Formel 1: Urteil zur Ferrari-Kollision

Bruno Famin: Alpine-Team «absolut nicht verkäuflich»

Von Silja Rulle
Alpine-Teamchef Bruno Famin bei einer Medienrunde in Suzuka

Alpine-Teamchef Bruno Famin bei einer Medienrunde in Suzuka

Das französische Alpine-Team ist in der laufenden Saison noch ohne Punkte. Teamchef Bruno Famin widerspricht nun öffentlich Gerüchten über einen möglichen Verkauf. Das Formel-1-Team sei Teil eines wichtigen Projekts.

Alpine ist punktloses Schlusslicht der Formel-1-Saison 2024. Die Performance des Autos machte in dieser Saison in einigen Kennziffern immer wieder den Eindruck, sogar schlechter als im Vorjahr zu sein. Während die anderen Teams sich klar nach vorn entwickelt haben, kämpft das Alpine-Team mit sich selbst.

Nach den ersten Punktlos-Rennen begann das Raunen im Fahrerlager: Wie lange macht der Mutterkonzern Renault das noch mit? Droht etwa der Ausstieg oder Verkauf?

Alpine-Teamchef Bruno Famin nimmt dazu jetzt gegenüber formula1.com klar Stellung: «Wir haben die volle Unterstützung des Top-Managements. Das Team ist absolut nicht verkäuflich. Wir werden weiter pushen, um unsere Ziele zu erreichen.»

Der Franzose, der eigentlich ursprünglich nach der Trennung von Otmar Szafnauer nur Interims-Teamchef war, nun aber komplett übernommen hat, weiter: «Wir haben ein echtes Projekt mit Alpine. Wir haben das Projekt, die Bekanntheit der Marke Alpine weltweit durch den Motorsport und insbesondere in der Formel 1 zu entwickeln.»

Alpine ist eine Sportwagen-Marke des Renault-Konzerns. Mit Beginn der Saison 2021 machte das ehemalige Renault-F1-Team das Rebranding in der Formel 1 durch, tritt seitdem als Alpine an. Seit diesem Jahr nimmt Alpine außerdem unter anderem an der WEC Teil.

Doch die Erfolge in der Formel 1 bleiben bislang aus. Stattdessen macht das Team eher durch viele personelle Veränderungen von sich reden. Neben Szafnauer waren in den letzten Monaten auch CEO Laurent Rossi, Technik-Chef Pat Fry, Sportdirektor Alan Permane sowie Berater Alain Prost aus dem Team ausgeschieden. Zu Saisonbeginn wurde dieses Jahr auch offiziell: Der technische Direktor Matt Harman und Aero-Chef Dirk de Beer gehen ebenfalls.

Famin, der vor seiner Zeit bei Alpine beim Weltverband FIA arbeitete: «Es ist keine spaßige Zeit. Wir sind nicht, wo wir sein wollen, wenn es um die Performance geht. Wir machen das Projekt nicht, um 15. oder 16. zu werden. Wir wollen voraus sein, die Performance des Autos entwickeln und so bald wie möglich um Podien und Siege mitfahren.»

Der Weg dorthin ist Stand jetzt aber ein sehr weiter…

Japan-GP, Suzuka Circuit

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:54:23,566 h
02. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +12,535 sec
03. Carlos Sainz (E), Ferrari, +20,866
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +26,522
05. Lando Norris (GB), McLaren, +29,700
06. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +44,272
07. George Russell (GB), Mercedes, +45,951
08. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +47,525
09. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +48,626
10. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +1 Runde
11. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1 Runde
12. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 Runde
13. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
14. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, +1 Runde
15. Esteban Ocon (F), Alpine, +1 Runde
16. Pierre Gasly (F), Alpine, +1 Runde
17. Logan Sargeant (USA), Williams, +1 Runde

Out
Guanyu Zhou (RCH), Sauber, Elektrik
Alex Albon (T), Williams, Crash
Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, Crash

WM-Stand (nach 4 von 24 Grands Prix)

Fahrer
01. Verstappen 77 Punkte
02. Pérez 64
03. Leclerc 59
04. Sainz 55
05. Norris 37
06. Piastri 32
07. Russell 24
08. Alonso 24
09. Hamilton 10
10. Stroll 7
11. Tsunoda 7
12. Oliver Bearman (GB) 6
13. Hülkenberg 3
14. Magnussen 1
15. Albon 0
16. Zhou 0
17. Ricciardo 0
18. Ocon 0
19. Gasly 0
20. Bottas 0
21. Sargeant 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 141 Punkte
02. Ferrari 120
03. McLaren 69
04. Mercedes 34
05. Aston Martin 33
06. Racing Bulls 7
07. Haas 4
08. Williams 0
09. Sauber 0
10. Alpine 0

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