphalt). Zahlreiche Teams hatten die Abstimmung verändert – im ersten Training hatte zum Beispiel der Red Bull Racing-Renner von Max Verstappen zu stark aufgesetzt. Auch Mercedes-Fahrer George Russell war mit dem Set-up nicht klargekommen. Alle reden vom Evo-Paket bei Mercedes, aber auch Alfa Romeo hat nachgelegt: Der Lösungsansatz bei den Rot-Weissen – erstes Training mit der bisherigen Konfiguration, zweites mit der neuen, um einen direkten Vergleich zu erhalten. Neu: Schlankere Motorverkleidung, anderer Boden, frisch verkleidete Hinterradaufhängung, verbesserte Bremsbelüftung hinten, neuer Heckflügel, verbesserte Entlüftung des Motorraums mit anderen Kiemen. Die fleissigen Williams-Mechaniker hatten den Wagen von Alex Albon noch nicht fertiggestellt, als das Training losging. Der Thai-Brite hatte im ersten Training das Auto am Ausgang der Sainte-Dévote links in die Leitschiene gesetzt. Typisch Monaco: Die Fahrer regten sich über den Verkehr auf. Der letztjährige Monaco-Sieger Sergio Pérez traf vor der Linskurve zum Casino auf zwei trödelnden Piloten und musste abbrechen, zu diesem Zeitpunkt Verstappen an der Spitze, vor Alonso und Hamilton. Zu diesem Zeitpunkt die meisten Fahrer auf mittelharten Pirelli-Reifen. Aufregung nach 10 Minuten: Carlos Sainz hätte um ein Haar ausgerechnet seinen Ferrari-Stallgefährten Charles Leclerc abgeschossen, dies in der schnellen Schwimmbad-Passage. Nach einer Viertelstunde Verstappen weiter an der Spitze, 15 Tausendstelsekunden dahinter Alonso im Aston Martin, beobachtet vom früheren Ferrari-Star Jean Alesi. Auf Rang 3 Carlos Sainz, der Spanier aber auf harten Reifen. Die ersten 16 Fahrer innerhalb von knapp einer Sekunde! Top-Ten nach 20 Minuten: Verstappen drei Zehntelsekunden vor Pérez, dann Sainz (zur Erinnerung, auf harten Reifen), Alonso, Russell, Hamilton, Leclerc, Ocon, Magnussen und Gasly. Erster Fahrer auf weichen Reifen: Fernando Alonso. Der zweifache Formel-1-Champion locker Schnellster – 1:12,786 min, eine halbe Sekunde vor Verstappen. Natürlich wissen wir nicht, wieviel Leistung freigegeben worden war und wie viel Kraftstoff im Tank schwappte. Neue Bestzeit durch den prächtig aufgelegten Carlos Sainz im Ferrari nach einer halben Stunde, zwei Zehntelsekunden vor Alonso, nun auch der rote Renner auf den rot markierten, weichen Reifen von Pirelli. Würde Lokalheld Charles Leclerc reagieren können? Nein, drittschnellste Zeit für den Monegassen. Das Auto lag unruhig. Wie sich Fernando Alonso am Schwimmbad durch den Verkehr arbeitete, war so beeindruckend wie beängstigend. Fernando: "Was die hier zeigen, ich bin sprachlos." Es ist das alte Monaco-Problem: Fahrer, die ihre Reifen aufwärmen, können sich nicht in Luft auflösen. Da sind sehr wache Geister an den Kommandoständen gefragt. Charles Leclerc nahm mit weichen Reifen einen neuen Anlauf, aber es reicht nicht – Platz 2 hinter Verstappen, Rückstsand 65 Tausendstelsekunden. Lewis Hamilton wurde am Funk darüber informiert, in welchen Passagen er am meisten Zeit verliert. Lewis zu diesem Zeitpunkt Sechster, eine halbe Sekunde hinter Leader Verstappen. Hamilton: "Verflixt, das Auto gibt nicht viel mehr her." 17 Minuten vor Schluss setzte Carlos Sainz seinen Ferrari am Ausgang des Schwimmbads rechterhand in die Leitschiene. Die Rennleitung zeigte die rote Flagge. Die Wiederholung zeigte, dass er mit dem rechten Vorderrad an der Leitschiene angeschlagen hatte, dann trudelte der Ferrari mit gebrochener Vorderradaufhängung geradeaus. Aus für den Madrilenen.
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01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:12,462 min 02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:12,527 03. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:12,569 04. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:12,682 05. Lando Norris (GB), McLaren, 1:12,906 06. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:12,960 07. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, 1:12,991 08. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, 1:13,050 09. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:13,089 10. Esteban Ocon (F), Alpine, 1:13,162 11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:13,185 12. George Russell (GB), Mercedes, 1:13,191 13. Guanyu Zhou (RCH), Alfa Romeo, 1:13,354 14. Kevin Magnussen (DK), Haas, 1:13,457 15. Nico Hülkenberg (D), Haas, 1:13,520 16. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, 1:13,641 17. Nyck de Vries (NL), AlphaTauri, 1:13,663 18. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:13,673 19. Alex Albon (T), Williams, 1:14,217 20. Logan Sargeant (USA), Williams, 1:14,238
1. Training, Monte Carlo 01. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:13,372 min 02. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:13,710 03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:14,035 04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, 1:14,038 05. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:14,093 06. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:14,244 07. Lando Norris (GB), McLaren, 1:14,467 08. Esteban Ocon (F), Alpine, 1:14,585 09. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:14,653 10. Alex Albon (T), Williams, 1:14,666 11. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, 1:14,718 12. Kevin Magnussen (DK), Haas, 1:14,725 13. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, 1:14,820 14. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:14,866 15. George Russell (GB), Mercedes, 1:15,066 16. Nyck de Vries (NL), AlphaTauri, 1:15,083 17. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:15,192 18. Logan Sargeant (USA), Williams, 1:15,557 19. Guanyu Zhou (RCH), Alfa Romeo, 1:15,684 20. Nico Hülkenberg (D), Haas, 1:15,785
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