James Vowles (Williams): «Da kommt nichts mehr»

Von Mathias Brunner
​James Vowles will Williams wieder glänzen lassen. Rang 7 im Konstrukteurs-Pokal ist ein solider Schritt nach vorne. Aber der britische Teamchef gibt zu: «Bei uns kommen keine neuen Teile mehr.»

In den vergangenen fünf Jahren war Williams – drittältester Formel-1-Rennstall nach Ferrari und McLaren – vier Mal WM-Letzter. Die US-amerikanische Investmentfirma Dorilton Capital hat James Vowles zum Teamchef gemacht, um Williams wieder nach vorne zu bringen.

Die Arbeit des früheren Chefstrategen des GP-Teams von Mercedes-Benz macht sich langsam bezahlt: Die Briten belegen mit 21 Punkten den siebten Zwischenrang im Konstrukteurs-Pokal, vor Haas (12), Alfa Romeo (10) und AlphaTauri (5). Vowles hat von Alpine Pat Fry als neuen Technikchef geangelt, und Alan Permane wird als Sportchef folgen. Der Wiederaufbau von Williams läuft.

Der 44-jährige James Vowles sagt zur laufenden Saison: «Was wir derzeit an den Autos haben, damit müssen wir bis zum Schluss der Saison leben. Es kommen keine neuen Teile mehr; im Gegensatz etwa zu Haas, die noch Einiges auf Lager haben.»

«Wir werden versuchen, an den letzten sechs GP-Wochenenden des Jahres den einen oder anderen Punkt zu erobern, und wir hoffen, dass dies dann für Platz 7 reicht. Aber schon eine ganze Weile konzentrieren wir uns im Rennwagenwerk ganz auf die Entwicklung des 2024er Autos.»

«Wir wollen ins Mittelfeld vorrücken, und das schaffen wir nur dann, wenn wir uns früh genug auf die kommende Saison vorbereiten. Vor dem Hintergrund des Kostendeckels investieren wir lieber ins nächstjährige Auto als ins gegenwärtige. Wir sind auch weiter am Umkrempeln des Rennstalls, und alles geht nun mal finanziell nicht.»

Haas wird noch ein stattliches Evo-Paket ans Auto von Nico Hülkenberg und Kevin Magnussen bringen, geplant sind die neuen Teile fürs GP-Wochenende von Austin/Texas (USA) Mitte Oktober.

Japan-GP, Suzuka Circuit

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:30:58,421 h
02. Lando Norris (GB), McLaren, +19,387 sec
03. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +36,494
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +43,998
05. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +49,376
06. Carlos Sainz (E), Ferrari, +50,221
07. George Russell (GB), Mercedes, +57,659
08. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1:14,725
09. Esteban Ocon (F), Alpine, +1:19,678
10. Pierre Gasly (F), Alpine, +1:23,155
11. Liam Lawson (NZ), AlphaTauri, +1 Runde
12. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +1 Runde
13. Guanyu Zhou (RCH), Alfa Romeo, +1 Runde
14. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1 Runde
15. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
Out
Alex Albon (T), Williams, Kollisionsschäden
Logan Sargeant (USA), Williams, Kollisionsschäden
Lance Stroll (CDN), Aston Martin, Heckflügeldefekt
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, Kollisionsschäden
Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, Kollisionsschäden

WM-Stand (nach 16 von 22 Grand Prix, inkl. 3 von 6 Sprints)

Fahrer
01. Verstappen 400 Punkte
02. Pérez 223
03. Hamilton 190
04. Alonso 174
05. Sainz 150
06. Leclerc 135
07. Norris 115
08. Russell 115
09. Piastri 57
10. Stroll 47
11. Gasly 46
12. Ocon 38
13. Albon 21
14. Hülkenberg 9
15. Bottas 6
16. Zhou 4
17. Tsunoda 3
18. Magnussen 3
19. Lawson 2
20. Sargeant 0
21. De Vries 0
22. Ricciardo 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 623 Punkte
02. Mercedes 305
03. Ferrari 285
04. Aston Martin 221
05. McLaren 172
06. Alpine 84
07. Williams 21
08. Haas 12
09. Alfa Romeo 10
10. AlphaTauri 5

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