MotoGP: Das hatte Ducati anders geplant

Carlos Sainz: Ferrari wird weiter zu kämpfen haben

Von Petra Wiesmayer
Ferrari hatte in Melbourne einiges zu feiern

Ferrari hatte in Melbourne einiges zu feiern

Der Sieger des Grand Prix von Australien ist trotz Platz eins und zwei seines Teams skeptisch, ob Ferrari auch in den nächsten Rennen mit Konkurrent Red Bull wird mithalten können.

Ferrari-Pilot Carlos Sainz und sein Teamkollege Charles Leclerc fuhren beim Grand Prix von Australien den ersten Doppelsieg ihres Teams in Melbourne seit 20 Jahren ein. Damals standen Michael Schumacher und Rubens Barrichello auf den beiden obersten Stufen des Podiums. Seriensieger Max Verstappen musste in diesem Jahr vorzeitig aufgeben. Dabei sah es nach dem Qualifying noch ganz anders aus.

Beide Ferrari-Piloten konnten sich in den ersten drei Rennen noch nicht innerhalb von zwei Zehntelsekunden des dreimaligen Weltmeisters Max Verstappen qualifizieren und auch im Rennen fuhren der Niederländer und sein Teamkollege Sergio Pérez der Konkurrenz in Rot in den ersten zwei Runden davon. Dann schlug bei Verstappen allerdings der Technikteufel zu und er musste mit Bremsproblemen aufgeben. Pérez war über die Renndistanz nicht konkurrenzfähig genug und beendete das Rennen nur als Fünfter.

Sainz zeigte sich von der Leistung seines Teams ermutigt, warnte aber, dass Ferrari die Lücke auf Red Bull nur mit einem ausreichend großen Upgrade schließen könne. «Unser Auto hat an diesem Wochenende wirklich gut funktioniert,» wird der Spanier von Autosport zitiert. «Aber es wird schwer sein, auf jeder Strecke vorne mitzufahren, bis wir ein Upgrade bringen, um die Lücke zu schließen, die wir in Bahrain und Jeddah gesehen haben.»

In Australien habe sich der SF-24 von der ersten Runde an wie ein Rennwagen angefühlt, mit dem man gewinnen kann, sagte er weiter. «Und auch wenn Red Bull ebenfalls schnell war und auf der Pole stand, war diese [Pole-Runde] im Quali für uns nicht unerreichbar.»

Es werde Strecken geben, auf denen Ferrari stark sein wird, wie man es auch letztes Jahr gesehen habe, betonte Sainz. «Und in diesem Jahr scheint unser Renntempo auch auf den Strecken noch besser zu sein, auf denen wir stärker sind. Zusammen mit einem guten Entwicklungsprogramm hoffe ich, dass wir Red Bull öfter herausfordern können.»

 

Australien-GP, Albert Park Circuit

01. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:20:26,843 h
02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +2,366 sec
03. Lando Norris (GB), McLaren, +5,904
04. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +35,770
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +56,309
06. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1:33,222
07. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +1:35,601
08. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1:40,992*
09. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1:44,553
10. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
11. Alex Albon (T), Williams, +1
12. Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, +1
13. Pierre Gasly (F), Alpine, +1
14. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, +1
15. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, +1
16. Esteban Ocon (F), Alpine, +1
Out
George Russell (GB), Mercedes, Unfall
Lewis Hamilton (GB), Mercedes, Motorschaden
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, Bremsdefekt

*20-sec-Zeitstrafe wegen Bremsmanöver im Duell mit George Russell
Nennung zurückgezogen: Logan Sargeant (USA), Williams
(Unfall von Alex Albon im freien Training, kein Ersatz-Chassis in Australien)

WM-Stand (nach 3 von 24 Grands Prix)

Fahrer
01. Verstappen 51 Punkte
02. Leclerc 47
03. Pérez 46
04. Sainz 40
05. Piastri 28
06. Norris 27
07. Russell 18
08. Alonso 16
09. Stroll 9
10. Hamilton 8
11. Tsunoda 6
12. Oliver Bearman (GB) 6
13. Hülkenberg 3
14. Magnussen 1
15. Albon 0
16. Zhou 0
17. Ricciardo 0
18. Ocon 0
19. Gasly 0
20. Bottas 0
21. Sargeant 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 97 Punkte
02. Ferrari 93
03. McLaren 55
04. Mercedes 26
05. Aston Martin 25
06. Racing Bulls 6
07. Haas 4
08. Williams 0
09. Sauber 0
10. Alpine

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